Open Source in der Öffentlichen Verwaltung: Der Norden prescht vor - und macht vllt. wirklich etwas, wovon die ganze Republik lernen könnte

dhubs

Stammuser
Der Norden prescht vor - und macht vllt. wirklich etwas wovon die ganze Republik lernen könnte - er baut nachgerade einen Leuchtturm 🎯 🌼 - in Sachen Datensouveränität, Neuorientierung und Nachhaltigkeit. Klar doch: Das Unbehagen, sich ganz auf Microsoft verlassen zu sollen, zieht momentan Kreise: Kaum eine Woche vergeht ohne neue Initiativen, Ansätze oder Projektmeldungen. Die Debatte um "Digitale Souveränität", Unabhängigkeit, Transparenz, Open Source und nicht zuletzt Lizenzkosten ist in vollem Gange. Ein Blick auf ganz neue Entwicklungen - in Schleswig Holstein: Was passiert dort gerade - was wird geplant und umgesetzt.



Liebe community, 😊

vor Tagen hat es ein Artikel auf Heise.de bekannt gemacht: Zit: "Nachfolger von Windows: Staatskanzlei Kiel stellt auf Linux um: Schleswig-Holstein treibt den Wechsel von Microsoft auf Open Source voran. Nach E-Mail und Office läuft die Kieler Staatskanzlei nun weitgehend unter Linux. https://www.heise.de/news/Nachfolge...anzlei-Kiel-stellt-auf-Linux-um-11460729.html

und weiters :
Schleswig-Holstein geht bei der Migration der öffentlichen Verwaltung auf quelloffene Software den nächsten, symbolisch wichtigen Schritt. Die Kieler Staatskanzlei hat nach eigenen Angaben den Wechsel des Betriebssystems von Microsoft Windows auf Linux weitgehend abgeschlossen. Über 200 Beschäftigte arbeiten demnach dort mittlerweile mit dem freien Betriebssystem. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter (CDU) gab die Umstellung am Samstag im Rahmen der 24. Kieler Open Source und Linux Tage bekannt. Dabei unterstrich er das Ziel der Landesregierung, die digitale Souveränität des Bundeslandes konsequent auszubauen.


die Reddit-Community diskutiert das auch schon seit Monaten - Goodbye Microsoft: Schleswig-Holstein relies on open source and saves millions


mit fast 2000 upvotes und knapp 200 comments:


passend dazu: Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen

Mit Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen bzw. Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung verfolgen die Einrichtungen, die auf Open-Source-Software setzen, ganz unterschiedliche Ziele, die von einem Bemühen um Kostenreduktion bis hin zur Durchsetzung eigener Datensouveränität reichen können.[1]

Open-Source-Software (kurz: OSS) und Freie Software, häufig mit Linux als Kernbestandteil, wird als Alternative für proprietäre Software auf Computern in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. Innerhalb Deutschlands größere Medienpräsenz zu dieser Entwicklung erzielte die Großstadt München, die seit 2003 wesentliche Bereiche ihrer EDV auf freie Software umrüstete, nach einem Stadtratsbeschluss 2017 dieses Vorhaben jedoch wieder aufgab (siehe LiMux). Das Land Schleswig-Holstein gab 2025 bekannt, seine gesamte Bürosoftware bis zum Herbst auf Open-Source-Produkte umstellen zu wollen. Auch kleinere Kommunen (wie Schwäbisch Hall) oder Behörden wie Gerichte oder die US-Armee stellten größere Teile ihrer IT-Infrastruktur auf OSS um. Laut einer Umfrage der Universität Maastricht von 2005 arbeiteten 49 % aller öffentlichen Verwaltungen in Europa mit freier Software. Allerdings meist in kleinerem Umfang und teilweise, ohne sich darüber im Klaren zu sein.

Gründe für den Umstieg
Die Gründe, die die öffentlichen Einrichtungen selbst für eine Migration zu OSS nennen, können vielfältiger Natur sein: Meist müssen alte, bestehende Anwendungen und Betriebssysteme abgelöst werden. Die Motive, warum freie Software ausgewählt wird, lassen sich auf die folgenden – in jedem Einzelfall unterschiedlich zu gewichtende – Punkte zusammenfassen:

Unabhängigkeit von einem Hersteller
Kosteneinsparungen
Maximale Flexibilität
Hardwareplattform-Unabhängigkeit
Sicherheit (vgl. den Wikipediaartikel)



Ein Videoclip - passend zum Thema: Digitale Souveränität: Der Norden macht vor, woran der Bund scheitert


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Euch allen noch einen schönen Tag. 😊
 
Zuletzt bearbeitet:
Unabhängigkeit von einem Hersteller
Kosteneinsparungen
Maximale Flexibilität
Hardwareplattform-Unabhängigkeit
Sicherheit (vgl. den Wikipediaartikel)
Unabhängigkeit von einem Hersteller
Nein, solange man nicht die Programme selbst entwickelt ist man weiterhin abhängig davon, dass die genutzten Programme weiterentwickelt werden. Word kann übrigens auch ODF und PDF man muss nicht in DOC speichern. ;)
Kosteneinsparungen
Dies wird die Zukunft zeigen, falls man die digitale Unabhängigkeit wirklich angehen will, bzw. wie man die Kosten für den Bau und Betrieb der digitalen Infrastruktur im Haushalt verrechnet. Ich bin mir sicher man wird eine kreative Lösung finden. Serverfarmen könnte man als Autobahnraststätten für die Datenautobahn deklarieren :)
Maximale Flexibilität
? Den Punkt verstehe ich nicht.
Kein Adobe Photoshop mehr, keine Programme welche proprietäre Treiber benötigen (Z.B. daVinci) und keine Hardware welche eben nur mit solchen Treibern zuverlässig arbeitet. Oder gilt Herstellerunabhängigkeit schon nicht mehr.
Womit sich
Hardwareplattform-Unabhängigkeit
erledigt hat
Sicherheit (vgl. den Wikipediaartikel)
Sorry, aber der Absatz hat schon Propagandacharakter.
Auch bei Linux sitzt das größte Sicherheitsrisiko 60 cm vom Bildschirm entfernt und je mehr dieser Sicherheitsrisikos dort sitzen, desto interessanter wird es für sie und die benutzten Anwendungen und Systeme Schadsoftware zu entwickeln.
Hier, in Bezug auf Viren, Würmer und Trojaner, Server- und Desktopsysteme zu vergleichen ist lächerlich.
Die Möglichkeit für Backdoors gibt es auch für Linux (XZ Backdoor) und deren Software und auch dort müssen sie erst mal gefunden werden bevor sie gefixt werden können. Der Fix muss dann übrigens auch noch installiert werden, um das System sicher zu machen.
Nicht umsonst wurden russische Maintainer "ausgeschlossen", bzgl. NSA wäre zu überlegen wie weit man Amerikanischen noch vertraut ;)
Aber dies kann man ja nahezu, gerade auch in der Softwareentwicklung, endlos fortführen (demnächst auch in Sachsen-Anhalt).

Gruß
 
Servus - hallo


danke fürs Schreiben - und für den Austausch.


sagen wir mal zu dem Thema "Abhängigkeit" mal so: Wenn man die Zeitgenossen aus der HighTech-Gruppe ansieht - die Donald Trump im Gruppenfoto gewissermaßen die Treue geschworen hat - dann weiß man was Abhänigkeit heute heißt. Da sagt das Bild - und ich bin sicher dass du das erinnest - (ich brauch das hier nicht reinzustellen) - dann weiß man dass Abhängigkeit bis ins "Ikonische" hinein - heute Ausdruksformen, Wahrscheinlickeiten (und damit Drohpozenziale mit sich bringen kann) hat, die wir vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten haben.

Was ich meine, ist das Bild auf dem bei der Inauguration Trumps - alle dabei waren:

Zuckerberg
Google-Vertreter
Amazon-Chefs
etc. etx.

Ein Debakel für die freie Welt - oder wie würdst du das nennen!?

Schönen Sonntag noch.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin doch auch für den Umstieg.
Mich nervt nur dieses Linux auf die Kiste und OS Software installiert und alles ist super, sicher und kostenlos, genauso wie alle Asylanten raus und noch ein paar "Ausländer" remigrieren und der Haushalt, die Renten- und Krankenkassen sind gerettet und die Wirtschaft boomt.

Was ich meine, ist das Bild auf dem bei der Inauguration Trumps - alle dabei waren:

Zuckerberg
Google-Vertreter
Amazon-Chefs
etc. etx.
Dazu habe ich ja schon damals meinen Kommentar gegeben, nennt sich Return of Investment und der Dumme in dem Spiel ist das Orangengesicht, welcher ihnen die Freiheiten und Finanzen gibt ihre Allmachtsphantasien im Netz und All umzusetzen.
Wenn selbst die Entwickler der KI vor ihr zu warnen beginnen, sie sich jetzt schon kaum kontrollieren lässt und Systeme selbstständig angreift und die Antworten, der selbstlernenden KI, immer mehr zu einem Mischmasch aus Wahrheit, Fakenews und von ihr selbst erfundenen Lügen werden, stellt sich dieser größenwahnsinnige, realitätsverweigernde Narzisst hin und sagt ich regle dies schon. Wie er schon den Ukrainekrieg beendet, den Gazastreifen befriedet und den Iran befreit hat. Und Europa hofft, dass seine Amtszeit endet und tätschelt sein Toupet solange. Ich fürchte allerdings, dass er nicht freiwillig geht oder eventuell, aus der Marga-Bewegung, nichts besseres nachkommt.
Allerdings ist eines sicher sein Nachfolger, egal aus welchem Lager, wird den Patriot Act nicht zurücknehmen, weshalb es nötig wird, dass Europa erwachsen wird, doch die politische Entwicklung scheint eher dahin zu gehen, dass der Wähler lieber in die Fruchtblasen von USA und Russland zurück zukriechen gedenkt. Leider kann ich es ihnen nicht einmal mehr verdenken, da unsere Politiker gar nichts mehr auf die Reihe bringen und schon gar keine nachhaltigen Reformen. Was ich daran nicht verstehe, dass sie sich einen neuen Führer wünschen und wieder ihre eigenen Metzger wählen.
Naja, jetzt wird erst mal alles "neu verhandelt", Werbegeschenke verteilt und Merz ausgetauscht, damit wenigstens die Sau, welche durchs Dorf getrieben wird, einen neuen Namen hat.

Real live sucks

Gruß
 
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