NAPSTER - Einkaufen mit Prepaid-Card

Der Online-Musikdienst Napster will ab Mitte November in den USA erstmals so genannte Prepaid Cards für das Herunterladen von Musik verkaufen. Die Karte soll knapp 13 Euro kosten und den Kauf von 15 Musikstücken im Voraus ermöglichen.

will am kommenden Mittwoch zunächst in den USA und später auch in anderen Ländern eine neue Plattform für den kommerziellen Musikvertrieb im Internet starten. Der Dienst hatte vor einigen Jahren als kostenlose Tauschbörse für Musikdateien angefangen. Die Musikindustrie machte Napster für starke Umsatzeinbrüche beim CD-Verkauf verantwortlich und zwang den Dienst schließlich per Gericht zur Einstellung.

Der Mutterkonzern Roxio will das Unternehmen, das vor einem Jahr Insolvenz anmeldete, nun als kommerziellen Dienst etablieren. Allen PC-Nutzer können einzelne Musikstücke für 99 US-Cent und ganze Alben für 9,95 Dollar kaufen. Das Unternehmen tritt damit in Konkurrenz zu anderen Online-Musikdiensten wie etwa iTunes von Apple. Mit dem neuen Bezahlmodell wendet sich Napster vor allem an Jugendliche, die ohne Kreditkarte Musik im Internet kaufen können.

[Quelle]
 
Keine schlechte Idee, wie ich finde, ABER:

Zunächst fällt mir der Preisunterschied herkömmliche CD - Download nach dem neuen Modell auf: 6 ? / 1 $. Dass ein Rohling und die netten Covers 5 ?/$ pro CD ausmachten, soll mir keiner weismachen wollen, also sehe ich mich in meiner Meinung bestärkt, dass vor allem völlig überhöhte Preis die meisten Leute zum illegalen Download treiben / trieben.
Dennoch bezweifle ich stark, dass sich daran nun etwas ändern wird. "Warum sollte man 1 $ bezahlen, wenn man sich die Musik illegal weiterhin kostenlos runterladen kann?" könnte argumentiert werden.
Zudem sehe ich in dem Bezahlsystem eine Gefahr für den Datenschutz: Nämlich dann, wenn diese Prepaid-Karten nicht anonym sondern mit der Registrierung des Benutzers verbunden sind (würde mich mal interessieren).
Die Information, welche Musik eine bestimmte Person kauft (und somit vermutlich auch hört), würde sich für Behörden wunderbar zur Verfeinerung ihrer Raster eignen: Am Ende kommt jemand auf die Idee, dass alle Leute, die arabische Musik hören, auf eine Potentielle-Terroristen-Liste kommen. Das fände ich nicht gerade unterstützenswert.
 
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