Reden, Themen, Freunde

Hallo zusammen

Ich weis gar nicht so recht wo ich anfangen soll.. ich versuch mal das zu beschreiben was gerade ist.

Ich wohne hier in einer Studenten WG. Bin manchmal an den Studenten Partys. Hier sind Leute, die ich mag. Leute die ich verstehe und die mich verstehen.

Es gibt hier Personen mit denen kann ich mich bei einem Bier über Quantenphysik, Frauen, BWL und Party reden, teils auf echt hohem Niveau und im nächsten Satz abgrundtief flach.

Ursprünglich komme ich aus einem kleinen Dorf, jeder kennt den anderen. Doch ich verliere den Kontakt zu jenene Leuten. Manchmal kommt noch eine ICQ Nachricht, "hey wann bist Du das nächste mal wieder hier?"

Die meisten Kontakte zu den Leuten aus meiner Heimat gibt es nicht mehr, denn mit denen konnte ich mich nur über Frauen und Party unterhalten. Aber nicht mehr, deshalb verliere ich das Interesse an diesen Personen.

Doch jetzt ist es so, dass nicht mal mehr Interesse habe meine besten Freunde von dort zu besuchen, oder anzurufen, die ich vom Kindergartenalter 20 Jahre lang fast täglich gesehen habe.

Die wenigen Telefonate mit der Heimat bestehen aus unwichtigen Fragen für derren Antwort ich mich kaum interessiere.
Dafür werde ich ausgefragt, wie es mir geht und was ich so mache... aber nur Antworten geben ist langweilig, das ist kein interesanntes Gespräch.

Es stimmt mich irgentwie nachdenklich.
Wem geht es ähnlich und wie geht ihr mit der Situation um?
Vielleicht möchte jemand noch ein paar Gedanken hinzufügen.

Hendrik
 
Sehr schönes Thema. Diese Erfahrungen haben sicherlich viele gemacht, die nach Abschluß ihrer Schul-/Lehrzeit wegziehen mussten und sind völlig normal.
Die langjährigen Freundschaften aus Deiner Heimat hatten sich ja schliesslich aus anderen Umständen gebildet als es jetzt der Fall ist. Du suchst Dir Deine Freundschaften jetzt viel Stärker nach gemeinsamen Interessenfeldern aus und nicht danach, wer am nächsten wohnt. Klar das dann im Laufe der Zeit auch alte "Freundschaften" abbrechen.
Dazu kommt, dass Du aus einem Dorf in die Stadt gezogen bist und jetzt plötzlich Leute kennenlernst die irgendwie ganz anders und viel interessanter sind. Geniess es einfach und erweitere Deinen Horizont. Das mache ich inzwischen auch seit über 6 Jahren und mir geht es sehr gut dabei.

Carpe diem!
 
Hey Sunrize.

Du hast mein "Mitgefühl"

Ich bin auch vor über 6 Jahren aus meinem kleinen hessischen Dorf nach Leipzig gezogen. Auch ich verliere den Kontakt zu den Leuten aus meiner Kindheit und Jugend. Es ist, wie schon gesagt wurde, man entwickelt sich und wird reifer.

In meinem Fall ist es so, die Leute aus meinem Dorf kommen nie aus ihrem Dorf raus. Und dementsprechend langweilig ist es für mich, zuzuhören, was dort so passiert. Die wichtigsten Themen sind dort, wer gestorben ist, wer was gesagt hat und so weiter. Das brauch ich nicht, das gibt mir nichts.

Was ich sagen will, mach dir deswegen keinen Kopf, das ist einfach das Leben.
 
meadow, maedmexx, derhesse,

Danke für eure Gedanken, zumindest geht es nicht nur mir so.

Original von derhesse
In meinem Fall ist es so, die Leute aus meinem Dorf kommen nie aus ihrem Dorf raus. Und dementsprechend langweilig ist es für mich, zuzuhören, was dort so passiert. Die wichtigsten Themen sind dort, wer gestorben ist, wer was gesagt hat und so weiter. Das brauch ich nicht, das gibt mir nichts.
Das kann ich so unterschreiben. Früher hatte ich gedacht, das ist wohl überal so. Ich bin froh den Schritt in die Welt gewagt zu haben und freue mich schon darauf weitere Städte, Länder und Kontinente zu erobern ;)

Hendrik
 
also ich wohn zwar noch @ home bei mami :D aber ich denke ich werde auchmal in eine großstadt ziehen sprich essen oder sowas (halt auch in nrw)
unsere stadt ist zwar nunja fast schon ne halbe großstadt aber es nervt immer die selben leute zu sehen, immer die gleichen gebäude immer die gleichen gespräche, achwie toll es doch woanders wäre, aber ich will nicht druüber reden wie es wo anders ist ich mag es erleben ;)

ich denke würde ich wegziehen würde es mir so gehen wie dir, hier gibt es zwar auch nette leute mit denen mann auchmal über tiefere sachen reden kann aber das ist eher ausnahme ;(

mal schauen wie das nach der ausbildung aussieht etc.

@ threadstarter: mach was du gut findest es zwingt dich doch keiner das du mit ihm befreundet bischt...

in diesem sinne hf & gl
 
Original von meadow
ich denke, dass echte freundschaften halten - egal was komme

hier ist das problem was ist ECHTE freundschaft? ich habe mit der zeit gelernt und kategorisiere bei mir im umfeld die personen...
das sieht bei mir in etwa so aus:
kenne ich not gedrungen oder irgendwo her (die meisten), Bekannte (sehr viele), gute bekannte (gutes mittelfeld), freunde (1-Handvoll), Familie(...)

aber auf die handvoll kann ich mich verlassen auch wenn ich davon einige im jahr vl. 2-3 mal sehe wenns hoch kommt aber ständiger kontakt usw. ist hierbei nicht dringend von nöten aber wenn einer hilfe brauch etc. ist der andere für einen da ... (hoffe man versteht was ich meine)
 
jup so war das gemeint. man hat imo selten mehr als eine hand voll echter freunde. und die lassen dich dann nicht hängen, wurscht was passiert. deine kategorisierung ist bei mir ähnlich.
 
Bei meinem Bro ist es so das die Freunde von hier über Australien, Mexiko, England und wasweissichnichtalles leben, aber der engste Freundeskreis kommt jedes Jahr Weihnachten in unsere 80.000 Seelen Stadt um sich übelst unter den Tisch zu saufen. Auch wenn die meisten irgendwelche Anwälte, Doktoren oder Wirtschaftsanalytiker sind....und alle sind um die 30. Also geht das so seit etwa 10 Jahren.
 
ich finde das z.b. auch schön wenn sich alte schon zerbrochende freundschaften und cliquen nach jahren mal wieder treffen vieleicht zum "letzten" treffen etc. um die sache abzuschließen oder sie auszugraben ;)
 
Mir gehts da ähnlich ich bin seit anfnag dieses jahres im Internat in England weil mich das Schulsystem und die Einstellung der meisten Schüler in meiner alten Schule einfach tierisch genervt hat. Ich hatte dort zwar nie allzuviele echte Freunde aber doch ein paar Leute mit denen man halt doch ab und an mal was unternommen hat (Party Kino und so weiter).
Wirklich identifizieren konnte ich mich mit denen auch nie es gibt noch dei 2 wirklich guten Freunde von damals mit denen treffe ich mich auch des öfteren wenn ich denn mal wieder zu Hause bin aber im großen und ganzen muss ich sagen ich kann nicht mit menschen die nur an saufen frauen und party denken ich brauch Leute mit denen man auch mal tiefgehenderer Diskussionen führen kann auch bei einem Bier (oder mehreren).
So ists nun mal früher oder später trennen sich nun mal die Wege für immer traurig aber wahr. Wenn man mal von einem Klassentreffen oder so absieht da sieht man die Menschen dann halt villeicht einmal im Jahr und das wars. Nächstes Jahr geh ich dann auch auf die UNI (in England) und dann wars das wohl für immer mit paar leuten aus meiner kindheit dafür werde ich wohl an der Uni jede Menge neuer interessanter Leute kennen lernen die sich auch für die selben Sachen wie ich interessieren.
So ist nun mal das leben denk einfach an die guten Zeiten die du mit diesen Leuten in deiner vergangenheit hattest und gut ists weil ändern wirst es wohl nicht können.

MFG Ancient.
 
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