Lewis Formel - Winkel berechnen?

hallo,

ich hoffe hier kennt sich jemand mit Chemie aus. Wenn ja, kennt derjenige sicher die sogenannte Lewis Formel. Hat man eine solche Formel aufgestellt, ergeben sich zwiscen den Atomen Winkel, die man berechnen kann(glaube ich). Wie geht das? :D Mein Chemie Buch sowie Google gibt mir hierzu keine gute Auskunft.

MfG

julack
 
Die "Lewis-Formel" ist eine Schreibweise (nennt sich ja auch eigentlich Lewis-Schreibweise) und nichts, womit man irgendwelche Winkel berechnen könnte, wenn ich nicht ganz falsch liege. Bei dieser Schreibweise werden die Bindungen der Atome angegeben. Bsp: Wasserstoff (H2) schreibt sich dann als 'H-H', abgeleitet aus 'H. .H'. Um die Bindung zu symbolisieren, werden die beiden Elektronen, die gebunden sind, als Strich dargestellt.
 
richtig habe ich vllt ein bissche falsch ausgedrückt. nur entstehen dann winkel bei h - h wären es 180°. nur gibt es z.b. auch gewinkelte moleküle. Wie bekomme ich diese Winkel raus?
 
Mir ist echt nicht klar, was du da machen willst und von was für einem Winkel du redest. Es handelt bei der Lewis-Schreibweise um eine schematische Darstellung, die mit der tatsächlichen Anordnung der Atome nur recht wenig gemeinsam hat. Der eigentliche Molekularwinkel ist von verschiedensten äußeren Umständen abhängig, wie der SC-Phase, dem Aggregatzustand, ob es sich um eine Lösung handelt oder nicht, ob der Stoff einen kolloiden Zustand hat usw. usf.
 
Hehehe. Ich hab das grad in der Schule. Bei H2O z.B. sie die beiden H Atome gewinkelt nach einer Seite angeordnet. Das liegt daran das die freien Elektronen des O Atoms und die beiden H Atome in möglichst weiten Abstand zueinander liegen wollen. (achtung 3D!)
D.h. du müsstest um diese Lewis Schreibweise für jedes Molekül zu berechnen immer nachsehen inwieweit die äusseren Atome von was auch immer abgestoßen werden. Stell ich mir ziemlich aufwändig vor... ._.

-man korrigiere mich wenn ich falsch liege^^-

Grüße

//edit hab ne 6 geschrieben^^
 
Das was ihr in der Schule lernt, geht vom Idealzustand aus, also z.B. H2O im optimalen Raum. Mit den Berechnungen, die wir als Chemielaboranten damals gemacht haben, hat das recht wenig zu tun, denn schon die Anordnung der Molekülbestandteile in Eis, weicht vom Idealzustand ab. Selbiges gilt für Lösungen, wo die gelösten Stoffe wiederum einen Einfluß haben und jeden anderen erdenklichen Zustand. Hinzu kommt, daß freie Elektronenpaare mehr Platz benötigen als gebundene. Bei ringförmigen Kohlenwasserstoffen, die eine gewisse Instabilität besitzen, gelten dann wiederum gesonderte Regeln:
- Zwei Einfachbindungen ergeben einen Winkel von mindestens 60°.
- Eine Einfachbindung und eine Doppelbindung ergeben einen Winkel von mindestens 90°.
- Zwei Doppelbindungen oder eine Dreifachbindung und eine Einfachbindung ergeben einen Winkel von 180°.
- Kleinere Winkel sind hier möglich, sorgen aber für eine höhere Instabilität (z.B. unter hohem Druck, was bei der Selbstzündung von Diesel genutzt wird).
Und so gibt es verschiedenste Regeln für verschiedene Molekularstrukturen. Gänzlich unmöglich zu berechnen ohne entsprechende Fachkenntnisse wird das ganze dann in der Kolloidchemie bei kolloiden Lösungen, wo sich Molekülbestandteile zwischen die Atome andere Moleküle schieben können.

Ich kann mir echt nicht vorstellen, daß ihr sowas in der Schule berechnet. Ihr berechnet vermutlich in der Schule nur die Winkel für die Schreibweise, aber nicht die Molekularwinkel.
 
Original von bitmuncher

- Zwei Einfachbindungen ergeben einen Winkel von mindestens 60°.
- Eine Einfachbindung und eine Doppelbindung ergeben einen Winkel von mindestens 90°.
- Zwei Doppelbindungen oder eine Dreifachbindung und eine Einfachbindung ergeben einen Winkel von 180°.
- Kleinere Winkel sind hier möglich, sorgen aber für eine höhere Instabilität (z.B. unter hohem Druck, was bei der Selbstzündung von Diesel genutzt wird).

es wird berechnet was mindestens is? huch? hab ich net aufgepasst ich dachte immer die mathematik ist eindeutig bzw genau immer ein ergebnis richtig
 
Original von Chakky
es wird berechnet was mindestens is? huch? hab ich net aufgepasst ich dachte immer die mathematik ist eindeutig bzw genau immer ein ergebnis richtig

Du hast offenbar in Chemie nicht aufgepasst oder den Thread nicht gelesen. Hier geht es um Stöchiometrie und Molekularwinkel können nunmal abhängig von den äußeren Bedingungen, die auf ein Molekül wirken, variieren. Die Stöchiometrie ist daher zumindest in diesem Bereich nie eindeutig, da als aüßerer Umstand ein Raum mit 20 Grad Celsius bei 1 bar Druck angenommen wird, der nicht unbedingt der optimale Raum für jeden Stoff ist. Daher rechnet man mit einem Mindestwinkel der ohne Zuführung von Energie erreicht werden kann. In der Realität sind die Winkel aber meist größer.
 
aso ok ^^ nein hab in chemie wirklich nich aufgepasst bin auch nur bis zur 10ten klasse gekommen danach abgewählt chemie
 
Mhh, vielleicht sollst du keinen genauen Winkel herausfinden, sondern eher mit
dem Tetraedermodell ( wozu ich jetzt keinen expliziten Link gefunden haben, es dir aber auch bekannt sein sollte. Sonst probier das Orbitalmodell bzw. Atommodell)
Also: Die Elektronen versuchen einen möglichst großen Abstand zueinander zu erreichen, wie es vergleichbar bei einem Tetraeder ist, wo die Ecken möglichstweit von einander entfernt sind. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass diese Ecken die einzelnen Kugelwolken bilden. Dabei hat unsere Lehrer gesagt, dass die Winkel zwischen einer Ecke des Tetraeders zur Mitte zu einer anderen Kanten immer 109,2° beträgt. Dies könnte man dann übertragen und
sagen, ob ein Winkel größer oder kleiner ist.

0wnZ
 
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