Linuxfirewall

Hi Leute. Ich wollte von euch mal wissen, wie die Standartfirewall von Linux eigentlich so ist. Ich habe leider keinerlei Erfahrung in Sicherheitslücken von Linux, will mich aber demnächst mit dem Thema Server auseinandersetzung und da ist es natürlich notwending auch Linuxserver zu untersuchen. Ich benutze Suse und bei Yast2 ist mir direkt die Firewallkonfig aufgefallen. Kann man diese Firewall eigentlich mit einer Desktopfirewall vergleichen? und wie sicher ist die Firewall?
 
Original von Frosty
Kann man diese Firewall eigentlich mit einer Desktopfirewall vergleichen?

Nein. Afaik basieren Firewalls unter Linux meist auf iptables (ipchains). Es werden jedoch unterschiedliche Tools angeboten um die Konfiguration zu erleichtern.

Original von Frosty
und wie sicher ist die Firewall?

Kommt drauf an wie man sie einstellt.

Original von Frosty
Ich benutze Suse und bei Yast2 ist mir direkt die Firewallkonfig aufgefallen.

Ich hab mich zwar damit noch nicht beschäftigt, aber denke mal das ist einfach nur eine Möglichkeit iptables/ipchains zu konfigurieren.

Google ma nach iptables/ipchains (kommt auf die Kernelversion an, aber das wirst du schon sehen) und nach Linux Firewall eben ...

(Schlagt mich wenn ich Scheiß erzähle!)
 
jo.. suse hat eine reihe von vorgefertigen scripten, die iptables-regeln setzen. für einen groben überblick schau dir die config unter yast an, aber wenn du iptables wirklich lernen möchtest, bau dir selber eine.
im inet lassen sich unzählige tutorials zum thema finden.

also an sich ist der paketfilter sicher afaik. kommt halt auf die kernelversion an. wenn der kernel bugs hat kann man natürlich für nichts garantieren. wenn du eine recht aktuelle kernelversion hast, sollte er aber im bezug auf firewallregeln sicher sein.

man kann iptables nicht wirklich mit einer desktopfirewall vergleichen, denn iptables ist VIEL mächtiger und komplexer als eine standard-windows-firewall. firewall ist vielleicht der falsche begriff für eine iptables-regelsammlung das ganze heisst nicht umsonst paketfilter..

du kannst damit ports blocken, ports freigeben, ports forwarden zu nem anderen rechner auf nen anderen port zb, verbindungen maskieren (für dslrouter zb), log-regeln erstellen, trafficstatistiken aufstellen und vieles mehr. mit iptables kann man sich monate lang beschäftigen wenn man es wirklich wissen möchte ;)

TIP: nicht per ssh am anfang, da kann man sich ganz leicht mal selbst aussperren *g*
 
Leute ihr redet hier von Paketfiltern. Nichts anderes ist der Netfilter im Linux-Kernel (gesteuert über iptables). Der Vergleich mit der Windows ICF hinkt. Die ICF bietet eine API über die beliebige Programme Regeln abfragen und ändern können, bei Linux können das nur Programme mit root-Rechten. iptables kann beliebigen Verkehr filtern, ICF nur eingehenden.

Ob das nun eine Desktop-Firewall oder eine _richtige_ Firewall ist hängt davon ab, wie es eingesetzt wird. Ein paar Paketfilterregeln auf einem Rechner, den sie schützen sollen -> Desktopfirewall. Ein Router mit Paketfilter und eventuell noch Masquerading und sonstiges -> echte Firewall.

Greets, Ziri
 
Original von Zirias
Leute ihr redet hier von Paketfiltern. Nichts anderes ist der Netfilter im Linux-Kernel (gesteuert über iptables). Der Vergleich mit der Windows ICF hinkt. Die ICF bietet eine API über die beliebige Programme Regeln abfragen und ändern können, bei Linux können das nur Programme mit root-Rechten. iptables kann beliebigen Verkehr filtern, ICF nur eingehenden.

Jo bleibt trotzdem ne Firewall oder? Auch wenn man die nicht mit den Möglickeiten der Firewalls unter Windows vergleichen keinen

Paketfiltern = Firewall ?
 
Firewalls unter Windows? Ich dachte immer unter Windows betreibt man nur Desktop Firewalls ;)

Paketfilter sind einfach eine zentrale Komponente von Firewalls (und natürlich von Desktop Firewalls, die bestehen oft aus nichts anderem).

Greets, Ziri
 
Original von Zirias
Firewalls unter Windows? Ich dachte immer unter Windows betreibt man nur Desktop Firewalls ;)

Ah dat is schon ma gut zu wissen (-:

Original von Zirias
Paketfilter sind einfach eine zentrale Komponente von Firewalls (und natürlich von Desktop Firewalls, die bestehen oft aus nichts anderem).

Greets, Ziri

Ich sollte mich näher mit Firewalls beschäftigen. thx Zirias :)
 
Nunja der Punkt ist eben "Firewall" ist ein ziemlich abstrakter Begriff für einen Router, der ein lokales Netz mehr oder weniger von einem größeren (meist Internet) abschottet. Dazu gehört eben in aller Regel ein Paketfilter ;) Oft gehört auch Masquerading dazu und/oder ein socks-proxy, man kann sich da vieles einfallen lassen.

Greets, Ziri

PS: Was ich mit meinem ersten Posting eigentlich sagen wollte: der Linux-Kernel enthält mit "Netfilter" einen Paketfilter, steuerbar über die iptables oder früher ipchains Schnittstelle, und dieser Paketfilter ist natürlich gut dazu geeignet, eine Firewall aufzubauen, aber man kann damit auch die Funktionalität einer Desktop-Firewall erreichen (in etwa, spezifische Regeln für einzelne Programme gehen AFAIK nicht, genausowenig kann Netfilter Warnmeldungen auf eine andere Art generieren, als sie ins Log zu schreiben, aber das ist IMO auch gut so *ggg*)
 
..aber man kann damit auch die Funktionalität einer Desktop-Firewall erreichen..
Das ist in diesem Fall wohl Definitionssache. Wenn wir von den DF unter Windows ausgehen hinkt der Vergleich da diese quasi alle auf der Anwendungsebene arbeiten. Die dort vorhandene Funktionalität ist per Netfilter nicht zu erreichen!

Wenn man mit DF eine Firewall meint die auf dem Rechner arbeitet der auch zur alltäglichen Arbeit benutzt wird ist auch Netfilter in diesem Szenario eine DF. Jedoch wird im allgemeinen von den Leuten eher die erste Definition wahrgenommen...
 
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