Wird Software immer schlechter?

Hallo Leute,

mir brennt seit einiger Zeit eine Frage unter den Nägeln: Habt ihr den Eindruck, daß Software, besonders im Open Source Bereich immer schlechter wird? (bezüglich Bugs)

Ich habe seit einiger Zeit das Gefühl, daß es anscheinend Mode geworden ist, daß die Testphase der Softwareentwicklung immer mehr an den Endnutzer abgegeben wird. Mir schlagen in letzter Bugs um die Ohren wo man nur noch den Kopf schütteln kann.

Wie ich ja in dem Thread erwähnt habe, hab ich mir Fedora 12 installiert. Mittlerweile könnt ich ein Buch über die Bugs schreiben die ich mittlerweile ohne großes Suchen gefunden. Angefangen von KDE, hin zu Firefox über Thunderbird. Auch die gerade installierte Beagle Desktop Search liefert gerade im Sekundentakt mono-core crashes. Und es scheint sich ja jetzt nicht gerade auf Fedora zu beschränken. Siehe Thread.

Aber mal weg von Linux und Co. Ich bin ja beruflich Softwareentwickler Java. Ich benutze recht gerne Libs von Apache so z.B. auch Axis (Eine Webservice Engine). Man würds ja nicht glauben, aber zwischen einem Axis(1)-Client und einem Axis2-Server lässt sich ohne eigenes Patchen nicht mal ein pissiger Datum übertragen. Bug! Vom verbugten Exception-Handling will ich mal gar nicht reden. Ich könnt die Liste noch ewig weiterführen. Man muss sich mal vorstellen, die haben ein Release ausgeliefert in dem nicht mal die Beispiel Webservices funktioniert haben (Fehler in einem Config-File).

Im Enterprise-Manager eine Oracle Datenbank bin ich neulich über eine Fehlermeldung gestolpert. Sie lautet ungefähr so: "Dieser Fehler sollte nicht passieren. Sollte jemand fixen". Ich frag mich welcher Held diese Fehlermeldung auch noch ins Deutsche übersetzt hat. Das Thema SQL-Optimizer will ich hier gar nicht erwähnen. Wer damit zu tun hat weiß wovon ich rede.

Ich könnt das jetzt noch ewig fortführen. Würde ich einen Blog schreiben über Bugs wäre der recht voll.


Wie schauts bei euch aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Woran liegts? Zu unfähige Programmierer? Zu testfaule Programmierer? Zeitdruck? Ich wenn sowas unseren Kunden ausliefern würde, könnte ich mir was anhören.

Gruß odigo
 
Nun, ich würde das auf selbstverliebte Darsteller im mittleren Management, abgehobene Product manager und überladene Entwickler schieben. Wie heißt es so schön im modernen Deutsch - proaktives Denken um Wachstumspotentiale warzunehmen und massivst Bilanzziele zu erreichen.
Die Testphasen laufen doch schon seit Jahren und jeder hat sich daran gewöhnt. (Mittlerweile machts die Pharmaindustrie ja anscheinend auch so...) Ich wunder mich auf alle Fälle ncht mehr, auch wenn mal wieder eine Software abschmiert, die auch ohne Wartungsvertrag im höheren 5-stelligen Bereich liegt. Man kann da immer nur hoffen, dass zumindest die Auto-Save-Funktion sauber implementiert wurde. ;)
 
Wie ich ja in dem Thread erwähnt habe, hab ich mir Fedora 12 installiert. Mittlerweile könnt ich ein Buch über die Bugs schreiben die ich mittlerweile ohne großes Suchen gefunden. Angefangen von KDE, hin zu Firefox über Thunderbird.

Du hast Fedora 12 - du weist wofür Fedora steht?

Fedora ist eine bleeding edge Distribution. Da hast du viele Pakete drin, die noch beta-Versionen sind. Zu den anderen Sachen kann ich da leider nicht viel sagen.

Im Enterprise-Manager eine Oracle Datenbank bin ich neulich über eine Fehlermeldung gestolpert. Sie lautet ungefähr so: "Dieser Fehler sollte nicht passieren. Sollte jemand fixen".

Oracle 10g2, 11g oder 11g2?

Ich könnt das jetzt noch ewig fortführen. Würde ich einen Blog schreiben über Bugs wäre der recht voll.

Blog musst du keinen schreiben. Für fedora gibts Bugzilla - also rein da mit den Bugs :thumb_up:

Wie schauts bei euch aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen?

Ich arbeite in einer Entwicklungsbude bei der ~60 Programmierer an ein und der selben Java-Software arbeiten und mach da genau die selben Erfahrungen wie du.

Woran liegts? Zu unfähige Programmierer? Zu testfaule Programmierer? Zeitdruck?
Persönlich sehe ich das Problem in zu hohem Zeitdruck und zu wenig Zeit fürs Testen. Wobei das bei uns ein Testingteam bestehend aus 13 Personen macht. Auch ungenaue Kundenanforderungen führen zu Fehlern.
 
Kommt darauf an.
Bei Gnome hatte ich bis 2.24 diesen Eindruck. Seit diesem Bugfix-Release (2.26) scheint es ganz in Ordnung zu sein. Ich mag es trotzdem nicht besonders.
Bei KDE4 hatte ich diesen Eindruck bei quasi jedem Test. Erst mit KDE 4.3.3 ist mein erster Test quasi Crashfrei verlaufen. Jetzt muss es nur noch schnell werden.
Amarok2 hatte ich vor Kurzem mal getestet. Hatte quasi gar nicht getan.

Aber Firefox und Thunderbird scheinen mir recht gut zu funktionieren.
XFCE 4.6 benutze ich schon seit XFCE 4.6 - svn. :)
Da ist mir genau ein Bug aufgefallen, der dann aber auch schnell gefixt wurde. Das war auch nichts schweres, nur eine nicht gespeicherte Einstellung.

Musikplayer habe ich einige durchprobiert, aber mit großer Playliste werden die meisten lahm und crashen dann.
Ich benutze jetzt quodlibet. Das ist quasi noch nie abgestürzt bei mir. Könnte zwar auch noch ein Stückchen schneller werden, aber es ist schon ganz annehmbar.

usw.

Ich kann mich teilweise anschließen:
Es gibt diese Projekte, die statt Finals anscheinend nur Alphas raushauen, aber von denen halte ich mich eher fern.
Es gibt aber auch diese Software, die wird zwar nicht so schnell entwickelt, aber da kann ich das Gefühl haben, dass die Entwickler wirklich von Anfang an sauber arbeiten.
xfce ist so ein Beispiel, wo ich ziemlich lange problemlos die svn-Version/Beta genutzt habe.
Gerade heute habe ich mesa-git, radeon-git etc. installiert. Bisher läuft das echt genial.
Klar sind die Projekte nicht so groß und deshalb tendentiell wohl eher bugfreier, aber ich finde, das kann man gut benutzen.
 
Ich hab eher das gegenteilige wahrgenommen, zumindesten im Closed-Source Bereich. Mein Rechner mit Windows XP lief über rund 4/5 Jahre super stabil, nie eine neu installation, alles was ich wollte lief schnell und stabil.
Da war Win95 noch erheblich schlimmer.

Da ich nun primär nur noch meinen Laptop mit Ubuntu nutze, kann ich dazu nix sagen. Das Update von 9.04 nach 9.10 war aber eine Katastrophe. Kommentare in der /etc/fstab, die nicht als Kommentare eingefügt wurden und somit das ganze System lahm gelegt haben. Dann noch einige andere Bugs usw.
 
Du hast Fedora 12 - du weist wofür Fedora steht?

Fedora ist eine bleeding edge Distribution. Da hast du viele Pakete drin, die noch beta-Versionen sind. Zu den anderen Sachen kann ich da leider nicht viel sagen.

Naja, aber wie Elderan auch schon schrieb ist ja teilweise bei Ubuntu nicht viel besser. Was bleibt dann noch? Auf OpenSuse hab ja mal echt keinen Bock :wink:

Oracle 10g2, 11g oder 11g2?

10g. Genauer gesagt 10.2.0.4. Das war irgendwo in dem Eck SQL Performance Optimizer oder wie das Ding hieß.

Blog musst du keinen schreiben. Für fedora gibts Bugzilla - also rein da mit den Bugs :thumb_up:

Hilft das denn auch was? Bei Fedora hab ich das nicht so verfolgt, aber bei Axis wars z.B. so, daß die Bugs meiner Meinung nach vollkommen falsch priosiert haben und man deshalb auf Fixes ewig warten.

Ich bin echt mal im Jira von Axis über einen Tracker gestolpert wo einer der Entwickler ernsthaft fragte ob sie nicht vielleicht doch eine Testumgebung inklusive automatischer Tests aufziehen sollten. Hallo, gehts noch?!? Sowas sollte doch eigentlich Standard sein.

Gruß odigo
 
Da ich nun primär nur noch meinen Laptop mit Ubuntu nutze, kann ich dazu nix sagen. Das Update von 9.04 nach 9.10 war aber eine Katastrophe. Kommentare in der /etc/fstab, die nicht als Kommentare eingefügt wurden und somit das ganze System lahm gelegt haben. Dann noch einige andere Bugs usw.
Ich hab die Gelegenheit genutzt um mein ganzes System neu aufzusetzen (begründet dadurch das ich eh ne andere Partinionierung wollte) und habe daher Ubuntu karmic "normal" installiert. Mir ist kein Bug begegnet. Läuft nun schon seit paar Wochen problemfrei und ich bin mit der Leistung des Entwicklerteams sehr zufrieden.

Der Kaffee schmeckt immer so schlecht wie man ihn haben möchte ... :rolleyes:

Nüchtern betrachtet macht die Software an sich doch riesensprünge.
Überlegt auch mal vor ~10 Jahren Win95 und Konsorten, Mac's waren auch eher Frustationsmaschinen und von Linux gibts auch erst in neuster Zeit einige Distributionen welche massentauglich wären. Win7 ist ein super Beispiel, habs auf einem anderen Rechner drauf und bin auch damit höchst zufrieden.

Wie es nun mit Software Entwicklungs Schnittstellen, APIs, Sprachreleases ... etc. aussieht weiß ich höchstens aus zweiter Hand. (Informatik, erstes Semester ist noch nicht viel los~)

Aber was Interfaces, Userfreundlichkeit, Treiberproblematiken, Peripherie Schnittstellen etc. angeht, noch nie war's besser als z.Z.
Sogar meine Mutter hat's geschafft mit ihren Handy Fotos zu machen, diese auf nen PC zu laden, geringfügig zu bearbeiten, und auf einem (selbst installierten&angschlossenen) Drucker auszudrucken.

Noch vor einigen Jahren wär das ebenso wahrscheinlich wie eine Pinguinpopulation in der Sahara.
 
Ich hab eher das gegenteilige wahrgenommen, zumindesten im Closed-Source Bereich. Mein Rechner mit Windows XP lief über rund 4/5 Jahre super stabil, nie eine neu installation, alles was ich wollte lief schnell und stabil.
Da war Win95 noch erheblich schlimmer.
Schlimmer triffts galaub ich noch nicht richtig...die Wörter stabil und Win95, 98 oder ME waren praktisch nicht miteinander benutzbar! ;)

Da ich nun primär nur noch meinen Laptop mit Ubuntu nutze, kann ich dazu nix sagen. Das Update von 9.04 nach 9.10 war aber eine Katastrophe. Kommentare in der /etc/fstab, die nicht als Kommentare eingefügt wurden und somit das ganze System lahm gelegt haben. Dann noch einige andere Bugs usw.
So gings mir beim Rechner meiner Mutter auch. Na dem Systemupdate blinkten kurz nach der Grub-Auswahl Monitor (Konsole) und die LEDs der Tastatur in einer Frequenz von etwa 2Hz. Man konnte nicht mal etwas eingeben, da die Tastatur nur für den kurzen Blinkzeitraum angenommen wurde. Auch ein (optionsgeschwängerter) Start ohne Grafikunterstützung etc. brachte keine Besserung. Nach der völligen Neuinstallation läufts jedoch schneller als 9.04 und alles ist schick. Mittlerweile geht unter Gnome sogar der etwas ältere Nvidia-Treiber (is ne GeForce4200 drin).

Wie es nun mit Software Entwicklungs Schnittstellen, APIs, Sprachreleases ... etc. aussieht weiß ich höchstens aus zweiter Hand. (Informatik, erstes Semester ist noch nicht viel los~)
Ich habe eine ganze Weile auch µC-Firmware und (Industrie)Software geschrieben - meine Erfahrung ist, dass es stark auf die Person (oder den Teamleiter, Projektleiter etc.) ankommt und wie gut er sich gegen PC-Manager etc. durchsetzen kann. Die Sachen werden entweder so lange entwickelt bis es passt und kein Fehler mehr auftaucht (das kann man praktisch ad absurdum führen) oder aber bis es funktioniert und ein paar nörgelnde Kunden werden neu beliefert und sind halb so schlimm wie ein viertel oder halbes Jahr späterer productlaunch im Vergleich zum Mitbewerber.

Win7 ist ein super Beispiel, habs auf einem anderen Rechner drauf und bin auch damit höchst zufrieden.
Da muss ich Dir beipflichten! Mit Win7 hat M$ anscheinend einen würdigen XP-Nachfolger rausgebracht. Dass einige Sachen (wie ältere Spiele) nicht wirklich oder nur mit kleineren Grafikfalschdarstellungen ist zu verschmerzen. Einziger Wermutstropfen: Mein CoCreate läuft nicht (hat auch noch niemand zum Laufen gebracht) und somit hab ich dafür noch nen XP auf der Platte. Aber mal ehrlich, in Zeiten, in denen Spiele nach der Installation erstmal ein 2GB Update ziehen (war beim Lütten jetzt erst der Fall) - und da sind wir beim Thema "Alpha-Test beim Kunden" - sind 1,5Gig für eine umfassende XP-Installation ja lächerlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den OSS Gemeinden laufen schlichtweg die Entwickler weg, bzw werden von grossen Softwareschmieden eingekauft.

Und der Programmierernachwuchs ist im Durchschnitt eher bescheiden.
Die Leute, die dann gute Abgaenge an Hochschulen und somit gute Chancen haben, setzen sich nicht mehr hin und frickeln OSS zusammen.

Mir ist "schlechtere" Software eher im Desktopbereich aufgefallen. Was Serverseitiges angeht finde ich eher, dasz alles hochwertiger wird.
 
Nja das Problem wird wohl sein dass zu viele Probierer statt Programmierer rumlaufen.
Bisl coden kann man schnell mal aber ein richtiges Produkt designen ist schon ne andere Geschichte.
 
hi



also ich sehe das so:
viel OSS ist doch freeware und wird von privaten leuten programmiert, die spass an der freude haben.
sie machen sich gedanken zu problemen und erstellen software / tools dafür.
das problem was ich dabei sehe, die leute haben nicht genug beta-tester.
gerade im privaten bereich wird nicht jeder soviel zeit haben um die software ausgiebig zu testen.
im besten fall übernehmen das ein paar freunde und geben tipps für verbesserungen.
meistens sieht es aber anders aus und die software wird erst einmal, aus der not heraus, bereitgestellt.
man findet dann in der hilfe einen link für den bugreport und der sollte dann auch rege von den anwendern genutzt werden,
da der private programmierer auf andere leute angewiesen ist.

"Dieser Fehler sollte nicht passieren. Sollte jemand fixen".

ich finde es gut, das einer den fehler erwähnt hat. vielleicht kam der programmierer selbst nicht weiter und hatte für dieses problem keine lösung.
vielleicht hat es aber nur einer entdeckt, der selbst nicht in der lage war dies zu fixen. wer weiss das schon...

Ich frag mich welcher Held diese Fehlermeldung auch noch ins Deutsche übersetzt hat.

einer, der in seiner freizeit dafür gesorgt hat, das leute, die kein englisch können auch was von dieser software haben.
nicht jeder spricht perfekt die sprache des programmierers.
stell dir die sprache mal in koreanisch vor, ich glaube du wärst auch froh über eine übersetzung ins deutsche.
ich selber habe schon einige programme ins deutsche übersetzt und ich weiss wie viel arbeit das macht.
ich für meinen teil bin für solche leute dankbar, die sich in ihrer freizeit hinsetzen und eine übersetzung schreiben.

die software gibt es gratis und ist open source, was will man denn mehr?
gerade die programmierer unter uns (internetgemeinde) könnten doch helfen anstatt zu meckern.
genau deswegen ist die software doch open source, damit andere mit daran programmieren, verbesserungen einbringen und bugs fixen können.
jeder der solche freeware nutzt und das glück hat programmieren zu können, sollte auch bereit sein zu helfen,
natürlich immer im rahmen seiner möglichkeiten.

wenn jeder nur ein wenig dazu beiträgt, dann gibt es in einigen jahren keinen grund mehr,
teure software zu kaufen :P

das ist jedenfalls meine meinung, aber was weiss ich schon...

cu
-= pillepalle =-
 
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Bei Ubuntu waren es für mich vorallem die Kleinen Bugs die von Release zu Release hinzukamen die mich zu Windows trieben.

Als zum Beispiel der neue OSD Dämon und Konzept eingeführt wurde, war das bei mir Irsinnig Träge und die Anzeige von Lautstärke Änderungen damit führten dazu, dass das Ding auf 3 Testsystemen 20 mal Anzeigte es sei auf Maximal und es war völlig Asynchron zur tatsächlichen Lautstärke.

Hab ich bei der 100 Papercuts Aktion gemeldet, wurde ( 2 releases später) immer noch nicht gefixt.

Xp ist aber auch nicht viel besser. Nach den vielen Jahren die es auf dem Buckel hat, hat es immer noch heftigste Probleme andere PCs im Netzwerk zu finden (minutenlange Sanduhren, Explorer Crashes etc.)

Schlimmer als das ist jedoch der Trend, das Software immer langsamer und Überladener wird. Nicht nur Ubuntu leidet unter dem Phänomen. Open Office ist performance technisch im vergleich zu MS Office teilweise so langsam, das Excel in Wine schneller ist als Calc Nativ auf dem selben System. iTunes ist seit Version 9 entgültig unerträglich geworden im vergleich zu z.B. Foobar2000. Über Windows Vista müssen wir nicht reden (auch wenn MS einen großen Schritt in die Richtige Richtung mit Windows 7 gemacht hat).
 
Macht es eigentlich einen signifikanten Performanceunterschied, ob z.B. in Firefox Funktionen entweder ins Kernprogramm integriert werden oder in Add-Ons ausgelagert werden?
 
Ich würde sagen, dass diese performanter sind, z.T. durch den direkten Zugriff, aber auch durch den evtl. performanteren Code.
 
@CrAc
Und wie. Addons sind Afaik über Scriptsprachen und Interfaces zu Funktionen des Hauptprogramms geregelt. D.h. sie laufen in einer art Virtual Mashine wie z.B. JavaCode
Dinge die in das Hauptprogramm integriert sind, sind Compiled. D.h. sie laufen direkt auf der CPU und erreichen somit Maximale Geschwindigkeit.

Zumindest, glaub ich das. :rolleyes:
 
Wenn dem so ist, schade :(

Sonst wäre das Killerfeature schlechthin, wenn Firefox und Konsorten nur noch aus dem Core bestehen, und die Extras wie z.B. Download-Manager, Statusbar, RSS-Reader etc. in Addons ausgelagert werden.

Dann wäre Firefox für diejenigen nutzbar, die nur ein Programm zum Darstellen von HTML brauchen und aber auch für diejenigen, die mit dem Browser Dokumente erstellen, chatten, etc.
 
Ich denke, keiner zweifelt an, dass OSS _oft_ qualitativ schlechter abschneidet wie kommerzielle Pendanten.
Aber man muss wie einige Vor-Postings schon angemerkt haben auch den Gedanken hinter OSS beachten, welcher ja an sich imho - erstmal - löblich ist. In wie weit sich die Ideale hinter OSS zum aktuellen Status noch gehalten haben, ist eine andere Diskussion (wert?).

Das Problem das ich sehe ist, dass OSS zu einem "Modewort" wurde, welches gerade von nicht "ganz so" Fachkundigen als positives Qualitätsmerkmal angesehen wird, was schnell mal auf die ein oder andere Art & Weise teuer werden kann.
Genau das habe ich bei einigen Kunden erlebt, welche sich zu schnell für ganz bestimmte auf PHP basierende OS Shop-Systeme entschieden haben. Ich hatte gelegentlich mehr oder weniger ausführlich mit Magento, osCommerce sowie FWP zu tun und wurde von allen drei Projekten enttäuscht. Auch wenn die Funktionalität durchaus zufriedenstellend ist, sehen alle drei Projekte unter der Haube nicht mehr sehr schön aus. Bei manchen OpenSource-Modulen wird es dann wirklich kritisch.

Für meinen Teil bevorzuge ich OSS, solange ich nur auf unwichtigere Funktionen oder etwas Komfort verzichten muss und natürlich ein gewisses Vertrauen bzgl. Sicherheit, etc. besteht. Hat schließlich alles seinen Preis. :wink:
 
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Auf OpenSuse hab ja mal echt keinen Bock
Würde ich auch nicht empfehlen. Das ist kein SuSE mehr sondern auch nurnoch eine verbuggte Linux-Vollmichsau. Die Kompatiblität, Einfachheit und ständige Verfügbarkeit sind auch nur noch, wenn überhaupt, im Ansatz vorhanden.

Schlimmer als das ist jedoch der Trend, das Software immer langsamer und Überladener wird.

FACK!
Da komme ich ja wieder zu meinem Lieblingsthema: Druckersoftware. Warum brauche ich zum Drucken und Scannen eine Software-Suite, die mit 800 MB Setup-Files zu Buche schlägt und dann bei der Installation auf ein klein wenig älteren Systemen fünfmal im Setup abraucht, weil es einfach zu viel RAM frisst und später im Betrieb das ganze System als sein eigenes Beansprucht, weil nebenher keine Ressourcen bleiben für andere. Ich will nur Drucken, die Weltherrschaft programmier mir ich mir selber!

Openoffice: ich habe es früher gerne geenutzt, weil es mir nicht so tierisch auf die Nerven ging wie MSO und habe dafür kleine Unzulänglichkeiten in Kauf genommen. Heute bin ich wieder bei KAte und Notepad, weil die Office Pakte beide unerträglich sind.
Warum kommt ein Schreibprogramm mit 5.000.000 Autokorrektur-Optionen, die prinzipiell jedes vernünftige Schreiben erschweren oder sogar verhindern? Warum brauche ich in PowerPoint Automatikfunktionen, wenn mir diese meine Folien bei jedem gepasteten Objekt vollkommen unkenntlich machen? Warum muss ich diesen Wahnsinn erst ausstellen, bevor ich mit diesen Programmen arbeiten kann, muss mich aber mit riesigen gigabytegroßen Installationen herumschlagen, damit genau diese Optionen zur Verfügung stehen? Lächerlich.

Leider ist dies heute bei fast jeder größeren Softwareschmiede Standard.
Als seie es ein Wettbewerb nicht mehr nur die Aufgabe zu erfüllen für die das Programm geschaffen ist, sondern auch gleich alles andere, was so anfallen könnte (Plugins sind wohl für Weicheier?) und alles was unter 2GB kommt gilt wahrscheinlich noch als unterentwickelt, wir haben ja nun Terrabyte.

Lustig fand' ich auch Gothic 3 ... "Wir haben da mal noch eben 2 GB Updates". Kollegen, das ist kein Update, das ist ne Neuinstallation die bald größer ist als das Original. *grrr*

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Manchmal lehne ich mich an meinen 386er mit seiner süßen Festplatte und seiner Taschenrechner-CPU und streichele ihn sanft und denke an früher ...

lG

Brabax
 
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