10. Planet vorerst nicht "anerkannt"

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Guest
Dem von US-Astronomen am Rande des Sonnensystems entdeckten Himmelskörper wird der Planetenstatus nach Auskunft der Internationalen Astronomischen Union (IAU) vorerst nicht zuerkannt. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hatte ihn am Wochenende als zehnten Planeten bezeichnet.

Angesichts immer häufigerer Entdeckungen in den Außenbezirken des Sonnensystems sei eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, um die Mindestanforderungen an einen Planeten zu definieren, teilte die IAU in Paris mit. Solange von dieser Arbeitsgruppe kein Ergebnis vorliege, würden alle Himmelskörper des Systems, die mehr als 40 Mal so weit von der Sonne entfernt sind wie die Erde, als Mitglieder der so genannten Trans-Neptunischen-Population betrachtet.

Der von NASA-finanzierten Astronomen entdeckte Gesteins- und Eisbrocken "2003 UB313" ist der Sonne gegenwärtig fast 100 Mal ferner als die Erde. Nach Auskunft der IAU könnte die Vollversammlung im kommenden Jahr in Prag über den Planetenstatus mehrerer Entdeckungen in den Außenbezirken des Sonnensystems entscheiden.

Das Wissen über die Außenregion entwickle sich derzeit rasant, betonte die IAU. Dies stehe in gravierendem Gegensatz zu der Zeit, in der der neunte Planet, Pluto, entdeckt wurde. Viele Experten bezweifeln, dass Pluto heute noch den Planetenstatus zugestanden bekäme.

Text & Quelle: science.orf.at
 
in spätestens 4 Monaten haben wir nen neuen "10ten" Planeten....
 
wie oben schon angesprochen, wird ein neuer maßstab für planeten in den grenzbereichen des sonnensystems "entwickelt". entweder bleibt alles beim alten oder wir haben in einem halben jahr (hausnummer) 17 planeten oder gar nur noch acht, da ja pluto bekanntlich auch nur vermutlich ein "eingefangener" asteroid gigantischen formats ist.

also, den britischen weg einschlagen: abwarten und tee trinken.
 
BOFFINS WHO discovered that there was a 10th planet in our solar system, had been sitting on the news for years until a hacker turned over their servers.

Michael Brown, a planetary scientist at the California Institute of Technology, announced the discovery over the weekend. But according to the South African Sunday Telegraph, here, the briefing was hastily arranged after Brown received word that his secure website containing the discovery had been hacked. The unnamed hacker was threatening to release the information.

It transpired that Brown and his friends had been sitting on the information since 2003 when they snapped it with a 122cm telescope at the Palomar Observatory. However they couldn?t confirm much about it until it was analysed again last January. So in the time honoured tradition of boffins everywhere they decided to keep the data from the common people until they knew a bit more.

Brown said that data is still being processed and it will take at least six months before astronomers can determine the planet?s exact size. The planet seems to be about 1.5 times the size of Pluto, which is usually dubbed a planetoid because it is so small.

The find should further stuff up modern astrologers - they still have not got the hang of Uranus

Text & Quelle: http://www.theinquirer.net/?article=25031

weiters ist es auch interessant, dass ja der berühmte "planet x" noch immer nicht gefunden ist - irgendein planet beeinflusst ja bekanntlich mit seiner gravitation die planetenbahn des uranus. dabei entdeckte man zufällig pluto, kam aber zu dem schluss, dass dieser zu klein ist, um einen planeten von der (enormen) grösse des uranus zu beeinflussen.

http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/hypo.html#planetx
 
Solche Nachrichten erfreuen mich sehr :). Hoffentlich wird die Menschheit aus so einer Entdeckung neue Kentnisse rausschlagen können.

MfG Floppy
 
meinem link oben nach gab es schon x versuche, ein trans-neptunisches (oder später trans-plutonisches) objekt zu finden, weil da einfach was sein *muss*. sogar von einer zwillingssonne war schon die rede.
 
Eine Zwillingssonne halte ich dann nun aber doch für Unsinn.

Die Frage, was ein Planet ist, sollte IMHO einfach anhand der Sonnenstrahlung auf das Objekt bestimmt werden, jeder Körper, der ein gewisses Mass an Sonne abkriegt (vorzugsweise die Menge, die Pluto hat), wird zum Planeten deklariert.
 
Original von blueflash
Eine Zwillingssonne halte ich dann nun aber doch für Unsinn.

Die Frage, was ein Planet ist, sollte IMHO einfach anhand der Sonnenstrahlung auf das Objekt bestimmt werden, jeder Körper, der ein gewisses Mass an Sonne abkriegt (vorzugsweise die Menge, die Pluto hat), wird zum Planeten deklariert.

ach komm, dass ist doch blödsinn! willst du jetzt jedes steinchen im asteroidengürtel zum planeten erklären? planeten haben bestimmte voraussetzungen, die einfach "gegeben" sind; nämlich eine stabile fusion im planeteninneren (was am beispiel von pluto wieder "so eine sache" ist) sowie eine ununterbrochene laufbahn um die sonne. wieviel sonne es abkriegt ist doch völlig unwichtig oder würdest du einen planeten mit den ausmaßen eines jupiters am äussersten rand des sonnensystem nicht als planet anerkennen, weil er praktisch kein sonnenlicht reflektiert?

wenn ein "objekt" die planetenlaufbahn zweier (!) planeten vom format eines uranus und eines neptuns so sehr beeinflusst, dann muss es ein grösserer planet sein; egal, ob gasriese oder geröllhalde.

(...)Dies würde bedeuten, daß alle 30 Millionen Jahre dieser hypothetische Zwillingsstern der Sonne die Oortwolke durchqueren würde (eine hypothetische Wolke von Proto-Kometen mit einem großen Abstand zur Sonne). Während einer solchen Passage würden die Proto-Kometen durcheinandergewirbelt werden. Einige zehntausende Jahre später würden wir hier auf der Erde einen dramatischen Anstieg der Anzahl von Kometen feststellen, die das innere Sonnensystem durchqueren. Wenn natürlich die Anzahl der Kometen ansteigt, tut dies naturgemäß auch die Wahrscheinlichkeit, daß die Erde mit dem Kern eines dieser Kometen kollidiert.

Bei näherer Untersuchung der geologischen Erdgeschichte scheint sich zu ergeben, daß einmal ungefähr alle 30 Millionen Jahre ein großes Massensterben des Lebens auf der Erde eingesetzt hat. Das bekannteste dieser Massensterben ist natürlich das Aussterben der Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahren. Nach dieser Hypothese wäre also in etwa 15 Millionen Jahren mit dem nächsten Massensterben zu rechnen.

(...)Er müßte nicht sehr hell oder massig sein, ein Stern, der viel kleiner und dunkler als die Sonne ist, würde genügen, sogar ein brauner oder schwarzer Zwerg (ein planetenähnlicher Körper, der nicht genug Masse besitzt, um eine ?Wasserstoffverbrennung? wie bei einem Stern in Gang zu setzen). Es ist möglich, daß er sogar in einem der Kataloge dunkler Sterne auftaucht, ohne daß jemand etwas besonderes bemerkt hätte, namentlich die scheinbar gewaltige Bewegung, die er vor dem Hintergrund der viel entfernteren Sterne vollziehen würde (d.h. seine Parallaxe). Sollte er gefunden werden, dürften die wenigsten daran zweifeln, daß er Hauptursache des regelmäßigen Massensterbens auf der Erde ist.

(...)Dennoch, nachdem die Untersuchung des gesamten Himmels in Infrarot durch IRAS keine ?Nemesis? entdecken konnte, ist eine Existenz von ?Nemesis? nicht sehr wahrscheinlich.

"nicht sehr wahrscheinlich"! also nicht unmöglich. wir stehen gerade an der schwelle zu völlig neuartigen beobachtungstechnologien und speziell in letzter zeit häufen sich die entdeckungen von dingen, von denen wir einst garnicht zu träumen wagten (extrasolare planeten, einer sogar per direkter methode (der begleiter von GQ Lumpi). also, warum nicht nach der "schwarzen sonne" weitersuchen?

nn
 
ach komm, dass ist doch blödsinn! willst du jetzt jedes steinchen im asteroidengürtel zum planeten erklären? planeten haben bestimmte voraussetzungen, die einfach "gegeben" sind; nämlich eine stabile fusion im planeteninneren (was am beispiel von pluto wieder "so eine sache" ist) sowie eine ununterbrochene laufbahn um die sonne. wieviel sonne es abkriegt ist doch völlig unwichtig oder würdest du einen planeten mit den ausmaßen eines jupiters am äussersten rand des sonnensystem nicht als planet anerkennen, weil er praktisch kein sonnenlicht reflektiert?

Ich meinte natürlich zusätzlich zu den bereits bestehenden Kriterien.

Derartig große Objekte sollte man völlig neu Katalogisieren.

Sollte da draussen wirklich ein schwarzer Zwerg existieren (was für mich ehrlich gesagt auch nicht in die Sonnen Kategorie fällt, was ist schon eine Sonne ohne Kernfusion...), würde er doch ganz erheblichen Einfluss auf die Bahn der Sonne haben, oder aber er hätte eine perfekte Kreisbahn. Die entscheidende Frage aber wäre: woher zum Teufel kommt das Ding, und warum ist es soweit draussen?
 
ach komm, ich schrieb ja, es ist keine sonne wie unsere sol. sol ist auch nur ein stern; genauso wie der dunkle begleiter von sirius. warum nemesis so weit draussen sein soll? wieso nicht?
 
Auch wenns jetzt langsam wirklich Off-Topic wird:

Woraus soll ein derartiger Körper entstehen?
Wie langsam soll er sein? Bedenke, dass es eine untere Grenze für die Rotationsgeschwindigkeit, genauso wie auch eine obere gibt!
 
Original von blueflash
Auch wenns jetzt langsam wirklich Off-Topic wird:

Woraus soll ein derartiger Körper entstehen?
Wie langsam soll er sein? Bedenke, dass es eine untere Grenze für die Rotationsgeschwindigkeit, genauso wie auch eine obere gibt!

es kommt auch stark auf die umlaufbahn an; wenn diese stark eliptisch ist, dann kanns schon mal dauern, vorallem wenn der stern verdammt weit "draussen" ist. zudem, mit grenzen ist das so eine sache: stichwort "allgemeine relativitätstheorie", mit seiner obergrenze "lichtgeschwindigkeit" und der quantenmechanik, laut der teilchen in echtzeit miteinander "kommunizieren", selbst wenn sie jeweils am anderen ende des universums sind. da streiten sich noch die lager, wenn auch vertreter beider theorien keine davon missen wollen.
 
Es ging mir um ganz klassische Grenzen: Wir gehen von einer sehr großen Masse aus, daher muss der Körper sehr weit von der Sonne entfernt sein, sonst würde er mit den bekannten Himmelskörpern interagieren. Andererseits soll er sich ja um die Sonne bewegen und er darf nicht zu langsam sein, um auf sie gezogen zu werden, desweiteren darf er nicht so schnell sein, wie die recht langsame Fluchtgeschwindigkeit da draussen. Und schneller als die Sonne um den galaktischen Kern muss er sich auch bewegen.
Das sind IMHO doch recht enge Grenzen.
 
(...)Sedna hat einen geschätzten Durchmesser von ca. 1700 km und gehört damit zu den größten Objekten des Sonnensystems, die seit der Entdeckung des Pluto 1930 gefunden wurden.

(...)Die drei Entdecker äußern die Vermutung, Sedna gehöre zu einer "Inneren Oortschen Wolke". Diese könnte sich aus der ursprünglichen Oortschen Wolke durch eine Störung von außen gebildet haben. In Frage kommt dafür z. B. eine frühere, enge Begegnung des Sonnensystems mit einem nahen Stern. Die ungewöhnlich exzentrische Bahn könnte aber auch von Störungen durch einen etwa marsgroßen Körper unseres Sonnensystems weiter außen herrühren. Dann wäre Sedna ein Einzelfall und ein nach außen gestreutes Objekt des Kuipergürtels. Wie erste Abschätzungen ergeben, müsste ein solches störendes Objekt allerdings ca. 200 AE von der Sonne entfernt kreisen. Die Existenz eines solchen Objektes wäre keine geringere Sensation als die Existenz von Sedna selbst.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sedna_(Objekt)

ja, was zu hölle ist da draussen? scheinbar scheint alles in der oortschen wolke ein wenig anders abzulaufen, wie wir es uns hier wünschen würden :)
 
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