Neue Rechtschreibung - sinnvoll oder nicht?

Wie schreibt ihr?

  • Nach den neuen Regeln

    Abstimmungen: 0 0,0%
  • Nach den alten Regeln

    Abstimmungen: 0 0,0%
  • Eine Mischung aus beidem

    Abstimmungen: 0 0,0%
  • So, wie es mir gerade in den Sinn kommt

    Abstimmungen: 0 0,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    0
Ein Thema, das schon seit Jahren in nicht enden wollenden Variationen durch die Medien geistert, ist ja die deutsche Rechtschreibereform, die nach zig Jahren noch immer ständig "verbessert" und geändert werden muss und für die meisten Menschen mehr als nur unklar ist.

Da mich das Thema selber interessiert und ich mich beruflich einmal in dieser Sparte betätigen möchte würde ich dazu gerne einmal diese Umfrage starten, um hier mehr Meinungen zu bekommen.

Mir persönlich kommen die meisten der Änderungen im besten Falle ein wenig seltsam vor. Gut, einige der einfachen Dinge wie daß --> dass und Korrekturen dieser Art sind nicht das Problem, aber schon bei der Getrennt- und Zusammenschreibung geht wieder das Wirrwarr los, wie man welches Wort jetzt schreibt, weil es ja keinen einheitlichen Standard gibt und für etliche Wortkombinationen Ausnahmen existieren, die sich von der Regel abheben.

Auch rein äußerlich kann ich die neue Rechtschreibung größtenteils nicht sehen. Vielleicht bin ich ja noch zu sehr von den alten Regeln geprägt, aber wenn ich mir mal ein Buch zur Hand nehme, das nach der neuen Rechtschreibereform geschrieben wurde, dann springt mir diese Schreibweise in den meisten Fällen geradezu ins Auge und ich frage mich immer wieder, ob so etwas wirklich sein muss.

Ich persönlich bin dazu übergegangen, zwar nach den neuen Regeln zu schreiben, wo immer es zulässig ist oder wo mehrere Varianten erlaubt sind aber noch die alte Schreibweise zu benutzen, weil es für mich persönlich einfach schöner aussieht.
Bei anderen Menschen habe ich immer häufiger den Eindruck, dass sie darauf überhaupt keine Rücksicht mehr nehmen und einfach schreiben wie sie wollen, ohne auf jegliche Regeln Rücksicht zu nehmen, weil im Endeffekt ja sowieso so gut wie niemand mehr durchblickt.

Das geht ja schon sogar so weit, dass die neue Auflage des Dudens (die 24., um genau zu sein) um Tipps zur richtigen Schreibweise ergänzt wurde, die teilweise sogar den offiziellen Regeln widersprechen und dass deshalb empfohlen wird, noch auf die 23. Auflage zurückzugreifen.

Warum die Reform jetzt überhaupt eingeführt wurde, vermag ich nicht zu beurteilen, aber so wie ich das sehe würde sie wohl von allen Beteiligten am liebsten wieder zurückgenommen werden, wenn nicht schon unzählige Schüler mit den neuen Regeln konfrontiert wurden und überhaupt nichts anderes mehr können. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Die Korrektur der Korrektur von der Korrektur bringt es nach etlichen neuen Versuchen auch nicht wirklich.


Wie ist eure Meinung dazu?
 
Mich persönlich nervt dieses Hin-und-her. all die ständigen Restandardisierungen... nichts, was länger währt und woran man sich festhalten kann. kaum schreibt man schriftkonform, tut man schon wieder etwas falsches. da schreibe ich doch lieber, wie ich will... (;

post scriptum: dieses hässliche Zeichen unter dem '?' konnte ich noch nie leiden... ;p
 
Mal ehrlich, was man von der Rechtschreibreform mitbekommt, ist eigentlich nur die ß -> ss Regelung, th -> t und ph -> f sowie ein paar Dinge zur Getrennt- und Zusammenschreibung. Die übrigen Dinge betreffen Kommasetzung (die die meisten Menschen sowieso nach Gefühl machen und die nun eher richtig als falsch wird *g) und eine Handvoll weiterer Worte wie "belämmert" oder "Albtraum", die man kaum mal verwendet *g

Insofern weiß ich nicht so recht, was man daran aussetzen soll. Der Punkt Getrenntschreibung ist ein wenig verwirrend, da gab und gibt es durchaus Verbesserungsbedarf (weswegen das ganze ja auch nochmal überarbeitet wurde). Aber bei diesem Punkt gab es auch vorher schon Unstimmigkeiten, sonst hätte man ihn nicht mit auf die Agenda der Reform genommen.

Wer vorher Legastheniker war, wird nun nicht plötzlich der wandelnde Duden sein. Aber insbesondere die ß -> ss Regelung finde ich sehr begrüßenswert (und es stößt mir mittlerweile auch unangenehm auf, wenn einer müssen mit ß dekliniert).


Ansonsten kann ich mich Alexias anschließen. Hätten alle Länder konsequent die Reform umgesetzt und wären nicht diverse Medien ausgeschert, dann gäbe es um so manche Regel weniger Diskussion. Das Problem wurde durch die Debatte nicht erkannt, sondern erst erzeugt.
 
Ich selbst schreibe in einer Mischung aus alter und neuer Rechtschreibung. (Wobei das auch so ist, wie ICH meine, dass es logisch klingt/ist :D ).

Einige Regeln wie die "ph => f" oder die "th => t" -Regeln beachte ich nicht, was aber bisher noch keinen Lehrer gestört hat.
Selbige wissen ja selber nicht genau, wie was jetzt eigentlich geschrieben wird...

Ich denke, dass einfach zu viel Rummel um diese Schreibgeschichte gemacht wird.
So lange man sich noch versteht, und die Sprache nicht zu arg zurückgebildet
wird (siehe: "Ich geh' Bahnhof" oder einfach nur "Döner?"), ist es mir im Prinzip relativ egal, wie jemand schreibt. :)


gruß

delphin
 
Ich findse generell wesentlich Logischer und übersichtlicher (bin auch mit der neuen Rechtschreibung seit der ersten Klasse "erzogen" wurden).

Einige Sachen sind aber auch ziemlich unlogisch z.B.
Delphin (alt) -> Delfin (neu)
Phiolosoph (alt) -> Filosof (nicht möglich)
auch andere griechische Wörter MUSS man mit ph schreiben , bei einigen darf man beides und bei manchen glaube ich darf man sogar nur mit f schreiben.

Aber generell finde ich es gut , dass unsere Sprache sich mit entwickelt.
Klar gibt es auch Probleme, die meistens ein unterschiedliches Bildungsniveau kristallisiern. (wow was ein Satz wusst ich garnit , dass ich sowas sagen kann :D)
Vgl. Pizza (Sing.) -> Pizzen (alter Plural jetzt auch Pizzas möglich)
das selbe auch bei Atlas
Atlas (Sing.) -> Atlanten (alter Plural jetzt auch Atlasse möglich)
Was für mich auch nach einer Art verfall der deutschen Sprache spricht.
Vielleicht liegt es aber auch an dem Verfall der Gesellschaft.
Sprache entwickelt sich in Deutschland mit der Zeit und wenn die Geselschaft in "niedere" Sprech- und Schreibweisen "verfällt" wirkt sich dies auch auf die Algemeinsprache aus.

In England z.B. gibt es keine Sprachreformen o.Ä. mehr.

Ich kann nur sagen , dass Sprachentwicklung ziemlich wichtig ist , auch für die Zukunft um evt. Unterschiede in der Gesellschaft zu erkennen.
Auch wenn es schwierig ist wie bei diesen Reformen die im Moment anstehen.

Mit freundlichen Grüßen

0wnZ

PS: Weis eigentlich einer eine andere Formelle "Endung" eines Briefes oder einer E-Mail außer Mit freundlichen Grüßen ?
 
Ehrlich gesagt ist es mir relativ egal was die da reformieren. Ich schreibe so oder so wie ich es für richtig und verständlich halte. Meistens kann ich da auf mein Sprachgefühl vertrauen, und wenn ich mir nicht sicher bin: entweder im Duden nachsehen oder die Google-Methode versuchen und einfach mal gucken ob er mich berichtigt.
Wass ich aber auch lustig bei Google finde ist, dass wenn man "Photo" eingibt auch nach "Foto" gesucht wird. Oder wenn man "Fussball" eingibt auch nach "Fußball" gesucht wird.
 
Ich mag weiterhin Pizzen, esse meine Delphine (oder war's andersrum? o.o), lese in Atlanten und lerne von Philosophen. versuchen die Deutschen durch das 'Ph' nicht das Sprachgut anderer Kulturen/Länder zu wahren...? lustig, dass in all den anderen Ländern Philosophen mit zwei f geschrieben werden...

OwnZ, sei kreativ! (:

Mit schraurig finsteren Grüssen,
Alexias (;
 
Ich würde ja gerne was wählen, aber was ist alt und was ist neu? Seit heute ist ja wieder eine neue Rechtschreibung in Kraft getreten. Autofahren wieder zusammen, nach der alten neuen Rechtschreibung war es getrennt. Soweit ich weiß ist die ck-Trennung auf k <umbruch> -k wieder zulässig.. Was ist überhaupt noch alt oder neu oder aktuell. Mir ist es latte, ich schreibe so wie ichs in der 2. Klasse gelernt habe. Als die ankamen und mir in der 3. Klasse erklärt haben, dass es jetzt eine neue Rechtschreibung gibt, habe ich sie nie gänzlich übernommen. Bei so Leuten, wie meinem Kunstlehrer ( :D) kam diese Einstellung und das Können der alten Rechtschreibung sogar ganz gut an. Ich werde auch weiterhin bei der alten bleiben, bis auf einige Kleinigkeiten (scharfes ß usw.).
 
scharfes ß was is das denn o:
Naya das mit dem Sprachgut kann so wohl nicht stimmen wennse delphin mit f erlauben.
Lösung-> Wir ziehen alle in de schwitz un da könn wa alle so schraibn wie wa wolln ,oda?!
Also ich halt mich bei der rechtschreibung nur an eins (MICH) und meine Logik (hat am anfang nich so hingehauen , nach dem ich meine logik was angepasst hab gehtz supi :D )

@Alexias: Würdest du unter deine Bewerbung nen

Mit schockig schleimigen Grüßen schreiben?!
Wohl eher nicht. Mir fällt das nur so ein , weil wir "zum Spaß" eine Bewerbung schreiben sollten und ich (natürlich ;)) etwas kreativ sein wollte und hab' da drüber ma nachgedacht.
Eine wirklich seriöse und passende Endung hab ich nicht gefunden :/

GreetZ
0wnZ
 
So, wie ichs grad für richtig halte. Klappt bis jetzt sehr gut, hatte in der letzten Deutscharbeit glaub ich zwei Rechtschreibfehler (bei zig Seiten Text).

PS: Weis eigentlich einer eine andere Formelle "Endung" eines Briefes oder einer E-Mail außer Mit freundlichen Grüßen ?
Hochachtungsvoll
In der Hoffung... (Sie bald zu sprechen)
 
Also ich wurde zwar auch wie OwnZ von der ersten Klasse an mit der Neuen Rechtschreibung "erzogen", aber da meine Eltern etc die Alte schreiben (jetzt auch nciht mehr aber damals) hab ich mir sone Mischung angewöhnt...Ich schriebe einfach alles so wie ich denke das es stimmt ( und fahr damit eig auch ganz gut, da die lehrer oft selber nicht ganu wissen was richtig ist bzw das teilweise sogar ignorieren)
 
0wnZ, vielleicht gilt es ja lediglich achtungsvoll gegenüber bestimmten Ländern... keine Ahnung (:

ich schreibe zum Ende langer Nachrichten meist Grüsse ; mit Grüssen oder ab und an mit lieben Grüssen (:
 
Also als die neue Rechtschreibreform rauskam war ich eher froh drüber weil ich eigentlich alles logisch finde und besser. Wie anscheinend so viele hier, mag ich das ß überhaupt nicht, liegt wohl dran, da mann den kleinen finger so weit nach oben verrenken muss (kleiner scherz).
dass die "trenne nie st denn das tut weh" endlich weg ist, ist super denn das fand ich scho immer dumm, etwas zu schreiben, obwohl man es eigentlich anders ausgesprochen hat. z.b. akustik. aku - stik hört sich doch scheiße an und sieht dementsprechend auch aus (klatscht mal zu den silben wie in der grundschule ^^).
a - kus - tik ist doch schon viel logischer, oder?
aber btw, wer trennt schon irgendwelche wörter? lieber ne viertel zeile platz als so ein hässliches trennzeichen. vor allem in magazinen in denen dann der nächste teil auf der nächsten seite ist...
alles in allem bin ich zu 100% dafür und die bildzeitung sollte sich auch mal daran halten denn wenn ich die eine oder andere überschrift seh könnt ich kotzen.

ps: groß/kleinschreibung sollte abgeschafft werden denn da muss man auch immer den kleinen finger bewegen *SCNR*. naja. und lesbar isses auch noch, oder?
 
Schade, dass sich hier niemand von denen zu Wort meldet, die noch nach der alten Rechtschreibung schreiben. Vor allem da würden mich die Gründe interessieren: Einfach nur damit aufgewachsen, ein subjektives Empfinden, dass die neuen Varienten oftmals seltsam aussehen oder auch offener Protest gegen die Reform.

An alle anderen: Danke fürs Abstimmen, ich hatte es mir schon fast gedacht, dass das Ergebnis in diese Richtung gehen würde. Soll natürlich niemanden daran hindern, weiter seine Meinung zu schreiben =)
 
Ich hab' gestern mal mit meinen Eltern darüber gesprochen , die weitgehend die alte Rechtschreibung benutzten , weil sie es so gelernt haben.
Sie meinten , dass die neue Rechtschreibung deswegen nicht gut ist , weil es für sie keine klare Erleichterung bringt eher nur verwirrung , denn sie haben die alte Rechtschreibung seit 30Jahren benutzt und sind immer mit klar gekommen und jetzt kommt sowas an.
Eine klare Erleichterung wäre für die , wenn zum Beispiel ab fortan alles bis auf Eigenamen und am Satzbeginn klein geschrieben wird.
Das wäre doch mal eine klare Erleichterung.(Die Grammatik kann ja vorerst so weiter benutzt werden wie sie bekannt ist und nacher angepasst werden.)
 
Sie meinten , dass die neue Rechtschreibung deswegen nicht gut ist , weil es für sie keine klare Erleichterung bringt eher nur verwirrung , denn sie haben die alte Rechtschreibung seit 30Jahren benutzt und sind immer mit klar gekommen und jetzt kommt sowas an.
Ich denke so geht es den meisten Menschen älteren Baujahrs. Irgendwie muss ich dem auch ein wenig zustimmen. Ich sehe nicht, wo die neue Rechtschreibung eine klare Erleichterung bringt, und durch die vielen Ausnahmen und Sonderregelungen wird das Ganze noch zusätzlich erschwert. Die Menschen sind doch so viele Jahre mit der alten Schreibweise ausgekommen, ich sehe einfach keinen vernünftigen Grund, warum das verändert werden sollte.

Sicher, Deutsch ist eine sehr schwere Sprache, aber erleichtert wurde mit der Reform auch nichts und man hat weitestgehend nur für Unklarheit gesorgt.
 
ehrlich gesagt bei der "ersten" neuen rechtschreibung war ich noch in der schule d.h. ich habe die alte 10jahre lang gelernt und kurz vorm ende der 10klasse hies es neue rechtschreibung blabla (war glaube im letzten schuljahr wo man noch nach alter schreiben durfte) - da kanne ich noch den unterschied zwischen neu und alt - doch mitlerweile ist man einfach nur verwirrt - wenn man sich damit nicht dauerhaft beschäftigt verliert man den überblick... und so schreibe ich einfach wie es mir in den sinn kommt (nathürlich bei offiziellen sachen schreibe ich dann nicht einfach so drauf los ;) )
 
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