Diskussion zur Minarett-Initiative in der Schweiz

Seid ihr für ein Minarettverbot?

  • Ja, ich finde man sollte sich dem Land anpassen, in dem man lebt

    Abstimmungen: 14 48,3%
  • Nein, ich unterstütze die Religionsfreiheit

    Abstimmungen: 12 41,4%
  • Ist mir egal

    Abstimmungen: 3 10,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    29

proxy

New member
#21
Das Christentum hat viele naive und schlecht gebildete Anhänger, die in jüngerer Vergangenheit gezeigt haben, dass sie mit religiösen Dingen nicht umgehen können. Ich finde nicht, dass man einer solchen Religion hier Tür und Tor öffnen sollte, da das Letzte was wir brauchen religiöse Konflikte sind. Davon gab/gibt es schon genug und wir wissen aus der eigenen Vergangenheit wohin das führt...

http://www.heute.at/news/welt/USA-Umstrittener-Abtreibungsarzt-erschossen;art414,46157
Die Antwort war sehr kreativ, aber du vergisst dabei, dass das Christentum hier bereits verbreitet ist. Mit einem Übel muss man nun mal leben.

Dass es auf beiden Seiten Idioten gibt ist auch klar, allerdings ist es auf Seiten des Islam doch deutlich schlimmer... oder zweifelst du daran, dass islamische Länder im Vergleich zu westlichen Ländern unterentwickelt sind?
 
#22
Ich behaupte jetzt mal, dass das wohl weniger mit der Religion zu tun hat als viel mehr mit der Bildung.
 
#24
Ich finde Minarette auf persönlicher Ebene grässlig, das liegt an meinem Geschmack.
Aber verbieten würde ich die deshalb nicht.

Sobald die Moslems in ihren Ländern die gleiche Toleranz zeigen wie sie hier in christlichen Ländern einfordern, können sie gern hier auch bauen, was sie wollen. Solange sollen sie damit leben, dass man sie hier genauso wenig oder viel toleriert wie man Christen in ihren Ländern toleriert.
Kann Intoleranz der anderen zum Ablegen der eigenen Toleranz auffordern? Ich finde - wie andere wohl auch - nicht. Ich finde das das Minarettverbot zu weit geht, auch wenn ich die Optik total grauenhaft finde. Was mich eher stört ist der Unverschämte Lärm, der leider nicht von den Moscheen oder den Minaretten kommt, sondern aus den Wohnungen der Muslime, die jedesmal wenn man fragt warum das so laut sein muss antworten, dass sie ein religiöses Fest feiern oder Lieder singen. Das finde ich sollte verboten werden, weil es Ruhestörung ist. Aber das darf man ja nicht sagen, weil man einen Stempel auf dem Kopf hat.
Und direkt da käme ich in eine Endlosdiskussion über Integration mit Leuten die es am liebsten hätten wenn diese nur noch in Mathe stattfinden würde und Leuten die soweit gehen würden auch Leuten ohne Staatsbürgerschaft Wahlrecht geben wollen.
Ich habe gewiss nichts gegen Integration und gegen Ausländer, auch die mit Integration verbundene Assimilation muss nicht auf kultureller Ebene geschehen, aber ich fänd es doch klasse, wenn ich den ein oder anderen Nachmittag mal wirklich Ruhe hätte und mir nicht irgendeinen (wie ich finde unschönen) Lärm oder Lieder oder sonst was anhören muss.

Abgesehen davon steht mitten in Istanbul eine große Kirche. Die stammt zwar nicht aus heutigen Zeiten und ich bezweifle auch, dass sie heute noch genehmigt würde, aber abgerissen wurde sie bisher auch nicht.
 

proxy

New member
#26
Und warum? Weil die "Politiker" zu ungebildet sind. Da drehen wir uns dann im Kreis. :wink:
Nein, weil die Politiker sich, wie alle anderen Leute in den Ländern, an die religiösen Regeln halten müssen und diese über allem stehen.
Hast du dich mal gefragt wieso Länder, in denen Religion über der Politik steht, generell schlechter entwickelt sind als Länder, in denen das Gegenteil der Fall ist?
... oder warum solche Länder ständig in Kriege verwickelt sind?
 
#27
Kann Intoleranz der anderen zum Ablegen der eigenen Toleranz auffordern?
Kann ich für Toleranz auch Toleranz erwarten? Ich finde schon. Das "Gebo-Prinzip" (das Prinzip von Geben und Nehmen) ist in unseren Breiten schon seit den Kelten und Germanen verwurzelt und wurde auch von den Christen bereitwillig übernommen, weil es auf Gegenseitigkeit beruht. Der Verlust dieses Lebensgrundsatzes ist u.a. Ursache für die Kluft zwischen arm und reich, die momentan fleissig am Wachsen ist, aber das ist ein anderes Thema.

Ich denke, dass wir gegenüber dem Islam schon sehr tolerant sind. Jedenfalls weitaus toleranter als es anderen Religionen in muslimischen Ländern widerfährt. Nun ist es an ihnen mal einen Schritt auf unsere Kultur zuzugehen, damit sie zeigen, dass diese Toleranz auch geschätzt wird. Derzeit erlebe ich nur, dass diese Toleranz ausgenutzt wird. Sie wird teilweise sogar verlacht. Da fordern Frauen das Tragen von Kopftüchern an Orten, wo es nichtmal in der Türkei erlaubt wäre. Dort ist es z.B. in staatlichen Behörden verboten, hierzulande haben türkischstämmige Lehrerinnen schon dagegen geklagt. Es tragen hier mehr türkischstämmige Frauen Kopftücher als in der Türkei. Wer mal in Neukoelln, Kreuzberg oder Wedding war und sich als Vergleich Istanbul angeschaut hat, wird das sicherlich auch bestätigen. Und sie greifen bei Demonstrationen, die Relgionsstreitigkeiten in ihren Ländern betreffen (man erinnere sich an den Streit zwischen Kurden und Türken), unsere Mitbürger/Polizisten an, wofür sie in ziemlich jedem muslimischen Land schnell hinter Gittern gelandet wären, da dort der Umgang mit gewalttätigen Demonstranten wesentlich rigoroser ist als hierzulande. Sie verlagern also auch noch ihre religiösen Konflikte in unser Land, anstatt die gleiche Toleranz aufzubringen, die sie von uns erwarten.

Ich bin bereit jeden zu tolerieren, der anderen und mir die gleiche Toleranz auch entgegen bringt. Beim Islam haben wir aber langsam einen Punkt der Toleranz erreicht, wo wir merken sollten, dass da nicht viel mehr zurück kommt außer Forderungen nach noch mehr Toleranz. Minarette sind zu ihrer Religionsausübung nicht notwendig und alles andere, was sie zur Ausübung ihrer Religion benötigen, tolerieren wir bereits. Die Religionsfreiheit ist also gewährleistet. Diese umfasst aber keine Kulturfreiheit, denn diese ist nunmal landes- und nicht religionsspezifisch. Sie können ihre Religion gern ausüben. Sie können von mir aus auf der Strasse auch Kopftücher, Turbane oder sonstwas tragen, aber sie sollen bitte unsere Kultur tolerieren und sich in diese integrieren, wenn sie schon hier leben wollen. Schliesslich erwarten sie das auch, wenn wir in ihre Länder auswandern. Dass Teile ihrer Kultur dann in unsere einfliessen ist dabei ein ganz normaler und Jahrtausende alter Prozess. Dieses Einfliessen basiert dann aber im Normalfall auf Gegenseitigkeit und nicht auf dem Aufzwängen von kulturellen oder religiösen Symbolen. Wenn ein Volk diese Symbole nicht wünscht, dann hat man das als Minderheit zu tolerieren, egal ob das nun Kopftücher bei Lehrerinnen sind oder Minarette in Städten. Demokratie nennt sich sowas und ist elementarer Bestandteil der europäischen Kulturen geworden. Wir sollten diese auch aus Toleranz gegenüber anderen Religionen nicht aufgeben. Da ich nicht drauf stehe mich vor irgendwelchen Phantasiewesen zu erniedrigen, ist mir jedenfalls die Freiheit der kulturellen Entwicklung und die Demokratie (auch wenn diese in Deutschland immer mehr zur Farce wird) wesentlich wichtiger.
 
Gefällt mir: CDW

b4ck

New member
#28
Ich bin bereit jeden zu tolerieren, der anderen und mir die gleiche Toleranz auch entgegen bringt.
dann wünsch ich dir viel spaß auf der welt hier :)
wenn die andere seite genauso denkt wirst du so nicht weiterkommen.

der klügere gibt nach der esel fliegt in bach oder so ;)
 
#29
dann wünsch ich dir viel spaß auf der welt hier :)
wenn die andere seite genauso denkt wirst du so nicht weiterkommen.
Doch, gerade dann werde ich weiter kommen, weil dann nämlich eine gegenseitige Toleranz aufgebaut wird und keine einseitige.

der klügere gibt nach der esel fliegt in bach oder so ;)
Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt... Denk mal drüber nach.
 
#30
Ehrlich gesagt ich finde es komisch, dass das Minarett so als Symbol ausgenutzt wird.

Meine Meinung ist ganz klar: Gute Erfahrungen mit dem Islam sind die Ausnahme! Kopftücher und voll vermummungen um die Frauen religiös-gesellschaftlich zu unterdrücken, antidemokratische Weltbilder, eine "ey scheiß Deutschland"-Mentalität, Parallelgesellschaften (geht in euren lokalen sozialen Brennpunkt und schauts euch selber an) bis hin zu Zwangsehen mit Ehrenmorden und Leute die hier 20/30 Jahre leben und nur gebrochen die Sprache sprechen sind schon die Regel geworden.

Ich brauche niemandem seinen Turm zu verbieten um ihm zu sagen das ich ein Problem mit seiner Mentalität habe. Und ich bin auch der Meinung das man die Religionsfreiheit zur Wahrung der Menschenrechte einschränken sollte.

Anscheinend jedoch, haben sowohl Deutschland als auch die Schweiz bei ihrer Integrationspolitik versagt.

Einen kleinen Denkanstoß möchte ich euch geben: Bei einer ähnlichen abstimmung um z.B. Buddhistische Tempel hätte die abstimmung sicher anders ausgesehen und das liegt nicht daran das die Schweizer auf einmal alle Nazis sind!
 
#33
Abschiebung ist in Deutschland ja das Problem.
Dann demonstrieren wieder die ach so sozialen Linken, die einfach nicht nachdenken sondern nur "dem System schaden wollen", Hauptsache auffallen.
Das ganze habe ich miterlebt, da eine Schülerin meine Schule vor einigen Jahren mit ihrer Mutter das Land verlassen sollte.

Und ich finde es grauenvoll, dass es eine Pflicht gibt, die deutsche Sprache zu lernen, aber keine wirklichen Prüfungen, wo das überprüft wird und effektiv eingesetzt werden kann. Ein Beispiel einer Polizistin aus meinem Bekanntenkreis war, dass ein Verkehrsunfall geschehen ist, wo einer der beteiligten Ausländer war. Der hat einen auf nix-deutsch-verstehen gemacht und erschwerte damit die Arbeit der Polizei. Als hinterher rauskam, dass der man sehrwohl fließend deutsch spricht, gab es nicht mal ein Ordnungsgeld.

Zum Thema Toleranz möchte ich noch einmal das aufgreifen, was bitmuncher sagte:
Ich verstehe deinen Standpunkt und kann diesen nachvollziehen, genauso denke ich, dass du meine Argumentation verstehst. Allerdings meine ich keinesfalls, dass ich immer denke, dass man tolerant sein sollte, ich meine bloß, dass man nicht schwarz-weiß denken darf. Denn dieses schwarz-weiß denken passiert, wenn es dem Volk schlecht geht. Und dann geht die Politik ins extreme - ob links oder rechts ist dabei völlig egal, ist beides schlimm.
Ich bringe sicherlich niemandem Respekt entgegen, der mir nicht auch welchen entgegen bringt, das ist schon klar.
 
#34
Ich bin für die Religionsfreiheit.
Meine Ansicht mag veraltet klingen aber für mich hat die Kirche das höchste Gebäude im Dorf zu sein - daher sind die Minarette, dort wo sie denn gebaut werden, etwas niedriger zu bauen als die Stadtkirche.
Aber ich habe kein Problem damit, 5 verschieden religöse Gemeinden zu berherbergen. Auch wenn man die anderen nicht so sehr auffallen(z.B. Russisch Orthodoxe Kirchen/Gemeindehäuser die es ja überall bereits gibt)

Habe ich schon erwähnt das in deutschland jedes Kind englisch in der Schule lernt?
Trotzdem ist nach deutsch die zweithäufigst gesprochene Sprache türkisch :rolleyes:
(gesehen in einem Schulatlas von 1994 - hat noch jemand einen aktuelleren Atlas und kann mal hinten reinsehen?
Mich würde der heutige Stand interessieren)

@jemo
Ich stimme die da voll und ganz zu - mich hat hier hauptsächlich folgendes erschreckt. In der Zeitung meiner Region ist ein Artikel über ein neu gebautes Türkisch/Islamisches Zentrum aufgetaucht:
Ich will nicht zu viel Zitieren wen der gesamte Artikel interessiert -->Klick
... Es müssten prinzipiell mehr türkisch sprechende Angestellte in städtischen Einrichtungen gefördert werden, meint er ...
Edit:
Ich selbst kenne mehrere Familien die aus Russland nach Deutschland gekommen sind und fast perfekt Deutsch sprechen und dies auch Zuhause untereinander tun(die erste Generation ausgeschlossen). Es mag sein das aus Russland die Integration einfacher(ähnlicher Lebensstil und Religionen) ist
Aber das man deutsch sprechen und verstehen kann sollte man doch fordern dürfen?

Sonst hat man auf Dauer keine Chancen in einem doch sehr bürokratiegeplagten Staat. Daher finde ich ebenso - neben den frei erhältlichen Deutschkursen für Einwanderer - irgendeinen Nachweis über Sprachkenntnis für wichtig.
 
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