SuseLINUX + Win XP

Hi Leute,
habe nun viel über Linux gehört und mich dafür entschieden, das mal aus zu probieren. Möchte Suse Linux und Win XP parallel auf der Festplatte installieren und beim Starten auswählen mit welchem Betriebssystem ich arbeiten möchte. Habe nun nicht soviel Ahnung wie ich dabei vorgehen soll. Also ich habe eine 80GB Festplatte, von denen 38GB auf C, 30GB auf D und der Rest auf E verteilt sind.
Habe gestern was von primärer, erweiterter und logischer Partition gelesen. Welche von diesen ist denn wohl am besten für Linux und wie geht man hier vor?
Hab gestern mal die Linux DVD eingelegt und wollte es installieren. Leider hat es nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Er wollte alle meine Partitionen formatieren.
Habe gestern auch etwas gegoogelt und die Suchfunktion benutzt, aber nicht so wirklich die Antwort gefunden, wie man Schritt für Schritt vorgeht. Also es wäre nett, wenn ihr mir helfen könntet bzw. mir vielleicht einen Link zu einer passenden Seite posten könntet.
Ach ja, hilft mir bei der Installation von Suse vielleicht Partition Magic 7 weiter?

Gruß

Peter
 
als ich Suse installiert hab, hat der alle selebr gemacht.

Sich 22gb von einer der Partitionen geschnappt. Daraus ne passende Linuxparti. gemacht, installiert und all den kram O_o

wieviel platz haste denn so frei auf den partitionen?
 
Also auf C: habe ich 24GB frei und auf D: 14GB

Wollte eigentlich von C: so 11GB und von D: 4GB nehmen. insgesamt für meine Linux also 15 GB.

Wenn ich die DVD einlege und istallieren möchte bekomme ich folgenden Hinweis:

"...Wenn Sie nun fortfahren werden die Partitionen auf ihrer Festplatte formatiert (dabei werden alle auf diesen Partitionen vorhandenen Daten gelöscht) und Daten werden überschrieben...
Falls sie sich unsicher sind,... können sie abbrechen..."



So hab es jetzt geschafft und es funktioniert auch alles.Weiß aber immer noch nicht was ich da eigentlich gemacht habe. Festplattespeicher für Linux bereitgestellt ist soweit klar.Aber warum musste ich denn eigentlich eine "root" und eine swap datei erstellen.Was ist das???
 
Original von Sandmann10
So hab es jetzt geschafft und es funktioniert auch alles.Weiß aber immer noch nicht was ich da eigentlich gemacht habe. Festplattespeicher für Linux bereitgestellt ist soweit klar.Aber warum musste ich denn eigentlich eine "root" und eine swap datei erstellen.Was ist das???

SuSE ist hervorragend dokumentiert. Lies das Handbuch; jemand der kein Handbuch hat, braucht es entweder nicht oder ist ein Idiot. Pick one of them.
 
ein tipp, der bei mir sehr gut geklappt hat:

schnapp dir partition magic 8, richte dir die größe der linux partition selbt ein und formatier den bereich dann gleich
so hat das linux bei mir gleich den richtigen bereich erkannt und es auch dorthin installt ;-)

aba wenn du linux nur ausprobieren willst: versuchs mit knoppix, da hast du auch diese formatierungsprobleme ned! =)
 
@ Crsh Override
Danke für diesen tollen Beitrag.Du hast mir mit dem Handbuch wirklich weitergeholfen.Hätte man vielleicht auch anders formulieren können.

@G-Point

vielen Dank für deine Hilfe.
 
Original von Sandmann10
@ Crsh Override
Danke für diesen tollen Beitrag.Du hast mir mit dem Handbuch wirklich weitergeholfen.Hätte man vielleicht auch anders formulieren können.

Stimmt. Ein RTFM ohne weitere Angaben haette genauso gereicht. Jetzt geh das Handbuch lesen.
 
Also zu der Sache mit den Partitionen und Formatierungen:

1) Eine Festplatte muss zur Beherbergung eines Dateisystems mindestens eine Partition enthalten, die dann unter eben diesem Dateisystem (Format) formatiert
wird.

2) Eine Festplatte kann (normalerweise) maximal 4 primäre Partitionen aufnehmen.
Für weitere Partitionen muss man statt primärer erweiterte Partitionen anlegen,
die ihrerseits "Unterpartitionen" aufnehmen können.
Unter Windows erscheinen diese "Unterpartitionen" als logische Laufwerke,
unter Linux sehen sie wie richtige Partitionen aus.

3) Eine Partition muss - egal ob primär oder erweitert - mit einem Dateisystem formatiert werden.
Windows kennt 2 Dateiformate:
- VFAT (das alte MS-DOS-Format, läuft auch noch unter Win 9.x und ME)
- NTFS (NT, 2000, XP)
Linux kennt sehr viel mehr Formate:
- ext2
- ext3
- reiser
um nur einige zu nennen. Darüber hinaus kann es auch mit VFAT und NTFS umgehen.

4) Linux sollte auf mehreren Partitionen verteilt werden, die alle einzeln formatiert
werden müssen. Zumindest empfiehlt sich:
- /boot (z.B. als ext2), damit hier alle Boot-Informationen abgelegt werden können.
Von hier aus kann beispielsweise auch Windows gebootet werden, falls gewünscht.
Früher gab es auch mal eine Begrenzung, dass das Linux-Bootimage unterhalb der
1024-Zylinder-Grenze auf der Festplatte liegen musste - ich weiß nicht, ob das
heute noch Gültigkeit hat.
Für /boot reicht die Winzigkeit von 12 MB absolut aus.
- / (root) nimmt das alle Dateien des Betriebssystems, Anwendungen und
Benutzerdaten auf. Hierfür bitte fast den gesamten zur Verfügung stehenden
Plattenplatz reservieren.
Als passendes Format bietet sich eines mit Journal-Funktionen an, z.B. reiser.
Der Vorteil ist, dass ein Systemcheck z.B. nach einem versehentlichen Ausschalten
im laufenden Betrieb so schnell geht, dass man es gar nicht merkt.
Man denke nur an Windows 9.x-Zeiten: "fehlerhaftes Herunterfahren, Festplatte
wird auf Fehler ....." - und 5 Minuten lang geht gar nichts.
- swap entspricht dem, was unter Windows die Auslagerungsdatei ist. Da das unter
Linux in einer eigenen Partition lmit eigenem Format liegt, muss das nicht über den
Umweg des Dateisystems angesprochen werden, d.h. Zugriffe laufen sehr, sehr
viel schneller. (Denkanstoß: Hochperformante Datenbanken legt man auch in
eigenen Partitionen ohne Dateisystem ab - nicht so wie Access.....)
Die benötigte Größe richtet sich nach dem, was man so vor hat. Wenn man's vorher
nicht einschätzen kann: so viel, wie an Hauptspeicher zur Verfügung steht.
Beispiel: 512 MB RAM im Rechner --> 512 MB swap. Aber auch nicht weniger!

So, diese neuen Partitionen werden dann natürlich formatiert - irgendwo will man
Dateien ja auch ablegen. Vorhandene Windows-Partitionen sind davon nicht
betroffen, dafür interessiert sich Linux nicht.

Und das Linux seine Partitionen formatieren will, muss man nachsehen. Windows
tut es mit seinen ja auch. Immerhin ist Linux ein richtiges Betriebssystem und keine
Anwendung wie Word, Moorhuhn oder Solitaire. Deshalb wird Linux auch nicht
unter Windows installiert! (Oder in dessen Dateisystem)
 
Original von spock
3) Eine Partition muss - egal ob primär oder erweitert - mit einem Dateisystem formatiert werden.

nein, muss sie nicht....man denke da z.b. an bsd die partition als ein slice gehandhapt wird, welche dann entsprechend nach platzbedarf aufgeteilt werden. denke auch, dass lvm auch sowas in der art macht.
vorteil: kein reboot beim vergroesseren/verkleinern einer solchen 'virtuellen' partition. (partitionstabellen von der fetplatte werden auch vom bios interpretiert und somit kann es zu problemen kommen.)
 
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