Wenn deine Eltern technisch so versiert sind und sich selbst irgendwelche Software kaufen, ist das ja was anderes...Irgendwie sperre ich mich dagegen meinen Eltern oder sonstwem aus Bequemlichkeit ein stark eingeschränktes Betriebssystem aufzuzwängen und ihnen so das Recht abzusprechen, in den Laden zu gehen und sich irgendeine Software zu kaufen.
Aber bei meinen Eltern sieht das so aus, dass meine Mutter ganz gut mit Textverarbeitung, Surfen, Mails und Online-Shopping/-Banking klar kommt und sich für alles andere nicht interessiert - mein Vater spielt seine Kartenspiele, trägt seine Benzin-Rechnung in die Tabellenkalkulation ein und weiß, wie er mit dem Multi-Funktions-Drucker/Fax mal paar Sachen kopieren kann. Für alles andere kommen sie sowieso zu mir, weil einfach das Interesse nicht da ist, sich tiefer mit der Materie zu beschäftigen. Sie hatten jahrelang Windows drauf, irgendwann habe ich ihnen Debian als Zweitsystem installiert und gezeigt, dass man beim Starten auswählen kann, welches OS man nutzen will und sie arbeiten fast nur noch im Linux...
Meine Schwester hatte sich auf ihren Rechner immer wieder irgendwelche Viren eingeschleust (und ich bekam wöchentliche Panik-Anrufe) und kam mit dem Debian auf meinen Eltern ihrem Rechner auch wunderbar klar, also habe ich auf ihrem Notebook dann von Anfang an Debian installiert und Windows nur in 'ner VirtualBox. Sie hat 1 Programm, dass ich unter Wine nicht zum Laufen bekomme, was sie vielleicht 1-2 mal im Monat braucht - da kommt sie mit VirtualBox auch wunderbar klar.
Ich möchte keinem Nutzer seine Eigenständigkeit absprechen, aber wenn ich eh für jegliche Belange gerufen werde, was spricht dagegen, dort dann das System zu installieren, mit welchem ich mehr Ruhe hab?