Entdecker von Sicherheitslücke vor Gericht

Der französische Student Guillaume Tena hätte besser die Finger vom Erforschen gängiger Antiviren-Programme gelassen. Nachdem er entdeckt hatte, dass sich ein Antivirus-Tool über einen Trick aushebeln lässt - und dies unter einem Pseudonym publik gemacht hatte - steht er nun vor Gericht.

Im Jahr 2002 wies Tena unter dem Pseudonym ?Guillermito? darauf hin, dass man den Antivirus ?Viguard? des Herstellers Tegam mit einem Trick komplett aushebeln könne. Bei Tegam reichte man alsbald Klage gegen den Studenten ein. Dabei fußt die Klage auf dem Argument, wonach Guillaume gegen das ?Gesetz zum Schutz geistigen Eigentums? verstoßen habe, da er - so die Anklage - eine Raubkopie des Programms zur Untersuchung verwendet hätte und ferner Auszüge aus dem Code veröffenlicht hätte. Die Staatsanwaltschaft fordert aus diesem Grund ein Bußgeld von 6000 Euro und eine Haftstrafe von vier Monaten auf Bewährung.

Das angeblich korrumpierte Unternehmen Tegam hingegen fordert sogar eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 900.000 Euro. Tena wehrt sich indes gegen die Vorwürfe und bestreitet diese vehement. Der Ausgang des kürzlich gestarteten Prozesses ist schwer absehbar. Mit einem Urteil wird am 8. März gerechnet. Sollte die Anklage Recht bekommen, so würde es sich hierbei um einen französischen Präzidenzfall im Bezug auf den Umgang und die Erforschung von Programmen auf Sicherheitslücken handeln.

Quelle: ComputerBase vom 12.01.2005

greetz
magic


P.S.: Ist richtig sinnig, was da die Juristen wieder verzapfen...
Auch unsere Nachbarn in FR degenerieren zum Bananenstaat...interessante Entwicklung...


P.S.S.: Danke, rudi ratlos ;)...
 
Also, der Artikel in der ComputerBase ist von 12.01.2005 13:19Uhr (hier) und basiert der Original-Quelle von TheRegister, wo der Artikel bereits am 12.01.2005 um 00:16Uhr veröffentlicht wurde nach einem Interview mit "Guillaume Tena (AKA Guillermito)". Hinzu sei noch angemerkt, Computerbase.de beruft sich bei dem Artikel als Quelle auf heise.de, wobei aber der Ouellen-Link nur auf die Startseite von heise.de gesetzt und dort findet sich sselbst in der Übersicht der Nachrichten der letzten Woche kein derartiger Artikel. Halt eine schicke Quellenangabe.

Daher würde ich die Leute bitte, doch bei News Meldungen einfach die "Original Quelle" unten als Direkt-Link mit anzugeben. Danke.

MfG Rushjo
 
Hallo,
naja die Franzozen spinnen ja sowieso.
Detailierte Anleitungen bzw. deren Verbreitung zur Ausnutzung von Sicherheitslücken (also Exploits) sowie Anleitungen zum Umgehen von Sicherheitprodukten, sind dort verboten.
Da wäre wahrscheinlich sowas wie der Heise Browsercheck ne Straftat....
 
Zurück
Oben