Suse Linux 9.3 Pro + Windows XP Pro

Hi,

ich möchte mir neben Windows XP Pro auf meinem Laptop jetzt noch Suse Linux 9.3 Pro installieren. Dazu hätte ich ein einige Fragen, die mir die Boardsuche und Google nicht wirklich beantworten konnten. Bitte nicht hauen, wenn ich das ein oder andere übersehen habe :(

1. Mit wieviel Speicherplatz muss ich für die Installation von o.g. Linux ungefähr rechnen?

2. Partitioniert und erstellt mir Linux bei der Installation das Filesystem? Ich meine damit erstellt mir Linux auch die Swappartition und was man sonst noch so braucht automatisch. Was braucht man überhaupt an Partitionen? Bitte nicht auf den anderen aktuellen Thread verweisen, den hab ich schon gelesen und ihr seid euch ja nicht wirklich einig :D

3. Ist es ratsam bzw sinnvoll oder überhaupt möglich, daß sich Windows und Linux den Datenbereich teilen, dann bräucht ich nicht noch eine Partition? Als Filesystem würd ich dann FAT32 nehmen. NTFS wäre ja wegen Linux nicht so ratsam, oder?

4. Mein Laptop ist ein Centrino. Gibt es damit Probleme bezüglich WLAN und Linux? Ich meine da mal was gelesen zu haben

5. Jetzt kommt eine Linux NOOB-Frage: Um auf einen Linuxrechner übers LAN zugreifen zu können benötigt man doch Samba. Aber wie ist es umgekehrt? Wie kann ich mit Linux auf die Netzwerkfreigaben meines Windows XP "Servers" zugreifen? Die Freigaben sind zwar NTFS, aber Lesezugriff würde mir (wahrscheinlich) reichen.

6. Das Bootmenü wird mir ja automatisch erstellt, und man soll dafür als Bootmanager( oder wie das auch immer heißt) irgendwas was grub (oder so) heißt benutzen. Ist das richtig?

Das solls mal fürs Erste gewesen sein. Weitere Fragen folgen bestimmt. Seid bitte gnädig mit mir ;)

Gruß
odigo
 
Dann wolln wir mal :=)

1. Mit wieviel Speicherplatz muss ich für die Installation von o.g. Linux ungefähr rechnen?
Das kommt immer darauf an, was du damit vorhast, aber für ein Desktop-System würde ich mindestens 5 Gb veranschlagen, besser wäre aber noch ein wenig mehr damit du nicht am Ende merkst dass deine Partition zu knapp wird und du somit zu einem umständlichen Neupartitionieren gezwungen bist.
2. Partitioniert und erstellt mir Linux bei der Installation das Filesystem? Ich meine damit erstellt mir Linux auch die Swappartition und was man sonst noch so braucht automatisch. Was braucht man überhaupt an Partitionen? Bitte nicht auf den anderen aktuellen Thread verweisen, den hab ich schon gelesen und ihr seid euch ja nicht wirklich einig :D
Bei den Distributionen sind natürlich schon Werkzeuge dabei, die das Partitionieren und Erstellen des FS übernehmen. Normalerweise reichen schon zwei Partitionen aus (nämlich / und /swap), ist aber ganz ratsam wenn du /home auch noch eine eigene Partition gönnst wenn du mal etwas zerschießen solltest. Zur Not kannst du auch auf die Swap-Partition verzichten, würde ich dir aber nicht empfehlen da das nur auf PCs mit sehr viel Ram ratsam ist.
3. Ist es ratsam bzw sinnvoll oder überhaupt möglich, daß sich Windows und Linux den Datenbereich teilen, dann bräucht ich nicht noch eine Partition? Als Filesystem würd ich dann FAT32 nehmen. NTFS wäre ja wegen Linux nicht so ratsam, oder?
Meiner Meinung nach ist so eine Fat32-Partition die optimale Lösung, wenn du für Win und Linux einen gemeinsamen Datenbereich erstellen möchtest. Die einzige Einschränkung, auf die ich gestoßen bin ist, dass bei Fat32 die maximale Dateigröße nur 4 Gb betragen darf, was bei der Videobearbeitung inakzeptabel ist. NTFS ist wie du schon sagtest keine gute Idee, weil ein Schreibzugriff darauf nur eingeschränkt funktioniert und du das Risiko eingeht, das ganze Filesystem zu zerschießen.
Eine andere Lösung wäre es aber auch, als Datenpartition eine ext3-Partition zu erstellen, worauf du unter Windows mit Zusatzprogrammen schreiben kannst. Siehe dazu auch hier.
Wenn dich das Filesizelimit nicht stört würde ich aber vorerst bei Fat bleiben.
4. Mein Laptop ist ein Centrino. Gibt es damit Probleme bezüglich WLAN und Linux? Ich meine da mal was gelesen zu haben
Das hängt vom Modell ab. In den meisten Fällen gibt es aber in der Tat Probleme mit WLan, Funktionstasten und PowerManagement-Funktionen. So pauschal kann man das aber nicht sagen, d.h. einfach mal ausprobieren ;)
5. Jetzt kommt eine Linux NOOB-Frage: Um auf einen Linuxrechner übers LAN zugreifen zu können benötigt man doch Samba. Aber wie ist es umgekehrt? Wie kann ich mit Linux auf die Netzwerkfreigaben meines Windows XP "Servers" zugreifen? Die Freigaben sind zwar NTFS, aber Lesezugriff würde mir (wahrscheinlich) reichen.
Das wird auch über das Samba-Paket geregelt, es gibt da einen smb-server um daten bereitzustellen und einen smb-clienten um daten von win-Rechnern zu empfangen. Über das Netzwerk ist es übrigens egal was für ein Filesystem der Server benutzt, d.h. es gibt bei Schreibzugriffen über das Netzwerk auf NTFS-Paritionen eines Servers keine Probleme.
6. Das Bootmenü wird mir ja automatisch erstellt, und man soll dafür als Bootmanager( oder wie das auch immer heißt) irgendwas was grub (oder so) heißt benutzen. Ist das richtig?
Ja, du brauchst normalerweise einen Bootmanager wie Grub oder Lilo. Die werden aber am Ende der Installation automatisch eingerichtet und erkennen hinreichend zuverlässig auch dein Windows, da würde ich mir keine Gedanken drüber machen wenn du nicht grade nach der Installation von Linux Änderungen an den Partitionen vornimmst.


Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen :=)
 
Zu

1.) Das kommt auf deine gewählte Installation an. Von einer bis zu sieben CDs bzw einer DVD kannst du da alles installieren. Minimales System ohne KDE, bis hin zu einer Vollinstallation.

2.)Ja. Tut es. Einfach ist es, wenn du freien Platz auf deiner Platte hast, den du dann von Linux in entprechende Partitionen einteilen lassen kannst.
Swap, root, usw.

3.) Nein. NTFS ist fast unmöglich, da keine Schreibzugriffe ohne weiteres möglich sind. Fat32 ist auch Käse. Verwende die von Linux angebotenen File-Systems. Siehe auch 2.

4.) Naja, das ist nicht pauschal zu beantworten. Probleme kann es immer geben. Aber keine, die man nicht in den Griff bekommt. Mir wäre da jetzt nichts bekannt. Auf meinem Centrino läuft alles einwandfrei. Habe aber kein Suse drauf.

5.) Ja, dafür brauchst du ebenfalls Samba.

6.) Ja, grub ist der aktuelle Bootmanager. Wenn du bereits Win auf deíner Platte hast, fügt sich Linux mitsamt Grub da problemos ein. Du kansnt dann beim Start wählen, was für ein OS du verwenden möchtest.

Das wars erstmal

Gruss

root

EDIT: Ups. Da wohl jemand schneller.
Das mit FAT32 ist sicher Ansichtssache. ;)
bm2000 hat da sicher Recht, was das "Sharing" von Daten angeht. Ich persönlich versuche Win und Linux klar zu trennen. Das geht schon, oder gerade deshalb beim File-System los.
 
@ root: Ätsch, schneller ;)

Noch eine kleine Korrektur zu 3:
Bin mir jetzt nicht sicher, wie ich deine Frage verstehen soll. Bei meiner Obrigen Antwort dachte ich, du wolltest wissen wie man am Besten eine Datenpartition erstellt, die sich Linux und Win dann teilen.
Falls du aber wissen wolltest, ob du beide Systeme auf die gleiche Partition installieren kannst würde ich dir aber ebenfalls davon abraten, siehe dazu auch roots Beitrag.
 
Danke Leute für eure schnellen und guten Antworten.

@bm2000 Ich hab natürlich nicht vor Win und Linux auf eine Partition zu machen. Momentan hab ich eine Systempartition mit eben XP und eine Datenpartition, beides noch NTFS. Bei der Datenpartition ist noch einiges an freien Speicherplatz verfügbar, den ich dann für Linux verwenden will, nachdem ich mit Partitionmagic gewütet habe. Achja ,ich hab nicht vor Dateien mit über 4 GB zu erstellen, die Grenze war mir schon bekannt, aber trotzdem danke für den Hinweis.

Jetzt (oder auch erst morgen) werd ich erstmal meine Datenpartition sichern. Man kann ja nie wissen. Und dann kommt Partitionmagic zum Einsatz.
 
Vorsicht mit FAT32 und Windows Ruhezustand.... Windows verändert zwischenzeitlich bearbeitete Dateien zurück, wenn es im Ruhezustand ist.... mir passiert, die Datei war weg .

Windows --> Ruhezustand --> Linux --> Datei erzeugen --> Windows => datei weg --> Linux => Datei gelöscht (Lost&Found)
 
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