Linux-Tuning mit durchdachter Partitionierung

Hallo,

Mich würde es mal interessieren, wie ihr das mit dem Partitionieren unter Linux haltet.
Macht ihr euch da großartig Gedanken wie z.B. /usr und /usr/lib auf verschiedene Platten
zu legen o.Ä.? Oder klatscht ihr /boot swap / auf die Platte und Ende? Oder glaubt jemand
vielleicht die ultimative Performance-Partitionierungstaktik;-) zu haben?

MFG
NorenRed
 
Ich muss gestehen, ich habe nur 3 verschiedene Partitionen.
In jeder Linux Zeitschrift wird dir immer geraten, mehrere Partitionen anzulegen (/boot, /usr, /usr/local, / uswusf. ). Ich habe eine kleine 10 MB /boot Partition, eine 14 GB root / Partition und eine 5 GB Backup Partition in /usr/src (Logfiles und Systemveränderungen werden dort gespeichert).

Mir war es einfach müßig bei Backup immer gleich 16 Partitionen zu backupen, außerdem finde ich das mein System durchaus schnell genug ist (err: Ein System kann nie schnell genug sein :]).

Für ein Linux Dual Boot System (Win/Linux) empfehle ich 4 GB /, 20 MB /boot (Die einzelnen Distris packen noch eine Menge anderes Zeug mit nach /boot ) und 2 GB /usr, wobei die Programme die installiert werden, nach /usr/local wandern. Sollte man sich für die /opt Installationsvariante entscheiden, empfehle ich den Mountpoint der 2 GB Partition nach /opt zu verlegen.

Moe

[EDIT]: Ich habe den Swap Space vergessen. Das ist immer ungefähr deinen RAM Größe durch 2.

@Andere: Ich regele das lieber mit Quotas als mit Partitionen, ist (meiner Meinung nach) übersichtlicher.
 
ich glaube kaum, dass es einen grossen geschwindigkeitsschub gibt....wenn du einen server hast ist das partitionieren ein security faktor...
denn wenn du nur /boot, swap und / hast müllt dir ein user die ganze platte voll und es gibt somit keine logs mehr :-( --> home verzeichniss wenn möglich auf eine eigene partition. zusätzlich sollte man auch dem log verzeichniss eine eigene partition verpassen (muss ja nicht immer der böse user sein der die festplatte zumüllt)

ich selbst habe meist folgende partitionen: /, swap, /tmp, /var, /usr, /home (ev noch /usr/src und /usr/ports )
 
Original von soox
ich glaube kaum, dass es einen grossen geschwindigkeitsschub gibt....wenn du einen server hast ist das partitionieren ein security faktor...
denn wenn du nur /boot, swap und / hast müllt dir ein user die ganze platte voll und es gibt somit keine logs mehr :-( --> home verzeichniss wenn möglich auf eine eigene partition. zusätzlich sollte man auch dem log verzeichniss eine eigene partition verpassen (muss ja nicht immer der böse user sein der die festplatte zumüllt)

ich selbst habe meist folgende partitionen: /, swap, /tmp, /var, /usr, /home (ev noch /usr/src und /usr/ports )

Dazu kommt noch /root , dann hast du es leichter wenn jemand das komplette root-dateisystem zumuellt. Ansonsten Full ACK.
 
Hola,

wie haltet ihr das im Allgemeinen mit dem SwapSpace ?

Moe nimmt den Speicher / 2; Ich hörte damals, man soll den Speicher * 2 nehmen; und Seth nimmt den Speicher + die Hälfe (also z.B. 128 + 64)...

Gruß Evil
 
swap

Hi

@TheEvilOne,

Original von TheEvilOne
...
wie haltet ihr das im Allgemeinen mit dem SwapSpace ?
...

Nun ja, das kommt darauf an, wieviel Speicher du hast und was du mit deinem System machen willst.
Früher galt die Faustregel: Swap-Größe = physikalisch vorhandener RAM * 2 (steht auch noch in
vielen Büchern) Da aber heutzutage jeder fast mehr als 128 RAM hat, ist das nicht immer sinnvoll.
Aber das kommt, wie gesagt, ganz auf den Verwendungszweck deines Systems an. Natürlich braucht
z.B. ein Datenbank-Server viel mehr swap als ein Home-System.

MFG
NorenRed
 
Ich muss noch erwähnen, das ich 256 MB RAM habe, und ich meine mal gehört zu haben, das SWAP-Partitionen größer als 130 MB eigentlich wenig Sinn machen, wenn man schon so viel RAM hat.

Moe
 
so nebenbei wenn ein "anoncvs" server installiert ist, dann brauch der server/pc pro user bis zu 32mb swap --> bei 20 usern über 500mb!
 
Hi,
ich habe mich bisher noch nicht allzu viel mit Paritionierung auseinandergesetzt. Jetzt bekomme ich aber am Freitag nen neuen PC, der folgendes tun soll:

- counter strike dedicated server
- teamspeak server
- ftp
- http
- subversion server

Ich überlege mit zur Zeit, wie ich das am Besten machen, denn ich werden wohl 2 250GB Platte im RAID 1 laufen lassen. Dabei muss ich ja nicht 2 komplette Platte im RAID haben sonder kann auch von den 2 Platte jeweils eine Partition nehmen, richtig? Die User sollen sowohl privaten Speicherplatz auf dem ftp haben als auch einen public-Ordner, der allen zur Verfügung steht. Auch http-technisch soll jeder seinen eigenen "webspace" haben.
Wir würdet ihr das anstellen? Ich dachte mir eine partition für die home-verzeichnisse zu nehmen und diese partition mit einer anderen in RAID 1 zu hängen. Da apache2 jedes public-html-Verzeichnis auch bereitstellt könnte man das ja gleich auch nutzen oder? Oder würdet ihr die FTP und HTTP Daten nicht in die homes schmeißen? Auf die Weise müsste die home-partition eben die größte Partition sein.

Welche Partitionsgrößen würdet ihr mir empfehlen angesichts der oben genannten Aufgaben für den PC?

mfg
serow
 
Dazu musst du Quotas für jeden User einrichten und dein FTP-Programm so einstellen, dass er immer in das Home-Verzeichnis des jeweiligen Users chrootet. Und Apache kannst du entweder mit dem mod_userdir-Modul kompilieren oder richtest einen virtuellen Host ein, der als HTML-Dir einen Ordner im Home-Verzeichnis des jeweiligen Users hat (z.B. /home/user1/html).

Mit mod_userdir sieht die URL dann so:
http://www.xyz.de/~user1/

und mit einem virtuellen Host z.B. so:
http://user1.xyz.de

Bei den virtuellen Hosts hast du mehr Einstellungsmöglichkeiten und bist flexibler. So kannst du z.b. ein Log-Verzeichnis anlegen in dem alles zusammenkommt (z.B. /var/log/apache2/) und nochmal jedem User die logs in einen log-Ordner in seinem Home-Verzeichnis legen, oder stellst jedem User auch eine Möglichkeit bereit CGI-Scripte auszuführen, usw...
Aber da musst du dann auch mit der Sicherheit deines Servers aufpassen. Am besten liest du dir dazu mal die Apache-Docs durch... ;)

Und mit so einer Konfiguration macht es Sinn, /home auf eine extra Partition zu packen, die entsprechend groß sein sollte (das musst du halt vorher ungefähr abschätzen).

Zu den RAID-Controllern kann ich nix sagen, da ich davon zu wenig Ahnung habe....
 
Bei reinem FTP kann dir auch ein ftpd wie pure-ftpd die sache mit den quotas abnehmen
 
Nur um mal mitzureden:

Auf Server habe ich bei 160GB Platte / 1GB RAM folgende Paritionierung:
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/hda1 5.5G 520M 4.8G 10% /
/dev/hda2 2G swap
/dev/hda7 46G 869M 45G 2% /home
/dev/hda8 74G 11G 63G 15% /srv
/dev/hda3 1.9G 35M 1.8G 2% /tmp
/dev/hda5 9.2G 2.1G 6.7G 24% /usr
/dev/hda6 9.2G 1.1G 7.7G 12% /var

Aufm Desktop (bzw Laptop) mit 100GB Platte / 1GB RAM:
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/sda1 20G 8,1G 12G 42% /mnt/windows
/dev/sda2 5,1G 4,3G 855M 84% /mnt/rescue
/dev/sda3 7.4G 5.3G 1.7G 76% /
/dev/sda4 1G swap
/dev/mapper/home 60G 53G 6.4G 90% /home
 
bei mir unterscheiden sich Desktop-Systeme deutlich von meinem Server-System.

Auf den Desktops hab ich:
/boot (mini) ; swap (entspricht RAM .. 512 MB); / (Haelfte der Platte); /home (andere Haelfte ca. )
damit kann ich das System recht schnell "mal erneuern" und habe trotzdem die alten Programmeinstellugnen noch da.

Der Server:
/ (so klein wie noetig); swap (512 MB) ; /srv (fast die ganze Platte fuer mein NFS); /srv/homepage (meine selbstgebastelten Sachen liegen da)

So denke ich, dass ich bei beiden System einen guten Mittelweg gefunden habe :D
 
Auf Servern sollte man der Sicherheit zuliebe /tmp prinzipiell auf eine extra Partition packen und mit noexec mounten, sonst erleichtert man unnötigerweise das Einschleusen von Rootkits.
 
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