Lösung für Datenarchivierung

Hallo zusammen

Hoffe bin hier im richtigen Forum.

Folgende Ausgangslage:

Architekturbüro, die älteren Projektdaten werden in einem Archiv abgelegt. Ganz früher noch auf CDs (Die jetzt schon teilweise nicht mehr lesbar sind). Momentan werden die Daten auf einer NAS mit 2TB Speicherplatz gespeichert und diese dann noch alle zwei Wochen gebackupt. Nur läuft die jetzt dann bald voll und eine neue Lösung muss her.

Die Probleme:
1. Alle im Büro haben Zugriff auf das Archiv und es kommt schonmal vor das Projekte reaktiviert wird und Daten in einem Projekt bearbeitet/ergänzt werden. -> Ist auch schon passiert das ein Projekt plötzlich "verschwunden ist"
2. Die Daten werden immer mehr und heutige NAS können ja schon einige TB speichern nur braucht man ja von denen auch wieder ein Backup.

mögliche Lösungen:
zu 1. Hier möchte ich die Berichtigungen einschränken und nur noch wenigen Personen Bearbeitungsrechte geben. Zusätzlich soll dann auch die Veränderungen protokoliert werden. Und Veränderungen werden auch nur all Monat oder alle zwei Wochen vorgenommen.

zu 2. Ich hab hier an die RS812+ von Synology gedacht. Die wäre Ausbaubar bis 16TB und das Backup wäre dann manuell nachdem jeweils Daten hinzugefügt werden auf externe Festplatte(n). Optimalerweise gleich 2fach.

Was haltet ihr davon? Bin ich da auf dem richtigen Weg oder gibts irgendein Produkt das speziell auf Archive ausgelegt ist? Für Tips/Ergänzungen und Hinweise bin ich sehr dankbar.

Gruss
Tasmas
 
Für dein ersten Problem gibt es Subversion. Da bekommt jeder Bearbeiter ein Profil und kann damit auf ein Projekt zugreifen und es sich auf seinen Lokalrechner runterziehen. Wenn er fertig ist mit der Bearbeitung kann er seinen Stand "einchecken" und es wird nur die Veränderung separat auf den zentralen Server hochgeladen. Somit kann nichts einfach "verschwinden". Weil die Bearbeiter nur ihre lokale Version bearbeiten können. Wenn einer der Bearbeiter miest baut und Blödsinn "eincheckt" ist das auch kein Problem da man bei Subversion quasi den ältere Projektstände zurück setzen kann. Und zusätzlich lässt sich auch anhand der Profile feststellen wer der Übertäter war.

Bei dem zweiten Problem stellt sich die frage wie lange die 16 TB reichen? Irgendwann muss ja wieder nachgerüstet werden.
 
git ist schneller und kommt mit großen Blobs, die hier auftreten dürften, wesentlich besser zurecht als svn. Für den einfachen Commit-Push-Workflow ist git auch einfacher einzurichten und kommt unter allen Betriebssystemen mit der gleichen Oberfläche daher.
Außerdem erreichst du mit git eine zusätzliche Zwischenspeicherung aller aktiven Projekte.
Nicht zuletzt musst du für SVN auch einen entsprechenden Server bereitstellen*, während man mit git spielend leicht in Repositories pushen kann, die z.B. auf einem Netzlaufwerk liegen.

* und einrichten und pflegen

Wenn deine Datenmengen wirklich groß werden, kommst du aber früher oder später nicht mehr um einen richtigen Fileserver herum...
 
was die sicherung von großen datenmengen anbelangt ... schau dir mal TSM (Tivoli Storage Manager) an ...

wenn das ganze auf einen standort beschränkt ist, willst du im idealfall ein SAN mit Tape-Auto-Loader (und nem entsprechenden tape pool), nem größeren Plattenverband und TSM

damit kannst du dann alles sichern was da so anfällt ...

dummerweise steht zwischen dem jetzt und der glücksehlichkeit ein unangenehmer investitionsaufwand ...

deswegen wäre vermutlich eine große NAS ein Tape-LW sammt pool und TSM das was realistischer erscheint ...

man sollte nur bei der konfiguration auf die restore zeiten achten ... bringt nicht viel wenn du auf das restore vom tape pool 18 tage warten musst, weil inkrementell gesichert wurde und du 40 bänder durch ein tape LW jagen musst ...
 
Danke für euere Antworten und für die neuen Begriffe. Ich bin auch der Meinung HDD storage sollte ausreichen.

Wir haben bereits einen Windowsserver denn wir für die Ablage der aktuellen Projekte nutzen. Jedes Projekt hat dann wieder dieselbe Ordnerstruktur.

Versionsverwaltung in eine bestehende, gewachsene IT Infrastruktur einzuführen halte ich für schwierig. Ausserdem finde ich dass bei vielen Dateien auch überflüssig (z. B. Bilder). Dazu möchte ich das ganze auch einfach halten.

Natürlich weiss ich nicht ob die 16TB langfristig ausreichen. Doch was ist heute noch langfristig in der IT? ;)

Ich bleib wohl bei der Lösung NAS + ext. Backup. Nun bleibt noch die Frage ob wer mit dem im Ausgangspost erwähnten Gerät erfahrungen hat. Oder ein anderes NAS empfehlen würde?
 
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