Original von Chromatin
Vielleicht sollte man auch nochmal anmerken dasz man die IT Berufswelt nicht auf Akademiker reduzieren darf und die Uni und FH Absolventen NICHT das Mass der Dinge sind und schonmal gar nicht repraesentativ sein koennen.
Ich weiß nicht, was du so auf den Studenten rumhackst, aber gerade FH-Studenten haben Ahnung von Software-Planungs-Prozessen und können gleichzeitig gut als Programmierer eingesetzt werden.
an der FH Jena z.B. schaut das so aus:
- 1. Semester: C und so Grundlagen, wie z.B. ein Integer und wie ein Float im Speicher abgelegt sind, etc.
- 2. Semester: C++, Objektorientierte Programmierung
- 3. Semester: Java
- 4. Semester: Microprozessortechnik --> Assembler
zusätzlich gibt es noch teils Wahlfächer, für andere Pflichtfächer in Bereichen wie
- Echtzeitbetriebssysteme
- Speicherprogrammierbare Logik (FPGAs programmieren und so)
- Objektorientierte grafische Programmierung mit Labview
- Einführungskurse Matlab
Also erzählt bitte nichts von "Studenten würden in der Praxis nix taugen / könnten nicht programmieren...."
Original von Chromatin
Vielleicht sollte man sich auch mal die Schnitte dieser ganzen FH Studenten angucken. Was soll man mit
Leuten anfangen die sich gerade so durchs Studium gequaelt haben? Dann lieber einen guten FachInfi, als nen Typen der nachweislich dazu neigt, sich staendig zu ueberschaetzen.
ganz ehrlich: wenn ich sehe, dass ein Fachinformatiker bei einem großen deutschen
Telekommunikationsunternehmen nur dazu missbraucht wird, Callcenter-Stellen zu besetzen, wird mir echt übel.... wenn ich dagegen sehe, was ich in meiner schulischen Ausbildung zum techn. Assistenten für Informatik gelernt hab und was ich jetzt im Studium so lerne, weiß ich nicht, ob eine Firma mit
so einem Fachinformatiker glücklicher wird als mit einem Studenten.
Es gibt eben immer Firmen und Schulen, die besser ausbilden und Firmen und Schulen, die einfach nur Zeitverschwendung sind....
Und wenn man sieht, wieviel Jahre ein Student ohne eigenes Einkommen lebt, teilweise quasi wirklich an der Untergrenze des zumutbaren, dann ist es wohl gerechtfertigt, dass der Student dann nach seiner Hunger-Phase auch was vom jahrelangen Lernen hat und ein wenig mehr verdient...
Und ja, ich habe zu kämpfen, dass ich durch mein Studium durch komme - so ein Studium hat es nunmal an sich, dass sowohl Fächer drin vor kommen, die einem liegen, als auch Fächer, die einem nicht so liegen....
Und wenn ich in den Informatik-Fächern mit 1.7 daher komme, stört es einen Chef einer Software-Firma auch weniger, dass ich im Elektrotechnik-Bereich oder im Bereich Physik gerade so durchgekommen bin...
Und noch dazu kommt, dass nicht nur die Note zählt, sondern auch die Fachhochschule, an welcher man diese Note bekommen hat. Gerade lokale Firmen wissen die Fachhochschulen und Unis in der näheren Umgebung schon ganz gut einzuschätzen und wissen, dass es schon echt was wert ist, dass man an der FH-Jena überhaupt das Studium bis zum Ende durchgehalten hat...