Immer wieder bootendes System: CPU-Fehler oder falsche BIOS-Einstellung?

Hallo zusammen, ich bin neu hier und bin auch gleich schon auf eure Hilfe angewiesen. Und zwar geht es um meinen Computer, der seit einem Wärmeleitpaste-Wechsel nur noch wiederholt bootet, bevor überhaupt das Windows-Vista-Boot-Logo auftaucht. Und zwar kommt er immer nur bis zum "Error Recovery", in dem man sich zwischen ["Safe Mode", "Start Windows Normal", "Use Last Proper Configuration", etc.] entscheiden kann. Hat man die Wahl getroffen, so bleibt der Bildschirm schwarz und das System startet wieder von Neuem.

Beim Neuauftragen der Wärmeleitpaste habe ich die Mainboard-Batterie entfernt. Ausserdem hatte ich den Rest der alten Wärmeleitpaste nicht vollständig entfernt. Die neue kam einfach darüber. Beim Ausbau/Einbau des CPU-Lüfters hatte ich einige Schwierigkeiten (ich hoffe, dass ich dadurch keine empfindlichen Teile beschädigt habe). Alle Lüfter funktonieren noch.

Der Bootvorgang läuft wie immer ab... RAM, Grafikkarte, CPU, HD, etc. konnten ermittelt werden, auch die Bezeichnung stimmt. Der Piepston ist exakt der gleiche wie immer.

Ein Harddisk- oder Betriebsystemfehler kann ich ausschliessen. Denn die Windows Vista-CD kann nicht bis zum Ende geladen werden (Absturz, Statusbalken bleibt stehen), auch der Versuch Linux Suse zu installieren endet mit einem Absturz beim Laden der Installation (Hellblauer Hintergrund mit einem Fortschrittskreisel).
Auch Knoppix (Edit: LiveCD) funktioniert nicht, der Ladevorgang bricht ab, nur zwei kleine Pinguine auf schwarzem Hintergrund sind zu sehen mit der Meldung:
"Kernel panic - not syncing: VFS: Unable to mount root fs on unknown-block(1,3)"

Wo liegt nun der Fehler? Ist die CPU kaputt oder hat sich die BIOS durch das Entfernen der Batterie verändert?

Ich gebe kurz meine BIOS-Daten durch:
- AMIBIOS(C) 2005 American Megatrends, Inc.
- BIOS-Version: ConRoe945G-DVI BIOS P1.20
- Processor Type: Intel(R) Pentium(R) D CPU 3.40 GHz (64-bit supported)
- Processor Speed: 3400 MHz
- Total Memory: 1024 MB Single-Channel Memory Mode
- DDRII1: 1024MB/266MHz (DDRII533)

Dies ist mein erster Fehlerbericht, deshalb weiss ich nicht ganz recht, auf welche Angaben ich sonst noch achten muss. Bitte fragt einfach danach.

Ich hoffe sehr auf kompetente Hilfe und danke schon im Vorraus!
 
Für mich klingt das sehr nach einem RAM-Fehler, da das Root-Filesystem von Knoppix eine RAM-Disk ist und Linux- und Windows-Installer usw. erstmal in den RAM geladen werden. Lass mal memtest für ein paar Stunden durchlaufen und schau nach Fehlern oder tausche den RAM aus, wenn du noch anderen da hast.
 
Original von bitmuncher
Für mich klingt das sehr nach einem RAM-Fehler, da das Root-Filesystem von Knoppix eine RAM-Disk ist und Linux- und Windows-Installer usw. erstmal in den RAM geladen werden. Lass mal memtest für ein paar Stunden durchlaufen und schau nach Fehlern oder tausche den RAM aus, wenn du noch anderen da hast.

wobei ich anmerken muss, daß defekter ram im normalfall schon nach einiges sekunden haufenweise meldungen ausspuckt. hab bisher noch nie erlebt, daß erst nach einiger zeit fehler kommen. was aber nicht heissen soll, daß sowas vorkommen kann.

neben nem ramfehler würde ich einen cpu defekt übrigens nicht ausschliessen, wobei sich der ram natürlich schneller testen lässt (zb. mit der debian net-install cd, bei der memtest86 integriert ist).
 
Original von xeno
wobei ich anmerken muss, daß defekter ram im normalfall schon nach einiges sekunden haufenweise meldungen ausspuckt. hab bisher noch nie erlebt, daß erst nach einiger zeit fehler kommen. was aber nicht heissen soll, daß sowas vorkommen kann.

Ich kenne das durchaus, vor allem dann, wenn nur ein kleiner Adressbereich davon betroffen ist. Bei CPU-Fehlern hingegen habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass diese sofortige Resultate zeigen und nach dem Bootloader nichts mehr geht. Ausschließen würde ich das allerdings auch nicht. :D
 
Hallo, vielen Dank für eure Hilfe, ich hab per Knoppix-LiveCD den memtest86 aufgerufen und die Analyse läuft immer noch. Es zeigt mir bereits fast eine Million Fehlermeldungen an. Das wäre in diesem Fall - wie ihr es schon gesagt habt - eindeutig ein Problem des Arbeitsspeichers, oder?

Was ich aber nicht begreife ist, dass der RAM eigentlich erkannt und im BIOS auch genannt wird. Bitte um Erklärung.
 
Dass der RAM korrekt erkannt wird, heisst ja nicht, daß einzelne Speicherbereiche nicht beschädigt sein können.
 
ja okay. Kann es auch sein, dass auf den RAM einfach nicht zugegriffen werden kann, weil etwas falsch (im BIOS) eingestellt worden ist?

Oder kann der Kontakt zum Arbeitsspeicher nicht hergestellt werden (Mainboard-Fehler?)
Die CPU kann hoffentlich in diesem Fall ausgeschlossen werden.
 
Original von ro.mueller
ja okay. Kann es auch sein, dass auf den RAM einfach nicht zugegriffen werden kann, weil etwas falsch (im BIOS) eingestellt worden ist?

sobald beim memtest86 im unteren bereich meldungen erscheinen kannst du davon ausgehen, daß ein rambaustein einen defekt aufweist. falls du mehrere bausteine hast würd ich einfach mal einen ausbauen und nochmal testen. bei fehlern wechseln und so schauen ob nur einer betroffen ist. wenn du nur einen baustein hast ist das ärgerlich ;)
 
nur ein baustein befindet sich in der kiste. aber ich hätte noch einer zur verfügung. Ich werde mal den anderen einbauen

edit: kann ich überhaupt einen DDR1-Ram in eine Mainboard einstecken, die nur DDR2 unterstützt? Wohl eher nicht, oder?

edit2: ich habe den rechner ohne RAM gestartet. Der Bildschirm bleibt dunkel und der Bootton wird durch zweimaliges Piepen gekennzeichnet. Kann ich nun davon ausgehen, dass die Mainboard in Ordnung ist?
 
Davon kannst du erst mit voller Gewissheit ausgehen, wenn der Rechner mit einem RAM, der garantiert in Ordnung ist, problemlos startet. Denn so besteht noch die Möglichkeit, daß du bei deiner Bastel-Aktion den RAM-Slot beschädigt hast.
 
Original von ro.mueller
edit: kann ich überhaupt einen DDR1-Ram in eine Mainboard einstecken, die nur DDR2 unterstützt? Wohl eher nicht, oder?

die sollten rückwärtskompatibel sein. haben halt ne niedrigere taktung als neue rams.
 
die sollten rückwärtskompatibel sein. haben halt ne niedrigere taktung als neue rams.
Die haben doch die Kerbe zum einrasten wo ganz anders habe ich immer gedacht.
und eben gerade wegen der niedrigeren Taktung ist dies wohl nicht gerade sinnvoll.
 
du solltest keinen ddr1 ram in den platz für einen ddr2 machen. wenn man überlegt, dass ddr-sdram 184 kontakte hat, ddr2-sdram aber 240 kontakte, dann dürfte alleine deswegen schon klar sein, dass dies keine gute idee ist. die kerbe sollte dies auch verhindern.
das einzige was mehr oder weniger kompatibel ist, sind die geschwindigkeiten einer baureihe. wenn du z.b. ddr2-667 (pc2-5300) verbaut hast, kann dein system eigentlich auch ddr2-533 (pc2-4200) benutzen. habe bei solchen sachen aber auch schon probleme erlebt, da diese mit anderen taktraten betrieben werden.

frage doch einfach mal einen netten freund, ob er dir nicht mal nen ram ausleihen kann der bei ihm funktioniert. die genaue bezeichnung was du verbaut hast dürftest du eigentlich auf deinem ram finden
 
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