Tower: Xigmatek Midgard Black

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  • Preis: 60€
  • Einsatzzweck: Gehäuse für PC-System
  • Zubehör: Montagematerial, Lüftersteuerung, 2x140mm Lüfter

Bild: (C) Mindfactory.de


Technishe Daten:
Formfaktor: Midi Tower
Unterstützte Mainboardgröße: ATX, mATX
5,25" Einbauschächte: 5x (von vorne zugänglich)
3,5" Einbauschächte: 1x (von vorne zugänglich)
Schnittstellen: 2xUSB, 1x Line in, 1x Line out, 1x eSata
Lüfter: 2x140mm Xigmatek, hinten und vorne, mit weißen LEDs, insgesamt 7 installierbar (120mm & 140mm)

Testbericht:
Das Gehäuse wurde in einem stylisch bedruckten Karton geliefert. Verpackt war es nur in zwei Styroporstücken, keine Plastikfolie oder sonstige Verpackungen.
Auf den ersten Blick fällt auf, dass die beiden Seitencover sowie das Backpanel aus schwarzem Blech gefertigt wurden. Das Frontpanel besteht größtenteils aus Plastik, von den gelochten 5,25" Blechplatten abgesehen, und auch die Oberseite ist mit Lochblech ausgestattet.
Die Verarbeitung fällt auf den ersten Blick sehr gut aus, äußerlich keine scharfen Kanten oder Ecken, die Lackierung ist durchweg gleichmäßig.
Erste Probleme entstanden beim Öffnen des Gehäuses. Das Frontpanel ließ sich nur durch äußerten Kraftaufwand öffnen. Zwischendurch hatte ich Angst, es könnte kaputt gehen. Anschließend verbrachte ich fast eine ganze Stunde damit, die beiden Seitenplatten zu öffnen. In der Bedienungsanleitung stand, man solle diese nach hinten ziehen, und auf den Bildern war kaum etwas zu erkennen. Zuerst rührte sich da gar nichts, bis ich bemerkte, dass man die Seitencover wirklich nach hinten ziehen muss und nicht nach oben, wie ich angenommen hatte. Nachdem ich das realisiert hatte, ging es ganz leicht.
Innen erwartete mich dann ein Standardgehäuse, nichts aufregendes oder extravagantes. Montagematerial sowie die Lüftersteuerung fiel mir auch gleich in einem kleinen schwarzen Karton entgegen. Scharfe Kanten, Ecken oder sonstige Verarbeitungsfehler konnte ich bis jetzt nicht entdecken.
Das Netzteil, welches unten am Boden eingebaut werden muss, ließ sich ohne Probleme verschrauben, wenn man dann mal die richtigen Schrauben genommen hatte (ein Blick auf die Bedienungsanleitung ist zu empfehlen, da steht ganz genau welche Schrauben wofür). Die Abstandhalter sind dank der Kennzeichnung leicht einzuschrauben und das Mainboard hat auch genügend Platz und sitzt bombenfest.
Sehr gut fande ich außerdem die Festplattenschächte, 5 an der Zahl, welche sich leicht herausziehen ließen und Abstandshalter aus Gummi besaßen, die die Vibrationen der Festplatten dämpfen sollten.
Ein Problem stellten jedoch die Erweiterungskartenslots dar (PCI, PCIe). Zuerst dachte ich, sie wären viel zu klein, denn die Grafikkarte passte einfach nicht. Dann bemerkte ich, dass man die orangenen Stifte, mit denen die Karten verriegelt wurden, gänzlich herausnehmen konnte. In der Anleitung stand kein Wort davon. Danach war aber auch das Einbauen sämtlicher Karten kein Problem mehr.
Die 5,25" Laufwerksschächte sind ebenfalls in Ordnung. Laufwerke und sontige Geräte sollte man jedoch von vorne einschieben, da man sonst Platzprobleme mit dem schon eingebauten Mainboard bekommt. Am Frontpanel muss man die Eisengittern herausbrechen (Verletzungsgefahr!), was sehr anstrengend sein kann. Mit entsprechendem Werkzeug ist dies jedoch auch relativ einfach.
Wenn dann die Hardware untergebracht und alles schön verkabel ist, kann man den "Power On"-Schalter drücken, welcher sich, neben dem "Reset" und zwei LEDs, oben am Gehäuse befindet. Von der Lautstärke würde ich sagen, dass es doch verhältnismäßig laut ist. Aufgrund des vielen Lochblechs und den Lüftern, welche zwar einen guten Luftdurchsatz liefern jedoch etwas laut sind, entsteht eine Geräuschkulisse, welche dem Silent-PC-Freak den Mund offen stehen ließe. Für den Normalanwender oder High-End-Nutzer geht es jedoch völlig in Ordnung. Der PC steht z.B. gerade neben mir auf dem Schreibtisch und stören tut er mich nicht. Wenn jemand das Bedürfnis hat, die Lüfter manuell steuern zu wollen, so kann er die Xigmatek Lüftersteuerung in einen PCI Slot einbauen. Mit ihr lassen sich stufenlos drei Lüfter gleichzeitig steuern, was sehr nützlich ist. Natürlich darf man kein qualitativ hochwertiges Gerät erwarten, Display und Einzeltseuerung ist nicht vorhanden, aber es tut seine Arbeit.

Fazit
Alles in allem würde ich sagen, dass ich das Gehäuse auf jeden Fall nochmal kaufen würde. Bei dem Preis und bei dieser Qualität ist es sehr gut, auch wenn es dank des vielen Lochblechs lauter als andere ist. Andere Lüfter bzw. Lüftersteuerung schaffen jedoch Abhilfe und so kann es ohne Probleme mit anderen leisen PCs mithalten. Wenn man weiß, wie man alles einbaut, erwarten einen keine großen Schwierigkeiten. Kauftipp.
 
Zuletzt bearbeitet:
#2
Hallo Paragon,

das ist ein super Testbericht. Über den PC-Tower Xigmatek Utgard Window Edition habe ich auch mal einen Testbericht verfasst gehabt :) Falls jemand eine Alternative sucht, ist das Gehäuse eigentlich auch einfach nur zu empfehlen.

Liebe Grüße peAFstar.
 
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