Und es geht weiter...

Naja, glaube nie eine Statistik die du nicht selber gefälscht hast.

Als Österreicher, die ja klar vor den Deutschen sind, kann ich trotzdem keine Jubelstimmung verbreiten.

Wirtschaftswachstum im ersten Quartal lag bei 0,2 % und für Ende des Jahres sind 0,7 bis 0,8 % zu erwarten.

Wie sich da eine Reallohnsteigerung von 2,8 Prozent ausgeht ist mir ein Rätsel.

Wahrscheinlich hat der Didi Mateschitz die Statistik kraftig nach oben gedrückt ;-)
 
Ich könnte es ja verstehen, wenn Deutschland im schlechteren Mittelfeld wäre... aber gleich wieder letzter von allen EU-Staaten !!!!!!!!!!
 
Naja, ich weiß immer noch nicht genau, wie ich das ganze bewerten soll. Es gibt viele, die Deutschland wirtschaftl. vor dem Abgrund stehen sehen und es gibt andere, die das Ganze als Schwarzmalerei bezeichnen.

Ganz interessant zu dem Thema ist folgender Link: klick

Gruß, Boar
 
Meiner Meinung nach ist in Deutschland momentan die schlechte Grundstimmung das großte Problem für das Wirtschaftswachstum. Irgendwie scheint es so zu sein, das relativ viele Leute ihr Geld für schlechte Zeiten sparen und es auf der Bank für relativ wenig Zinsen versauern lassen, anstatt es aus zu geben.

Irgendwo hab ich folgendes Zitat gelesen:
Deutschland ist wie ein Sportwagen, der in einem zu hohen Gang gefahren wird.

Was vermutlich auch zu dem Problem beiträgt ist, sind tatsächlich die Arbeitszeiten. Also wenn ich mir anschaue, das z.B. im IG Metall Tarifvertrag ( ich glaube das gilt nur für den Westen ) eine 35 Stunden Woche gilt, muss ich sagen das ich schon einige Firmen verstehen kann, die ins Ausland gehen wo zum Teil eine 42 Stunden Woche (ja die Arbeiten im Schnitt in der Woche einen Tag mehr) selbstverständlich ist. Ich Arbeite im Schnitt auch um die 42 Stunden und finde das gar nicht so schlimm.

Was denkt ihr??
 
Wem oder was bringen solche Statistiken etwas?

Für den Reporter ist es eine schnell getippte Schlagzeile. Bei den Menschen, die ihn lesen wird aber eine schlechte Stimmung erzeugt.
Kann außerdem irgendeiner von denen, die ihn lesen, etwas für die Lage oder sie verändern? Nein!

Dass irgendwas in diesem Land/System nicht stimmt wissen wir alle, aber es macht doch einfach keinen Sinn, sich das täglich neu einzuhämmern mit neuen Katastrophenzahlen und neuen Hiobsbotschaften - außer man braucht die tägliche Dosis schlechte Stimmung.

Original von icealex
Meiner Meinung nach ist in Deutschland momentan die schlechte Grundstimmung das großte Problem für das Wirtschaftswachstum.
Stimmt genau. Und diese schlechte Grundstimmung wird eben genau durch solche destruktiven Statistiken immer wieder neu entfacht.

Gruß
 
Orginal von Sunstepper
Für den Reporter ist es eine schnell getippte Schlagzeile. Bei den Menschen, die ihn lesen wird aber eine schlechte Stimmung erzeugt.

Bin genau deiner Meinung die Reporter haben ihren Teil zur schlechten Stimmung beigetragen.

Man sollte einfach mal ein bischen positiver Denken und alles so nehmen wie es kommt. Mal ehrlich sooooo schlecht geht es und doch in good old Germany gar nicht!
 
Naja, ob das wirklich nur Schwarzmalerei ist ?
Es ist meiner Meinung nach immer noch ein Beweis für die in Deutschland herrschende kollektive "Problemignoranz" !

Wer von Euch hätte noch vor 5 Jahren an die Einführung einer Praxisgebühr gedacht ?

Spiel-Spaß und Genussgesellschaft war gestern !
Wer das nicht begreift, der wird es nie begreifen !
 
Original von sartre
Naja, ob das wirklich nur Schwarzmalerei ist ?
Es ist meiner Meinung nach immer noch ein Beweis für die in Deutschland herrschende kollektive "Problemignoranz" !

Wer von Euch hätte noch vor 5 Jahren an die Einführung einer Praxisgebühr gedacht ?

Spiel-Spaß und Genussgesellschaft war gestern !
Wer das nicht begreift, der wird es nie begreifen !

Was schlägst du vor?

Noch weniger zu konsumieren - wie du es vorschlägst - ist eben exakt die falsche Methode, um im Kapitalismus für mehr Wohlstand zu sorgen. Im Gegenteil: wenn wir bei dem Modell bleiben, müssten alle ganz schnell ihr gesamtes Erspartes ausgeben um evtl. einen Boom zu verursachen.

Durch diese Angst-Mach-Statistiken werden die Leute auf "schwere Zeiten" eingeschworen und sparen.
Und u.a. wegen diesen Statistiken geht das so weiter bis es den Kollaps des Systems und eine neue Währung gibt. Spätestens bei 50% Arbeitslosigkeit und wenn 80% des Staatshaushalts durch Schulden verschlungen werden, wird das kommen. Vermutlich gepaart mit viel Leid, Armut und einigen Toten.

In diesem Sinne: Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen. Spiel-, Spaß- und Genussgesellschaft war gestern! ;) :P

Gruß
 
ich bin zwar nicht besonders sattelfest, was deutsche innen- und wirtschaftspolitik angeht; kann mich Deregon aber kommentarlosanschliessen. hinzufügend möchte ich euch "deutsche" darauf hinweisen, dass es für jemand "aussenstehenden" wie einen österreicher so vorkommt, als würde deutschland viel reden, viel bejubeln, viel toller sein. zumindest im ausland. in .de siehts dann wieder so aus, dass "ihr" viel demopnstriert und viel jammert. bei "uns" gibt es schon seit jahren sticker mit der aufschrift "Nichtraunzerzone"; sowas könnt ihr sicher auch gut gebrauchen. sich immer nur auf unfähige politiker und die bösen "ossis" ausreden kanns doch auch nicht besser machen, oder?
 
Original von sartre
Noch weniger zu konsumieren - wie du es vorschlägst

Wo schlage ich so etwas vor ?
?(
In deinem vorherigen Post ("Spiel-Spaß und Genussgesellschaft war gestern !").
Diese Genussgesellschaft ist eben Konsum, und den brauchen wir. Wenn weniger Menschen Luxusgüter (Spiel, Spaß und Genuss) kaufen bzw. diese Dienstleistungen annehmen, bedeutet das sinkende Einnahmen für die Unternehmen -> mehr Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne, also Menschen haben weniger Geld -> konsumieren weniger -> noch mehr Stellenabbau...

Original von NoN
bei "uns" gibt es schon seit jahren sticker mit der aufschrift "Nichtraunzerzone"; sowas könnt ihr sicher auch gut gebrauchen. sich immer nur auf unfähige politiker und die bösen "ossis" ausreden kanns doch auch nicht besser machen, oder?
Wo liegt genau wieder der Zusammenhang zwischen Nichtraucherzonen und fallenden Löhnen? :D
Die Menschen suchen halt nun mal einen Schuldigen wenns ihnen schlecht geht; da kann man nichts gegen unternehmen.

Und Österreich hat auch nicht den Mammutanteil am EU-Haushalt zu zahlen, muss keine teilweise wirtschaftlich ruinierten Regionen im Osten aufbauen, hat keine Billionenschulden wie D und hat (glaube ich) auch nicht so eine (durch die Medien verursachte) schlechte Stimmung wie in D.
Der Vergleich mit den tollen Österreichern hinkt also ziemlich.

Aber einen Hass gegen Politiker und "Ossis" kann ich ehrlich gesagt, zumindest hier, nicht wirklich feststellen.

Gruß
 
In deinem vorherigen Post ("Spiel-Spaß und Genussgesellschaft war gestern !").

Da hast Du mich aber falsch verstanden !
Damit meinte ich nämlich, insbesondere bei Jugendlichen ( natürlich auch bei einigen "Erwachsenen" ), folgende leider weit verbreitete Einstellung :

Montag bis Freitag in die "dumme Schule" gehen.
Samstag und Sonntag "Party machen",Disko......

Es ist die allgemeine, weit verbreitete Einstellung : "Ich mache nur soviel, wie ich machen muss oder Hauptsache Spaß ! "

Bestes Beispiel : http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/22/54967/ ---> Man kennt die gesamtwirtschaftliche Situation, dennoch wird auf die 35 Stunden/Woche beharrt !!
 
Hab ich mal zitieren darf:
Was vermutlich auch zu dem Problem beiträgt ist, sind tatsächlich die Arbeitszeiten. Also wenn ich mir anschaue, das z.B. im IG Metall Tarifvertrag ( ich glaube das gilt nur für den Westen ) eine 35 Stunden Woche gilt, muss ich sagen das ich schon einige Firmen verstehen kann, die ins Ausland gehen wo zum Teil eine 42 Stunden Woche (ja die Arbeiten im Schnitt in der Woche einen Tag mehr) selbstverständlich ist. Ich Arbeite im Schnitt auch um die 42 Stunden und finde das gar nicht so schlimm.

Den Abschluss kann ich auch nicht so ganz verstehen. Aber anscheinend können wir uns das noch leisten. Die Gewerkschaften sind sowieso irgendwie noch dümmer als kleine Kinder. Wenn man einem 10 Jährigen erklärt, das er mehr Taschengeld bekommt, wenn er zu hause auch etwas macht. Dann versteht er das. Die Gewerkschften hingengen vertreten den Standpunkt wir wollen am besten weniger oder zumindest genauso viel arbeiten und dafür dann mir mehr Geld belohnt werden. Also ich persönlich würde lieber ein paar Stunden mehr arbeiten und dafür auch mehr Kohle sehen. Denn die Gehaltserhöhungen die so rausgehandelt werden sind eigentlich immer ziemlich beschissen, wie ich finde.
 
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