gpg-mailgate

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Anonymouse

Guest
Hat schonmal jemand das folgende Projekt ausprobiert?

https://github.com/ajgon/gpg-mailgate

Was macht es:
Code:
gpg-mailgate is a content filter for Postfix that  automatically encrypts unencrypted incoming email using PGP for select  recipients.

Lokale Verschlüsselung von Mails mit PGP. Feine Sache. Unabhängig vom Projekt, hat sich da schonmal jemand rangetraut?
 
Das Problem ist - wie immer - die Tatsache, dass es an Empfängern mangelt, die GPG benutzen und sich damit auskennen und sich generell zu wenig Menschen daran beteiligen.

Die Implementierung ist für die meisten MTAs Kinderkram (simpel).
 
Das Problem ist - wie immer - die Tatsache, dass es an Empfängern mangelt, die GPG benutzen und sich damit auskennen und sich generell zu wenig Menschen daran beteiligen.

Die Implementierung ist für die meisten MTAs Kinderkram (simpel).

Hier geht es um die lokale Verschlüsselung von Mails (bspw. Mailserver) mit PGP. Sprich jemand verschafft sich Zugang zum Mailserver, kann er die Mails nicht lesen.

Das hat weniger mit der PGP-Korrespondenz mit anderen Usern zu tun.
 
Mailbox.org setzt das bereits ein. Dort kann man einfach seinen Public Key mittels Webinterface hinterlegen, mit dem dann eingehende Emails verschlüsselt werden.
 
Sprich jemand verschafft sich Zugang zum Mailserver, kann er die Mails nicht lesen.

Sicher, er hört einfach auf der Leitung mit, oder tauscht die Config-Dateien aus, oder oder oder.. Er kommt nicht mehr an die existierende Mails heran, ja, das kann er aber auch nicht, wenn ich sie nur lokal bei mir speichere. Fakt ist, dass, sobald der Server kompromittiert ist, ich meine Mails ebenfalls als kompromittiert ansehen muss - auch weil man oft nicht weiß (oder aus Anbietersicht: wissen sollte), wie lange der Angreifer oder die Angreiferin denn schon auf dem System war.

Der Sinn dahinter erschliesst sich mir gerade noch nicht so wirklich..
 
Du kannst von überall auf deine Emails zugreiffen, und dein Privatschlüssel verlässt dein lokales System nicht, und der Client entschlüsselt die Mails jedesmal wennsie vom Server kommen.

Ist aber witzlos wenn ich auf eine Email antworte, die Antwort plaintext rausschicke und die andere Email noch dranhängt.
Selbst wenn nicht, so kann man von der Antwort auf den Inhalt des vorgängers schließen ja.
Und der kompromitierte Server lässt nur lesen von Emails ab dem Zeitpunkt der Infektion zu aber nicht davor, so kann man z.B. auch Emails mit logindaten aufheben ohne sorgen haben zu müssen, ist aber trotzdem nicht zu empfehlen ;).
 
Der primäre Sinn dieser Maßnahme ist, dass Ermittlungsbehörden nicht auf die Emails zugreifen können, wenn sie sich Zugriff zum Postfach verschaffen. In vielen Ermittlungen werden die Emails nicht direkt abgefangen sondern im Nachhinein für die Ermittlung gesichert (die berühmte Beschlagnahmung von Servern). Ausserdem gibt es auch Anbieter wie das bereits erwähnt Mailbox.org, wo man beim Email-Versand auch einstellen kann, dass Emails ausschliesslich dann versendet werden, wenn der empfangende Server eine SSL/TLS-verschlüsselte Verbindung anbietet. In Kombination mit dem verschlüsselten Speichern ist damit zumindest gewährleistet, dass alle Transportwege verschlüsselt sind und dass man auch in der Mailbox nur auf die Emails zugreifen kann, wenn der Private Key vorhanden ist. Man bekommt damit einen für heutige Zeit relativ sicheren Email-Verkehr.

Ein weiterer Grund für diese Maßnahme sind Regierungsformen, die massiv mit Meinungsunterdrückung arbeiten. Selbst wenn deren Geheimdienste in das Postfach eindringen, können sie mit dem Inhalt dort nichts anfangen. Das ist gerade in Ländern wie China für Regierungskritiker essentiell.
 
Danke bitmuncher für die ausführliche Erklärung. Den antworten entnehmen ich, dass dies noch niemand auf seinem privaten Mailserver umgesetzt hat.

Dann werd ich mich nach dem Urlaub wohl mal rantrauen. :)
 
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