Fileserver

Guten Abend!
Ich möchte mir in nächster Zeit einen Fileserver einrichten, der hauptsächlich zum Filesharing zwischen 4-5 Benutzern im Lan dienen soll. Der Server soll auf einem Linux laufen (Debian), die Clients setzen Linux und Windows ein.
Jetzt wollte ich mich mal umhören was es für Möglichkeiten gibt.

Ich möchte kein Samba einsetzen.
Immoment denk ich eher an einen FTP-Server.
Allerdings würde ich auch gerne etwas Web-basiertes nehmen. Eine kleine Seite auf der man einfach Dateien hoch- und runterladen kann (vllt ein geeignetes CMS, wenn es so etwas gibt).
Jetzt hab ich letztens etwas über WebDav gelesen:
http://www.heise.de/netze/artikel/77605/0
hab es allerdings noch nicht geschafft es auf meinem debian etch mit apache 2 zu installieren.

also:
-kennt jemand, vllt sogar schon fertige, lösungen (cms?) für web-basiertes Filesharing?
-wie könnte man einen Fileserver noch aufbauen?
-hat schonmal jemand mit WebDAV gearbeitet und kann das beurteilen?
 
Du installierst Proftp, und konfigurierst dort die User und deren Rechte. Dann musst du halt auf den Clients noch FTP-Clients installieren, like Filezilla.

Darf man erfahren, warum du Samba nicht nutzen willst? Ist es eine Ablehnung aus security Gründen?

Gruss
IsNull
 
...und falls du das mit dem cms verwirklichen willst, kann ich dir noch e107 empfehlen ^^
phpnuke würde wahrscheinlich auch gehn, hab ich aber weniger erfahrungen mit..

mfg.
 
Vielleicht hilft dir ja das hier weiter: http://www.ctserver.org/
Ich selbst betreibe bei mir im Lan einen kleinen Fileserver (Gentoo), welcher die Daten via NFS, FTP (vsftp) und HTTP (Funktionen von Apache) bereitstellt. Upload geht hierbei eben nur via FTP und NFS.
 
danke euch schonmal!
@IsNull: Samba will ich eigendlich aus performance Gründen nicht...
@2Bios: ahja den ct-server, denn wollte ich mir eh schon immer mal angucken.
Kannst du das mit deinem Apache ein wenig genauer beschreiben? also hat dein Server auch ein webfrontend, wo du die verfügbaren Sachen auf dem Fileserver noch irgendwie aufbereitest oder lädst du die sachen einfach per http protokoll?
 
Nein, ich bereite garnichts auf. Ich hab mir irgendwie in der httpd.com ein Unterverzeichniss namens stuff angelegt sodass die Daten über /stuff/ zu erreichen waren (in diesem Stil)
 
Original von nidda
@IsNull: Samba will ich eigendlich aus performance Gründen nicht...

Wo bietet Samba denn eine schlechte Performance? Wenn der korrekt eingerichtet ist, ist der genauso schnell wie ein FTP-, NFS- oder WebDAV-Server.
 
mh ich hab schon öfters gelesen, dass das smb protokoll bei der übertragung von dateien nicht so schnell sein soll wie z.b. ftp
vllt ist das aber auch nur in einer reinen windows ungebung so, ka
 
Nach meinen Erfahrungen ist FTP bis zu 5mal schneller als SMB.

Im uebrigen hat smb einen wesentlich groeszeren overhead im gegensat zzu FTP zu transportieren.
 
Hallo,

Da ich gerade etwas mit den Protokollen am rumspielen bin;

SMB arbeitet mit (regelmässigen) Verbindungsspitzen, d.h. die Verbindungsauslastung geht von 0% auf 30%(GBit lan) und dann wieder auf 0% usw. Ein regelmässiges rauf und runter.

Bei FTP ist die Übertragungsrate konstant, d.h. sie bleit in etwa gleich, somit sieht die Netzwerkauslastung auch immer gleichmässig aus.

Meine Messresultate haben ergeben, dass vorallem grössere Dateien schneller übertragen werden mit FTP.

Gruss
IsNull
 
Aber es stellt,wenn ich mich nicht Irre, eine umfangreiche Alternative zu Samba da.

Das es für weit mehr augelegt ist als nur ein Fileserver ist sicher richtig.
Ich noch nicht mit einem Linux-Client LDAP genutzt.
Aber an einem Windows-Client ist LDAP wesentlich dynamischer, als FTP.
 
Original von R!K3R
Aber es stellt,wenn ich mich nicht Irre, eine umfangreiche Alternative zu Samba da.

Nicht wirklich...

1. LDAP ist eigentlich nicht dafür gedacht Dateien aufzunehmen, sondern Informationen wie Account-Informationen, Adressbücher usw. in einer ordnerähnlichen Struktur zu verwalten.
2. LDAP ist nicht an Stellen geeignet, wo Daten häufig geändert werden, da die Schreibperformance sehr zu wünschen übrig lässt. Wie die meisten Verzeichnisdienste ist es auf Leseperformance ausgelegt.
3. LDAP ist nicht geeignet grosse Datenmengen innerhalb eines Datensatzes abzulegen, sondern spielt seine Stärken dort aus, wo viele kleine Datensätze immer wieder lesend benutzt werden. (Adressbücher, Indizes für grosse Datensammlungen wie z.B. der Bücherindex einer Bibliothek, Logindaten für andere Applikationen um eine zentrale Logindaten-Verwaltung zur Verfügung zu haben usw.).

Du siehst... diverse Gründe die gegen den Einsatz von LDAP als Fileserver sprechen, auch wenn es theoretisch möglich wäre. Aber auch MySQL könnte man theoretisch als Fileserver nutzen, das wäre dann etwa vergleichbar. Macht halt nur keiner. Viel eher würde man LDAP einsetzen um bei grossen Dateiansammlungen einen schnell durchsuchbaren Index zur Verfügung zu haben, während man die Datenhaltung für die Dateien lieber anderen Diensten überlassen sollte. Evtl. solltest du mal nachlesen was ein Verzeichnisdienst ist und wofür man ihn üblicherweise verwendet. Stell es dir als eine Art Datenbank vor, in der die Daten ordnerstrukturähnlich abgelegt werden (woher der leicht verwirrende Name kommt).
 
Meines Wissens nach ist LDAP eine ActiveDirectory alternative.
AD ist durchaus für diesen Zweck geeignet, wenn es auch nur kleiner Teil des Leistungsumfang ist.
 
Original von R!K3R
Meines Wissens nach ist LDAP eine ActiveDirectory alternative.
AD ist durchaus für diesen Zweck geeignet, wenn es auch nur kleiner Teil des Leistungsumfang ist.

Dann weisst du offenbar nicht, was LDAP und AD eigentlich tun können.

Wikipedia
Das Active Directory ordnet verschiedenen Netzwerkobjekten wie Benutzern, Computern u. a. Eigenschaften zu und verwaltet diese.

AD wird meist genutzt um Benutzer, Gruppen, Email-Postfächer und deren Rechte zentral zu verwalten und in diesen Bereichen kommt LDAP auch zum Einsatz. LDAP ist quasi eine Teilmenge von ActiveDirectory. Etwas AD-ähnliches unter Linux würde dann so aussehen, dass im LDAP die Benutzer, Passwörter und Rechte eines Samba-Servers verwaltet werden, der Samba dann aber für die Auslieferungen der Dateien zuständig ist und somit die CIFS-Dienste übernimmt, während man Bind9 (dessen Zone-Daten wiederum im LDAP liegen) als DNS einsetzt und kerberos für die Einmalauthentifizierung nutzt.

Siehe dazu auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Active_Directory
http://de.wikipedia.org/wiki/LDAP
http://de.wikipedia.org/wiki/Verzeichnisdienst
 
Wenn es um gleichzeitig schnelle und einfache Übertragung von Dateien geht und die Benutzer nicht zuuu ablehnend dagegen stehen, würde ich FTP empfehlen.

Wenn es darum geht, mit vielen Leuten gemeinsam und fortlaufend im normalen Alltagsgeschäft (also mit so wenig wie möglich Klicks und so wenig wie möglich zusätzlich zu begreifenden Umwegen) an Dateien zu arbeiten und dazu etwas Aufwand in die Einrichtung des Systems gesteckt werden darf, dürfte sowas wie Samba (oder auch die "Dateifreigabe" unter Windows) sinnvoller sein.

Wenn es darum geht, Webseiten zu gestalten, ist ein "CMS" mit integrierter Upload-Funktion oder im Browser integriertem Dateimanager am sinnvollsten.

Es kommt im Alltag nicht unbedingt darauf an, daß unter Spitzenlast ein maximaler Durchsatz erreicht wird, sondern daß die alltäglichen Handlungen so leicht wie möglich über die Bühne gehen. Ersteres wird sonst sofort wieder dadurch ins Gegenteil verkehrt, daß Leute ganze Verzeichnisse zwischen ihren lokalen Rechnern und dem Server kopieren, wo sie eigentlich nur einzelne Dateien benötigen.

Eine Ergänzung vielleicht aus Sicherheitssicht:
Die flexibelste Behandlung von Rechteeinstellungen bekommt man, wenn man einen eigenen Dateimanager über HTTP + PHP realisiert.
 
Original von Harry Boeck
Die flexibelste Behandlung von Rechteeinstellungen bekommt man, wenn man einen eigenen Dateimanager über HTTP + PHP realisiert.

das ist wohl wahr.
dazu sollte man jedoch ziemlich gut php coden können, um nicht irgendwelche Lücken rein zu bringen, die das gesamte Rechte-Management wieder untergraben ;-)
 
Original von bitmuncher

AD wird meist genutzt um Benutzer, Gruppen, Email-Postfächer und deren Rechte (..)

z.B. Zugriffsrechte aud Dateien/Ordner.

Aber wir kommen irgentwie vom Thema ab.

Die Idee von "Harry Boeck" ist eigentlich die einfachste.
Windows-Freigaben.
Mit ein bisschen fummeln könnte man da auch minimal Rechte verwalten.
 
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