Behörden private Arbeitszeit in Rechnung stellen

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Member of Honour
#1
Hallo HaBorianer,

ich habe öfters mal Schwierigkeiten mit Behören oder Ähnlichem.

Emails von mir werden ignoriert und erhalte dann irgendwann Mahnungen.

Kriege bspw. ein Bescheid für "Falsch Parken", widerspreche diesem, und erhalte nach Wochen dann keine Rückmeldung, sondern eine Mahnung.
Also muss ich wieder aktiv werden, weil die es verbockt haben und muss nochmal eine Mail verfassen.

Das stört mich ehrlich gesagt.

Wisst ihr ob ich meine Arbeitszeit in Rechnung stellen darf.
 
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#2
Reden wir hier von Snailmail oder Email?(Bei ersterem wuerde ich einfach immer Einschreiben schicken und gut ist).
Ich persoenlich hab nicht viel mit Behoerden oder Buerokratie am Hut und bin auch kein Anwalt(falsches Forum), aber ich hab das noch nie gehoert das du Arbeitszeit in Rechnung stellen kannst.
Du arbeitest ja nicht fuer die.
Wenn du fuer jemand anderes arbeitest wirst du ja schon bezahlt.
Sollte dir dadurch Schaden entstehen, ausser Zeitverlust solltest du den geltend machen koennen.
Cheers

Fluffy

P.s.:
Die wissen ja wann das eingetroffen ist.
Ich wuerd einfach unbuerokratisch anrufen und dennen sagen was Phase ist, sind ja auch nur Menschen am anderen Ende, hab es eigentlich nie gehabt das man da nicht drueber reden kann, und wenn man weiss das der Wiederspruch eingegangen ist, dann wird die Mahnung automatisch gegenstandslos.
BTW: Entweder hat man falsch geparkt oder ist zu schnell gefahren und wurde erwischt oder nicht.
Weiss man ja selbst am besten, und dann das richige machen und einfach zahlen, denn Prinzipienreiterei macht alles nicht besser.

P.P.s.:
Was mir noch einfaellt: Sollte das in Belaestigung ausarten, nimm dir einen Anwalt und zieh vor das Verwaltungsgericht.
 
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Chromatin

Moderator
Mitarbeiter
#3
Kurzum: Solange du keinen Auftrag für eine Arbeit bekommst, nein :)

Aber davon abgesehen ist das ne interessante Idee.

Einen Euro an das Finanzamt zu überweisen ist auch nett.
 

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Member of Honour
#4
Vielen Dank für die Antworten und sorry für die späte Rückmeldung.

Ich habe regelmäßig Schriftverkehr mit irgendwelchen Behörden oder Unternehmen, wo irgend was nicht korrekt läuft.
Inzwischen beschäftige ich mich eine Stunde in der Woche mit Angelegenheiten dieser Art.

Vor zwei Wochen habe ich bspw. eine Mahnung von Unitymedia erhalten. Den von mir zurückgeschickten Router haben Sie vermeintlich nicht erhalten.
Letzte Woche habe ich eine Mahnung von meinem Anwalt erhalten. Er konnte keinen Zahlungseingang verbuchen.

Mit Unitymedia habe ich 3x telefonieren müssen, um herauszufinden wo der Router steckt. Der Router wurde ordnungsgemäß übergeben. Meine Pflicht habe ich also erfüllt. Wer Unitymedia-Kunde ist, weiß wie lange die Hotline Wartezeiten sind. Die Ewigkeit ist Nichts dagegen.

Mit dem Anwaltsbüro musste ich 20 Minuten telefonieren. Am Ende hat die Sachbearbeiterin meine Zahlung doch finden können. Auch hier bin ich meine rPflicht nachgekommen. Nur weil die Sachbearbeiterin ihren Job nicht richtig macht - muss ich 20 Minuten mit ihr telefonieren.

Worauf hinaus will... Obwohl ich alles prozesskonform erledige, tauche immer wieder Fehler auf.
Das ist vollkommen in Ordnung. So ist die Arbeit mit Menschen. Was mich aber stört ist, dass ich dann im Nachgang hinter her laufen muss.
Eigentlich sehe ich es nicht als meine Pflicht. Mache ich es nicht - drohen dann weitere Mahnung oder rechtlichen Konsequenzen. Also bin ich gezwungen beim Aufklären des Sachverhalts zu unterstützen.

Die Frage, die sich mir auch stellte: Bin ich verpflichtet auf bspw. unberechtigte Mahnungen zu reagieren?

Nicht falsch verstehen - ich bin kein Spießer, aber ich habe einen Job. Man kann seine Zeit sicherlich sinnvoller verbringen, als 35 Minuten in der Warteschleife auf einen Unitymedia-Berater zu warten.

Besser ist es wohl, wenn ich mich rechtlich beraten lasse. =)
 

Chromatin

Moderator
Mitarbeiter
#5
Die Frage, die sich mir auch stellte: Bin ich verpflichtet auf bspw. unberechtigte Mahnungen zu reagieren?
Verpflichtet bist du nicht aber ich empfehle dringend schriftlich Widerspruch gegen eine ungerechtfertigte Mahnung einzulegen - immer schriftlich als Einschreiben.

In einem Mahnverfahren wird nämlich nicht geprüft ob die ursprüngliche Rechnung überhaupt berechtigt ist und das kann dann richtig nervig werden.

Ansonsten - brave new world ;)
 
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