Truecrypt unter Linux langsamer?

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IsNull

Guest
Hallo,

Ich wollte bez. habe eine 200GB Partition mit Truecrypt "verschlüsselt" (nutze sie als Container). Auf diese (korrekt mit TC) gemountete Partition wollte ich nun 100GB grössere Files (so zwischen 500MB -1,5GB ) speichern.

Ich habe den Kopiervorgang über Nacht laufen lassen, und am nächsten Morgen waren erst etwa die hälfte der Files im TC Container! (Das habe ich unter Ubuntu gemacht.)

Ich habe dann das ganze abgebrochen und Wondows gebootet, und TC installiert (alles auf dem gleichen Rechner) und da den Rest kopiert. Da hatte er dann für die verbleibenden 50GB 30min... also ziemlich schneller.

Nun stellt sich natürlich die Frage woran das liegt?

Folgende Fakten habe ich:

- CPU sowie Ram kaum ausgelastet wärend des kopier bez. verschieb Vorganges. Der Flaschenhals muss wo anders liegen.

-Verschoben habe ich von einer 500GB IDE Platte(NTFS) auf ein 200GB Truecrypt Volumen (Fat) wie gesagt so um die 100GB. Dieses TC Volumen/Partition liegt auf "einer" 320GB SATA Platte, welche im RAID1-Verbund läuft.

-Das RAID ist ein Nvidia Onboard Raid. Unter Linux habe ich den dmraid - Treiber dafür verwendet, under Windows die Treiber CD vom Mainboard.

Ist da der Raid-Treiber) schuld?
Ist es sinnvoll TC unter Linux zu verwenden? Da man nur Fat Volumen erstellen kann. (oder "None") Für was ist das denn eigentlich gut?



Hoffe es fehlen keine Infos,
Gruss
IsNull
 
Ich würde auf Probleme mit dem NTFS Treiber tippen.
Das ist allerdings mehr oder weniger mein Bauchgefühl. Das kannst du aber leicht benchmarken.
 
Original von blueflash
Ich würde auf Probleme mit dem NTFS Treiber tippen.
Das ist allerdings mehr oder weniger mein Bauchgefühl. Das kannst du aber leicht benchmarken.

Ich werde jetzt die 500GB Platte sowieso mit ext3 formatieren, da kann ich dann noch ein Probelauf kopieren/verschieben machen. - Vom TC Volumen zur 500GB ext3 und dann wieder zurück. :)
 
Wenn dasalles kappt kannst du Links zu den Anleitungen die du benutzt hast hier posten? ICh hab ähnliches Vor^^
 
-Das RAID ist ein Nvidia Onboard Raid. Unter Linux habe ich den dmraid - Treiber dafür verwendet, under Windows die Treiber CD vom Mainboard.

Wenn das RAID hardwareseitig angelegt wurde, dann brauchst du auch keinen dmraid Treiber mehr dazu (Software-RAID). Das sollte ohne gehen!
 
Original von detrexer
Wenn dasalles kappt kannst du Links zu den Anleitungen die du benutzt hast hier posten? ICh hab ähnliches Vor^^

Hm, also für Truecrypt habe ich gar kein Tut gebraucht, und für das Raid (wenn du das auch machen willst) habe ich bei Ubuntuusers das "dmraid" Tutorial gelesen.

Aber ich helfe dir gerne, es ist nicht all zu schwierig ;) (Da ich es nach ~1h lesen googeln und probieren auch geschafft habe, und ich bin

ja kein Linux Profi)

Also, hier mal ein kurzes HowTo:
________________________________

Zunächst benötigen wir eine Partition die wir verschlüsseln wollen: (Wenn du eine normale HD Partition einbinden willst, kannst du gleich zu Schritt B springen.

A. Raid einrichten:
Für ein Onboardraid:

"dmraid" installieren, und evtl konfigurieren, bis man unter /dev/mapper/**** seine Raid-HD sieht. (die **** stehen für irgend welche Zeichen, der HD Namen (bez. die Partitions Namen können sehr kyrptisch sein))

Um das ganze zu testen, kannst du die Raid Partition von /dev/mapper/*** mal einhängen.


B. TrueCrypt
Du hast nun eine Partition, welche zu mit TC verschlüsseln willst. (es ist nicht nötig, diese vor der verschlüsselung auszuhängen)

1. Als erstes brauchst du natürlich TrueCrypt, am besten von der Herstellerseite. Hier kannst du auch gleich deine Distro angeben.

2. Dann installierst du Truecrypt.

3. Nun in der shell "truecrypt -c" eingeben. (alles mit root rechten, unter ubuntu mit "sudo")

4. Dem Setup folgen, im Grunde selbst erklärend.

5. So, das Volume wurde erstellt. Um es nun einzubinden darf es nicht gemountet sein. Diese Partition aus der fstab herausnehmen, und neustarten. (Dismounten schlägt meist fehl)
Ist die Partition nun dismounted, kann man sie mit TC einhängen:


Manuell:
Code:
truecrypt --mount-options "rw,sync,utf8,uid=1000,umask=0007" \
/dev/mapper/***** /home/user/mount/

Oder mit einem Bash Skript, welches nur noch das PW abfragt:
Code:
#!/bin/bash 
truecrypt -M "rw,sync,utf8,uid=1000,umask=0007" /dev/mapper/**** /home/user/mount/
Das Skript musst du natürlich ausführbar machen und auf deine Pfade anpassen.

Genauere Infos findest du z.B. im "Ubuntuusers wiki":
www.ubuntuusers.de




EDIT:
@blueflash:
Die Festplatten dafür können auch an sog. FakeRAID-Controllern verwendet werden, die oftmals unter Windows als RAID-Controller eingesetzt werden bzw. an Onboard-RAID-Controllern (auf neueren Hauptplatinen).
aus http://wiki.ubuntuusers.de/Baustelle/Software_RAID?highlight=(raid) ;)
 
Das war mir neu. Aber wenn die ext3 Formatierung keine Vorteile bringt, dann würde ich auf den dmraid Treiber tippen. Der wird vermutlich langsamer sein, als die nvidia Original Treiber unter Windows.
 
Hallo,

So, ich hab mal etwas rum getestet mit einer 800MB Datei.

Hier die Ergebnisse:

500GB NTFS IDE ===> 10GB ext3 SATA-RAID :: normale Geschwindigkeit (ca 12sec) CPU Last um 80%

500GB NTFS IDE ===> 200GB TrueCrypt-Volume FAT SATA-RAID :: extrem langsam. Wobei aber praktisch keine CPU Last aufkommt.

Fazit:

Raid Treiber: i.O.
NTFS Treiber: i.O.

Es liegt also an TrueCrypt - oder zumindest and der FAT Formatierung vom Truecryptvolumen.

Hat da jemand ähnliches erlebt? Was kann ich dagegen tun?

Danke & Gruss
IsNull
 
Truecrypt ist beim Schreiben leider sehr langsam unter linux. Performance-mäßig ist dm-crypt die weitaus bessere Wahl... zumindest für linux-only

Wobei bei "über Nacht" ~ 8 Stunden => sind weniger als 2 MB/s und keine CPU last... mal dstat nebenher laufen lassen?
Evtl. mal eine partition/container ohne verschlüsselung mit fat auf dem selben raid anlegen und testen? (ext3 lag da ja auch direkt...)
 
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