Windows ME noch sicher?

Nachdem ich mir heute meinen neuen PC bestellt habe (juhu), wollte ich meinen alten PC als Netzwerkserver benutzen und ihn vielleicht sogar per DNS ans Netz hängen. Da der Rechner aber schon etwas älter ist (800Mhz und 512MB Ram), läuft er mit Windows XP nicht perfekt. Deshalb hatte ich mir überlegt Windows ME zu benutzen, dass ursprünglich auch bei dem PC dabei war. Das lief nämlich schon etwas besser.

Die Frage ist nur wie das mit der Sicherheit von ME aussieht. Soweit ich mich informiert habe, hat Microsoft im Juli 2006 das letzte Update raus gebracht und arbeitet nicht mehr an ME. Den Server möchte ich mit WAMP einrichten (soll unter ME laufen). Sonst möchte ich eigentlich kaum noch Programme drauf installieren. Nur wein paar allgemeine Sachen wie Weaverslave und was zur Bildbearbeitung.

Danke schon mal im Voraus.
 
naja, wie du schon selber sagst gibt es keine sicherheitsupdates mehr für me. die verbreitung ist zwar nicht mehr allzugroß und somit ist me auch in den augen von den "bösen" nicht mehr ein so lohnendes ziel, aber verlassen würde ich mich gerade bei einem server darauf nicht.

wenn du den nur intern verwendest sollte dies nicht so das problem sein, aber du sagst ja auch, dass du den vielleicht ans internet hängst. an dieser stelle würde ich eher die finger davon lassen.

eine idee hätte ich aber trotzdem:
wieso verwendest du kein linux? die anforderungen an die hardware sind geringer, so dass du auch eine aktuelle version gut verwenden kannst. das würde nur vermutlich dazu führen, dass du die wenigen programme, die du erwähnt hast, wohl nicht installieren kannst. wenn du damit leben kannst, dann überlege dir das mal
 
nimm doch als alternative win2k... ich hab das auf nem PIII 450MHz mit 256MB RAM laufen und das funzt super...
 
als linuxer kann ich natürlich nix anderes empfehlen als linux. :D

für einen älteren PC würde sich dann als fenstermanager fluxbox empfehlen, oder halt xfce4, welcher nochn bissl komfortabler ist.

eine einarbeitung in linux sollte auf jedenfall mal eine überlegung wert sein denn microsoft lässt die jenigen user mit älteren PCs ja leider im regen stehen, unter linux hingegen gibts sowas wie "im-regen-stehen-lassen" nicht.

z.b. opensuse mit fluxbox wäre optimal wenn noch keine erfahrungen mit linux vorhanden sind, denn damit kann nach kurzer konfiguration mithilfe von yast gleich loslegen.
 
An die Programme bin ich nicht natürlich nicht gebunden. Anstatt WAMP könnte ich LAMP benutzen und für Weaverslave und Co. gibt es garantiert auch unzählige Alternativen für Linux. Ich hatte auch schon über Ubuntu nachgedacht. Da ich aber noch nie mit Linux gearbeitet habe, wollte ich nicht gerade bei einem Server damit anfangen. Das wollte ich mir eigentlich als zweites OS neben XP auf dem neuen Computer installieren, damit ich mich erst mal etwas einarbeiten kann.
 
das erinnert mich an den beginn-von-gesund-leben, oder dem aufhören-zu-rauche, da geht es auch immer im "morgen" und dann "später" und noch später dann "irgendwann". :D

dabei ist doch gerade jetzt der ideale zeitpunkt wo du doch gerade an einem wendepunkt angekommen bist, und windows ME weiter benutzen kannst du ja schon mal vergessen wenn es um sicherheit gehen soll, der rechner schon älter ist und du damit auch ins internet willst. und mit einem unsicheren server ins web zu gehen grenzt an harakiri.

einzig windows2k wäre eine möglichkeit, jedoch gibt es hierfür (soweit ich weiss) auch keinen support mehr, also sicherheit = null. der support für windows XP wird 2008 schon eingeschränkt (womit wohl der serverbereich gemeint sein wird), kannst du also auch schon mal vergessen. und vista brauchste bei dem kleinen rechner garnicht dran denken.

weaverslave kenn ich auch, hab ich damals unter windows auch benutzt, ist ein erstklassiger html-editor. bin selbst quellcode-schreiber. unter linux hab ich dann einen html-quellcode-editor gefunden der nicht nur eine bessere alternative ist sondern imho sogar der beste html-editor den ich bisher gesehen habe.

was linux ist, wie es funktioniert, was es kann und was einem entgeht was man es nicht nutzt, erfährt man nur wenn man sich denn endlich mal ein herz fast und zu linux hin wechselt.

falls du es dann irgendwann geschafft hast ohne windows zu leben hab ich gleich noch einen kleiner basteltip: aus der windows-CD kann man ganz toll ein mobile basteln, einfach die CD an die wand schmeissen bis nur noch kleine teile davon übrig sind, bei den teilen dann die kanten etwas abrunden bzw. entschärfen damit man sich nicht dran schneiden kann, löcher durch jedes teil bohren, an fäden geknotet, aus dem handbuch (falls noch vorhanden) kann man das obere kreuz des mobiles machen indem man die seiten zusammen rollt und als kreuz zusammen klebt und dann das ganze irgendwo in die zimmerecke hängen. :D

da fällt mir noch ein: zur weihnachtszeit passend: die einzelteile entschärft und durchlöchert als weihnachtsschmuck mit an den tannenbaum hängen. :D
 
najaa, das mit harakiri is vlt 'n bisschen übertrieben, aber windows ME hat noch'n paar sicherheitslücken von windows 98 mitgeschleppt würd ich sagen. wennde's ordentlich absicherst, biste der sicheren seite immerhin schonmal etwas näher. wahrscheinlich willste kein win2k nehmen, weil das ME jah als oem bei dem rechner dabei is, das'n grund. wir wollen hier ja keinen dazu ermutigen, sich illegal win2k zu installiern ;)

aber die alternative mit linux würd ich trotzdem mal ins auge fassen. ich mein, kann ja erstmal nix großartig schiefgehn, wennde das ersma ausprobierst. dann bastelste hier & da 'n bisschen rum, sammelst deine erfahrungen und kannst wasweißich, nach 2-3 wochen immer noch auf ME umsteigen falls es dir ned gefällt.

wie du das ganze allerdings mit linux realisierst, musste mich nich fragen.. ich krieg's grade mal so zum laufen, dass ich neverwinter nights drauf zocken kann xD

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und das argument von einem meiner vorposter zum thema weniger hardwarefressend kann ich auch gleich aufgreifen.. windows ME is für'n 800mhz rechner schon relativ oke, aber wenn ich bedenke, wie geschmeidig mein altes mdk10.0 mit 600mhz läuft.. naja kommt halt drauf an was du machen willst.
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mfg.
 
Von ME würde ich immer abraten. Das ist meiner Erfahrung nach von alleine instbil genug, da braucht man garkeinen Virus.
Verwende am besten wie schon gesagt wurde Linux oder, wenn du dich nicht umgewöhnen möchtest Windows 2000.

MfG
 
Original von justj
Von ME würde ich immer abraten. Das ist meiner Erfahrung nach von alleine instbil genug, da braucht man garkeinen Virus.
Verwende am besten wie schon gesagt wurde Linux oder, wenn du dich nicht umgewöhnen möchtest Windows 2000.

MfG

Das Problem ist wohl weniger das ich nicht möchte. Ich hab nur keinen blassen Schimmer von Linux und das ist nicht gerade die richtige Voraussetzung, um sich unter Linux einen Server einzurichten. Wenn ich mich etwas besser damit auskenne, kann ich immer noch umsteigen.

Im übrigen kam das mit dem ans Internet anschließen wohl etwas falsch rüber. Ich will die DNS-Adresse nicht an alle weiter geben. Mir geht es nur darum, dass ich auch von Unterwegs auf die Daten zugreifen kann. Wirklich Gefahr würde eigentlich nur bestehen, wenn jemand zufällig über meine Adresse stolpern sollte und er auch rein zufällig ein Mensch mit bösen Absichten ist.
 
also erstmal möchte ich behaupten, dass bei 800Mhz und 512MB Ram WinXP reibungslos ohne jegliche Probleme laufen sollte! Aber egal.

WinME + XAMPP: gleich zwei Sachen, die man für nen Server lieber sein lassen sollte...

Ich kann dir auch nur raten, Debian oder Ubuntu zu installieren, ne leichte Oberfläche wie XFCE4 (bzw. dann kannst du gleich Xubuntu - http://www.xubuntu.org/ - verwenden - Ubuntu mit XFCE als Standard-Desktop)
und dann apache2, php5. mysql-server, samba, was auch immer du noch brauchst, drauf installieren.

PHP- und HTML-Editoren für Linux:
  • gphpedit
  • screem
  • Quanta+
  • Bluefish
gibt sicherlich noch einige mehr (btw: ich code auch ehr gleich in der Konsole mit mcedit), aber das waren jetzt so die gängigsten grafischen Varianten, die mir gerade im ersten Moment eingefallen sind.

edit:
Das Problem ist wohl weniger das ich nicht möchte. Ich hab nur keinen blassen Schimmer von Linux
Da kam ich wohl mit meinem Posting bissl zu spät...
Aber ganz ehrlich: willst du wirklich lieber WinME als Server laufen lassen, als dich ma ne Woche mit nem gescheiten System zu befassen??? Naaaajaa.... muss jeder selber wissen.

Also WENN Windows, dann Win2k oder XP! Und dann lies dir bitte die Threads zum Thema "XAMPP sicher machen" durch, bevor du nach paar Wochen hier ankommst "jemand hat mich gehackt..."
 
kann mich dem vorschreiber nur anschliessen, allerdings ist ubuntu für mich nicht wirklich ein einsteiger-linux, es wird nur extrem gehyped und läuft schon out-of-da-box sehr gut, falls jedoch was zu konfigurieren ist, dann ist dieselbe fummelei wie bei jedem anderen linux auch.

ich finde opensuse als einsteiger-linux und für leute ohne bastel-ambitionen perfekt, wenn man nun wirklich so überhaupt keine ahnung von linux hat und sich auch nicht näher damit befassen möchte, denn opensuse unterscheidet sich dadurch von allen anderen linux-distributionen dass es yast mitbringt, das mächtigste konfigurationstool in der ganzen linux-welt, weshalb es manche schon als pseudo-windows oder klickibunti-linux bezeichnen.

deinen postings entnehme ich dass du warscheinlich auch von netzwerk und von sicherheit nicht viel ahnung hast, daher kann ich dir nur umso dringender raten dich mal mit linux, mit netzwerken und mit sicherheit zu beschäftigen.

dies hier wäre z.b. schon mal ein anfang: LAMP unter SUSE
 
Original von Aiellu
... dann ist dieselbe fummelei wie bei jedem anderen linux auch.

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ich finde opensuse als einsteiger-linux und für leute ohne bastel-ambitionen perfekt, wenn man nun wirklich so überhaupt keine ahnung von linux hat und sich auch nicht näher damit befassen möchte, denn opensuse unterscheidet sich dadurch von allen anderen linux-distributionen dass es yast mitbringt, das mächtigste konfigurationstool in der ganzen linux-welt, weshalb es manche schon als pseudo-windows oder klickibunti-linux bezeichnen.

Wenn man bei SuSE mal was einstellen will, was nicht mit YaST möglich ist, ist es genauso eine Fummelei wie bei jeder anderen Distro auch, meist (dank SuSEConfig) sogar noch wesentlich mehr. Weiterhin "verkonfiguriert" YaST auch oft eine Menge und die Fehler dann nachzuvollziehen ist wesentlich schwieriger als hätte man die Änderungen händisch gemacht. Kurzum... YaST ist in meinen Augen nicht das mächtigste Konfigurationswerkzeug in der Linux-Welt sondern lediglich eines der wenigen mit dem man sehr viele Sachen zentral einstellen kann. Es ist aber genauso fehlerbehaftet und durch seine Fülle an Funktionalitäten total aufgebläht. Wenn man SuSEConfig nicht aktiviert lässt macht es ständig nur Probleme und lässt man aktiviert, werden händische Änderungen gern mal beim nächsten Aufruf von YaST überschrieben. Kurzum... YaST ist lediglich das aufgeblähteste Konfigurationswerkzeug in der Linux-Welt und bei weitem nicht das mächtigste.

Aber abgesehen davon ist es fast schon Wahnsinn SuSE für einen so alten Rechner zu empfehlen, auf dem nichtmal XP richtig läuft. Gerade wegen Werkzeugen wie YaST ist SuSE nämlich standardmässig total aufgebläht und verbraucht unnnötig viele Ressourcen, was sich auf alten Rechnern extrem bemerkbar macht. Eine anständige Arbeitsgeschwindigkeit erreicht man da nur mit viel Optimierung und das ist mit YaST nicht möglich, sondern bereitet durch die Abhängigkeiten zu YaST wesentlich eher Probleme als bei anderen Distros.

Auf einem alten Rechner würde ich daher auch wesentlich eher eine Debian-basierte Distro wie Ubuntu empfehlen. Da sollte man gleiche die Server-Version nutzen, mit der es möglich ist nur die Dinge zu installieren, die wirklich benötigt werden.
 
ich hatte halt suse empfohlen aus rücksicht auf die wenigen kenntnisse über linux, und da mein ich ist yast immer noch eher hilfe als überhaupt keine konfiguration, was nämlich dann dabei rum kommt wenn jemand ohne ahnung linux installiert. jemandem der im linux-system unter zu gehen droht den interessiert nicht dass sich yast zuweilen wie die axt im walde benimmt, der greift auch nach einer axt wenn er sich dran aus dem *.conf djungle raus retten kann. ;)

naja und wenns ganz unbeachtet der vorkennnisse sein dürfte dann würd ich am ehesten noch debian empfehlen, und zwar mit fluxbox, so wie ichs auch laufen hab. aber da sollte man sich schon entweder auskennen können oder auskennen wollen, also motivation zum lernen und basteln mitbringen, denn debian stable ist imho immer noch das beste linux das wo gibt. :D
 
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