localhost:631 Zugriff verwehrt

Guten Abend.

Dies sind meine allerersten Schritte mit Linux (Debian 3 r2), deswegen entschuldigt bitte wenn manchmal der Faden weg ist. Ich weiß nicht immer was ich hier tue.

Ich installierte das CUPS-Paket, um meinen Laserjet 1300 PS mit einem PPD-File ans Ticken zu kriegen. Das klappte auch gut, die Testseite überzeugte. Ich nutzte dabei den Zugang http://localhost:631/admin, um den Drucker hinzuzufügen. Ich musste dann noch das Printtool und Samba installieren, um den Drucker unter KWord zu nutzen. Heute schaltete ich den Rechner wieder ein, aber jetzt bekomme ich beim EInloggen ins Druckersetup die Fehlermeldung:

The Connection was refused when connecting to /localhost:631

Jedenfalls komm ich jetzt nicht mehr rein. Was ist hier Sache?

Lieben Gruß und Danke für jede Hilfe.
Wind
 
Oder der CUPS daemon läuft nicht.
Code:
moe@xandra ~ $ ps aux | grep cups
root      1025  0.0  0.5  5720 2948 ?        S    20:42   0:00 /usr/sbin/cupsd

Wenn die Ausgabe oben nicht mit der übereinstimmt, die du bekommst, dann CUPS zum Startzyklus hinzufügen. Wie das allerdings bei Debian geht, weiß ich nicht.

Moe
 
localhost

Lieber Har2 und Moe,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe gepingt, lief. Fake Netzwerk funktioniert also. Dann ließ ich noch mal den Monster-Apt laufen, wie er auf LFA dargestellt ist. Und siehe da: Er instlallierte CUPS aufs neue. Ich hatte nach einer anderen Anleitung Printtool nachinstalliert, um den Drucker unter KWord et al ansprechen zu können. Das hat wohl CUPS aus der Bahn geworfen. Jetzt geht jedenfalls das CUPS wieder, ich kann Drucker hinzufügen.

Code:
Lifetex:/home/wind# ps aux | grep cups
root      1319  0.6  1.3  4940 2556 ?        S    08:45   0:10 /usr/sbin/cupsd
root      1686  0.0  0.3  1776  724 pts/2    S    09:13   0:00 grep cups
Lifetex:/home/wind#

Nur: Ich kann Testseiten drucken, so viel ich will, aber mit Drucken aus Word ist immer noch Essig.
Könnt Ihr mir sagen, wie ich den Drucker für alle Anwendungen sichtbar mache, ohne mein CUPS auszuhängen?

Vielen Dank,
Wind
 
Also ich kann jetzt nur rätselraten, denn eigentlich unterstützt KDE direkt CUPS, von daher sollten die Drucker in kwrite direkt verfügbar sein. Um auch Programmen das Drucken zu ermöglichen, die nur das BSD Drucksystem kennen, installiere das Paket cupsys-bsd. Achte auch mal darauf, dass weder "lpr" noch "lprng" installiert sind, nicht dass sich am Ende noch Programme von mehreren installierten Drucksystemen verwirren lassen.

Ach und noch etwas: Debian 3.0 (woody) ist mittlerweise für einen Desktop-Rechner eigentlich total veraltet. Vielleicht hat das damals noch gar nicht so problemlos funktioniert mit CUPS? Wenn du eine schnelle Internet-Anbindung hast empfehle ich dir ein generelles Update auf sarge.

Greets, Ziri
 
sarge

Hallo Ziri,

das geht ja wie der Wind hier, vielen Dank :)

Gibt es vielleicht ein Tool oder eine anfängerfreundliche Anleitung, was drauf gehört und was nicht?

Ich habe allerdings auch wenig Überblick über das System, die Werkzeuge sind mir noch fremd. Aber ich habe den Package-Manager befragt, weder lpr noch lprng sind installiert. Ich habe jetzt mal alles auf Update gestellt. Mal sehen.

Muss ich für sarge alles deinstallieren? Und wird das auf meinem 600-MHz-Lappy nicht auch langsamer laufen, oder gelten die Regeln für M$ hier nicht?

Lieben Gruß,
Wind
 
RE: sarge

Original von Windreaper
Na so veraltet ist es hoffentlich nicht, denn ich habe die Version bf2.4 installiert.
Das hat nichts zu sagen, bf2.4 heißt lediglich bootfloppies-2.4, also dass zur Installation bereits ein 2.4er-Kernel benutzt wird. Mittlerweile ist Linux 2.6 dabei, sich zu etablieren (allerdings noch nicht bei mir - hat seine Gründe). Der Rest vom System ist aber ohnehin gewissermaßen unabhängig vom verwendeten Kernel.
woody ist definitiv veraltet, ich würde es nur für Server empfehlen, wo man Wert legt auf höchste Stabilität. Aber das ist ja auch etwas OT ...

Ich habe allerdings auch wenig Überblick über das System, die Werkzeuge sind mir noch fremd. Kann man denn irgendwie herausbekommen, was alles installiert ist, ich meine, ohne jedes einzelne Programm auf Verdacht aufrufen zu müssen? Gibt es bei Linux so was wie das Software-Applet bei WIndows?
Der Paketmanager ist Sache der speziellen Distribution. Allerdings wenn du es grafisch willst, kpackage kann mittlerweile AFAIK auch .deb (früher ging nur .rpm). Ansonsten auf debian dpkg -l oder dpkg --get-selections für eine Liste der installierten Pakete.

Wie kann ich eigentlich Software deinstallieren? Geht das auch mit apt?
apt-get remove.
man apt-get hilft weiter :)

Greets, Ziri
 
RE: sarge

Original von Windreaper
Gibt es vielleicht ein Tool oder eine anfängerfreundliche Anleitung, was drauf gehört und was nicht?
Es ist woh schwer zu definieren, was auf einen Rechner "gehört" ;)

Muss ich für sarge alles deinstallieren?
Natürlich nicht. Einfach die Konfiguration von APT anpassen. Wenn du da noch keine Ahnung hast, kannst du ja erst mal meine Config nehmen:
http://palmen.homeip.net/~fmp/stuff/sources.list
http://palmen.homeip.net/~fmp/stuff/apt.conf
Beides gehört in /etc/apt. In apt.conf steht, welche Release installiert werden soll sofern man es bei apt-get nicht mit -t anders angibt. sarge ist zur Zeit testing. Da ich immer die aktuelle testing will habe ich da eben nicht sarge sondern testing hingeschrieben. in der sources.list stehen die Adressen, von denen die Pakete geholt werden sollen. Die beiden "proposed-updates"-Abschnitte, "java" und "debian mentors" kannst du weglassen, sie gehören nicht offiziell dazu.

Wenn du das hast, einfach
apt-get update
und dann
apt-get dist-upgrade
um dein System auf "sarge" zu aktualisieren ;)

Und wird das auf meinem 600-MHz-Lappy nicht auch langsamer laufen, oder gelten die Regeln für M$ hier nicht?
Das hängt sehr stark davon ab, welche Software du benutzt. Ich tippe auf gleich schnell bis schneller. Auf dem PII-450 meiner Mutter habe ich sarge mit gnome-2.4 installiert, der läuft brauchbar :)

Greets, Ziri
 
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