@Imrahil
Sorry. Missverständnis. Wenn auf den Clients >>keinerlei Netzwerkdienste<< laufen (also auch KEINE Dienste, welche ?nur? aus dem internen Netz zugänglich sind), dann sind sie wirklich gegen äußere Attacken immun (jedenfalls kenne ich keine Möglichkeit, einen so konfigurierten PC einzunehmen, ohne ihn zuvor mit Hilfe eines Trojaners oder ähnlich zu infiltrieren).
Die meisten Anwender denken leider, daß ein PC durch eine externe Firewall vor dem Zugriff auf ihre internen Netzwerkdienste geschützt sind, solange sie kein Port Forwarding betreiben. Sie wiegen sich somit in einer trügerischen Sicherheit. Ich dachte, hier liegt ein ähnliches Problem vor. ;-)
<klugscheißmode=on>
ein Router ist für mich der kleine Kasten der am Modem hängt und den ich über ein Webinterface administrieren kann
Vermutlich artet das jetzt in ein ?Oberlehrersyndrom? aus, aber das folgende ist einfach wichtig, damit wir hier im Bord eine gemeinsame Sprache sprechen: Ein Proxy beschreibt eine bestimmte Art der Kommunikation. Er nimmt die Verbindung zum Zielsystem als ?sichtbarer? Ansprechpartner stellvertretend für den Client auf.
- [Client]--internes Netz-->[Proxy]--externes Netz-->[Server]
Die Antwortpakete des Servers werden wiederum vom Proxy entgegengenommen und an den Client weitergereicht.
- [Client]<--internes Netz--[Proxy]<--externes Netz--[Server]
Der Sinn des Unterfangens ist es, dass die Pakete vom Proxy zusammengesetzt werden können, bevor er sie ggf. analysiert und filtert. Zudem sieht das Zielsystem nicht den Client, sondern nur den Proxy, was dazu führt, dass mögliche Angriffe aus dem externen Netz auf den Proxy gerichtet sind und nicht auf den Client. Der Client ist aus dem externen Netz also nicht direkt erreichbar.
Mit anderen Worten: Die Definition eines Proxys ist vollkommen unabhängig vom Layer oder weiteren Funktionalitäten. Einzig die Art der Kommunikation macht einen Proxy aus.
Also ist Dein DSL-?Router? ein Proxy (genauer ein transparent Proxy). Warum heißt das Teil dann ?Router??: siehe hier
http://wiki.hackerboard.de/index.php/DSL-Router
Was Du als Proxy-Server betitelst, ist ein dedicated Proxy. Das ist ein Proxy, welcher sich auf einen bestimmten Dienst spezialisiert hat. Er arbeitet auf OSI Layer 7 und ist deshalb in der Lage, in die Netzwerkpakete hineinzusehen. Da er das Protokoll des Dienstes kennt, lassen sich über ihn Regeln erstellen, die sich auf die Paketinhalte beziehen. Auch ein Virenscan ist so möglich, etc.
Tatsächlich setzt Du also zwei hintereinander liegende Proxies ein.
<klugscheißmode=off>
Bye, nz