Polizei als Hacker

Ihr habt es sicherlich schon gehört. Die erste gesetzliche Erlaubnis für Online-Durchsuchungen mittels Hacker und Trojaner schafft derzeit Nordrhein-Westfalen. Diese Maßnahme ist nicht von Gericht genehmigt worden, sondern von einer im Landtag gewählten Kommission. Dann ist nur die Frage, wann die Bundesregierung nachzieht.
Die frage ist ob die Antivirenhersteller den Erlaubnis bekommen die trojansignatur in ihre Datenbank aufzunehmen? Oder nicht.
Was halltet ihr von diese Maasnahme des Staates?
Wie kann man sich davor schützen? Sollen wir nicht Protestieren?

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Original von bitmuncher
Vom Staat ausspioniert?

Müssen ja nicht zig Threads zum gleichen Thema gleichzeitig laufen.

Eine Meinungsumfrage.

Nun muss dir wohl klar sein dass das kein Schutz ist sondern um Oma und Opa das Gefühl der Sicherheit zu geben. ich finde dieses Thema ist brisant und alle sollten eine Meinung haben, wenn du keine hast ist ja gut aber deswegen macht die Politik was sie will.
mfg
 
Es geht nicht darum, dass ich keine Meinung dazu habe, sondern darum, dass hier gerade mehrfach das gleiche Thema besprochen wird und ich denke, dass es sinnvoll wäre, wenn diese zusammengeführt würden, denn min. 2 davon gibt es schon (bzw. jetzt 3 mit diesem hier).

Im übrigen ist es ganz allein mir überlassen, zu welchen Themen ich meine Meinung äussere und zu welchen nicht. Mir deswegen zu unterstellen, dass ich keine hätte, ist einfach unverschämt. Ich unterstelle dir auch nicht, dass du keine Meinung zu den neuen Richtlinien für chemische Publikationen in Europa hast, nur weil du sie noch nirgendwo geäussert hast. Davon abgesehen habe ich genau zu diesem Thema meine Meinung schon geäussert: Wo wir grad bei Überwachung sind
Und wieviele Threads soll es jetzt deiner Meinung nach noch zu diesem Thema geben?
 
Nun hast du so viele Wörter geschrieben. eine Möglichkeit wäre zb eine einfache link zu den vakanten Threads zu setzen falls dich stört das sie im Forum verteilt sind oder einfacher ist nichts schreiben. zu deine meinung muss ich sagen dass das Gefühl der Sicherheit ist fatal, den die Gesätzetslage ist des heutigen, die frage ist wie wird es im 5 Jahren oder im 10 Jahren wenn dann vielleicht jede Behörde ein Trojaner einsetzt??? kann ja sein das du ein it Spezialist bist und so etwas vielleicht abwehren kannst aber ich bin es nicht und wahrscheinlich Millionen Menschen auch.

Abgesehen davon kann man so viele User erreichen.
 
Was macht es für einen Unterschied, wenn aufgrund der Unwissenheit der User irgendwelche Cracker deren Daten ausschnüffeln und weiter verteilen, oder ob es der Staat macht? Warum regen sich alle darüber auf, dass es gemacht wird, anstatt mal zu fragen, warum sowas überhaupt möglich ist? Diese Fragen sollten sich die User mal stellen. Privatssphäre ist für die meisten eh ein Fremdwort, da sie diese tagtäglich im "lockeren Umgang" mit ihren Daten immer wieder auf's neue offenbaren. Also was soll's? Nicht aufregen, sondern lernen wie man sich schützen kann, sollte wohl eher die Devise sein. In den Strassenverkehr wagen sich auch die wenigsten ohne Führerschein und dort regt sich auch niemand darüber auf, dass dort kontrolliert wird. Warum sollte es im Internet anders sein. Wer "im Datenverkehr ohne Führerschein fährt" (also Internet ohne die notwendigen Kenntnisse nutzt), sollte mal überlegen, ob er nicht vergessen hat was zu lernen, bevor er sich in eine potentiell "gefährliche Umgebung" wie das Internet begibt, so wie man es im Strassenverkehr ja auch tut. Wem seine Privatsspäre mindestens genauso wichtig ist, wie sein eigenes Leben, dem würde ich an's Herz legen diese Vergleiche nicht gleich als abwegig abzutun. Denn was der Strassenverkehr für das eigene Leben ist, ist der Datenverkehr für die Privatsspäre.

Sicherlich kann man nicht gutheissen, wie hier Persönlichkeitsrechte eingeschränkt werden, aber darüber aufregen bringt garnichts. Lernt, wie man den Staat in seine Schranken verweisen kann, damit sich daran wirklich was ändert. Lasst eure PCs von Profis einrichten und vertraut nicht auf das Klicki-Bunti eines Konzerns, mit dem der Staatsapparat Verträge hat. Lernt bewusster wahrzunehmen, wo eure Privatssphäre angegriffen wird um so bewusst solchen Situationen aus dem Weg gehen zu können. Nur dadurch kann man dem Staat zeigen, dass eine Überwachung, wie er sie sich erträumt, nicht möglich ist. Solange aber alle Menschen wie die braven Schäfchen gesellschaftlichen Zwängen hinterher rennen und neue Markenklamotten wichtiger sind als Politik und die eigene Umwelt und solange die Menschen auf die Medien hören anstatt ihren eigenen Verstand mal einzuschalten, solange können die Staatsorgane mit dieser Gesellschaft machen was sie wollen. Sie müssen es halt nur hübsch bunt verpacken (wobei ich die "Wir-wollen-Terroristen-fangen"-Verpackung langsam langweilig finde, wird langsam Zeit für eine neue Verpackung ;) ). Um gegen diesen Überwachungsapparat zu kämpfen, der da gerade aufgebaut wird, bringt noch soviel Gemecker nichts. Wer was dagegen unternehmen will, sollte mithelfen, dass dieser total unbrauchbar wird, indem er sich in dieser Hinsicht weiterbildet und Überwachungsmaßnahmen unterbindet und umgeht wo immer es möglich ist.
 
langsam wärs mal an der zeit, deutschland zu verklagen, oder?
was soll das denn für eine demokratie sein, wo der staat seine bürger ausspioniert (die ja eigentlich herrschen...?)
Ich finde, der staat bewegt sich in eine richtung, wo er allmählich seine daseinsberechtigung verliert. ein staat muss FÜR sein volk arbeiten und nicht dagegen...
 
Da möchte ich Chris_XY is allen Punkten zustimmen...Wo bleiben da Datenschutz und Privatsphäre?! Der Staat sollte sich lieber um Probleme wie Arbeitslosigkeit und dir Konjunktur in Dethscland kümmern, anstatt gegen seine Eigene Verfassung zu verstoßen X(


STOP CONTROL!
 
Der Bundestrojaner is doch nur ein schlechter Scherz ,oder? 8o

Gibt ja viel Satire....aber irgentwie unheimlich ,wenn man nicht weiß,obes nur Fake is...
 
Klar ist diese Seite Satire, will aber darauf hinweisen, dass derzeit wirklich solche Pläne existieren, dass Verfassungsschutz, BND, BKA usw. eine Trojaner-Software einsetzen sollen um verdächtige Personen damit zu überwachen. Ich finde die Idee trotzdem lächerlich. Bisher ging ich davon aus, dass wenigstens der BND fähige Informatiker hat, aber damit haben sie bewiesen, dass sie von Tools wie IDS, Datei-Integritätstools u.ä. noch nie was gehört haben. Die glauben offenbar wirklich daran, dass ihr Trojaner nicht auffindbar sein wird, wenn es nicht in Antiviren-Software gelistet ist.
 
Von Leuten die sich mit der Materie befassen und den wirklichen Kriminellen ist er sicher auffindbar, und gegen diese völlig nutzlos. Aber um den Durchschnitts PC Anwender auszuspionieren ist er denke ich ein geeignetes Mittel.
 
also ich finde das ganze einfach nur lächerlich und dumm. irgendwie arg wies da bei euch in deutschland zugeht ... schön langsam sollte man echt mal euren politikern den arsch ausklopfen dass die wieder mal zur vernunft kommen :D als wollten die uns angst machen. gut gegen malware und dergleichen lässt sich streiten, es gibt ma methoden wie malware seinen code ständig so dermaßen häftig verändert dass dieser nicht mehr erkannt wird. trotzdem weis ich nicht ganz ob ich darüber lachen oder heulen soll :rolleyes:
 
Original von 404
ein Grund mehr endlich auf Linux umzusteigen -_-
Und dann? Dann hast du ein System, mit dem du dich nicht auskennst und von dem du keine Ahnung hast, wie man es sichert. Wer sich einbildet, dass er sicher im Netz ist, nur weil er auf Linux umsteigt, ist einfach naiv. Jedes System ist nur so sicher, wie das Wissen desjenigen es erlaubt, der das System verwaltet. Mit einem dir völlig fremden System wirst du entsprechend noch weniger sicher sein, als mit einem System, das du wenigstens einigermassen kennst. Linux ist auch nicht viel sicherer als Windows, wenn es von Newbies eingerichtet und verwaltet wird.
 
der BND fähige Informatiker hat, aber damit haben sie bewiesen, dass sie von Tools wie IDS, Datei-Integritätstools u.ä. noch nie was gehört haben.
Auch Kriminelle müssen nicht unbedingt etwas davon gehört haben bzw. es einsetzen.
Ok, gegen Online-Verbrecher hilft es wohl weniger.

Aber mal ehrlich - wenn wir hier eine Umfrage starten, wer IDS und Integritätschecks privat einsetzt, wieviele würden wohl die Option "was ist das?" anklicken ;)?
Auch kenne ich zur genüge angehende Informatiker die von sowas noch nie gehört haben werden (mit Grauen entsinne ich mich an einen Streit mit einem Linuxfanat-Windowsbasher (stolz darauf, dass der Sound im Notebook per Konsole eingerichtet werden muss und man 100% Rechnerkontrolle mit Linux hat) - er vertrat die Meinung, dass ein Browser den Port 80 zum surfen nutzt und man diesen Port deshalb immer freigeben sollte :rolleyes: )
Ich kann mir schon vorstellen, dass auch Kriminelle moderne Technik zur Kommunikation nutzen - allerdings nicht unbediengt die Cracks darin sind.
 
@CDW: Da hast du sicherlich recht. Der Durchschnittsuser und selbst viele Informatiker haben wenig Ahnung von Daten- und Systemsicherheit, aber gerade in terroristischen Netzwerken gibts oft auch fähige Informatiker, die dafür sorgen, dass nur verschlüsselt kommuniziert wird, dass die genutzten Plattformen und Rechner entsprechend sicher sind usw. Gerade gegen organisierte Kriminalität wird es daher wohl kaum helfen.
Allerdings meinte ich das auch eher in Richtung der Geheimhaltung des eingesetzten Trojaners. Spätestens, wenn der mal irgendwo einem IDS oder Integritätscheck zum Opfer gefallen ist, wird der bekannt sein, wie jeder andere Trojaner auch und spätestens dann wird es auch effektive Abwehrmaßnahmen geben, wenn auch evtl. nicht in den grossen Antivirus-Programmen, dann halt als zusätzliches Tool.
 
Original von bitmuncher
Was macht es für einen Unterschied, wenn aufgrund der Unwissenheit der User irgendwelche Cracker deren Daten ausschnüffeln und weiter verteilen, oder ob es der Staat macht?
Cracker bewegen sich außerhalb der Gesetzeslage und können dafür auch belangt werden, wenn man sie erwischt. Beim Staat oder bei einem seiner Organe ist das leider nicht so. Daher macht das sehr wohl einen Unterschied ;)

Sicherlich kann man nicht gutheissen, wie hier Persönlichkeitsrechte eingeschränkt werden, aber darüber aufregen bringt garnichts.
Doch, es bringt das Thema überhaupt für viele Menschen erst auf die Tagesordnung. Nicht jeder liest Heise und Golem und nicht jeder bekommt mit, was da wo für Gesetze verabschiedet werden. Wenn es also die Leute nicht gäbe, die darüber heulen, dann gäbe es das Thema gar nicht im öffentlichen Bewusstsein. So mag das Meckern allein zwar nichts an der Sachlage ändern, vielleicht aber dazu motivieren, sich damit auseinanderzusetzen.
 
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