Fahrschul frage

Leicht Off-Topic, aber das muss mal gesagt werden:

Hier sieht man doch mal SUPER, wie unterschiedlich das Verständnis der theoretischen Fragen in der Führerscheinprüfung sein kann! ;)

Meiner Meinung nach sollte die theoretische Prüfung abgeschafft und dafür die praktische Prüfung um einiges härter werden. X(
 
Original von Woosh

Meiner Meinung nach sollte die theoretische Prüfung abgeschafft und dafür die praktische Prüfung um einiges härter werden. X(

Halt ich für absolut sinnfrei. Ein Auto is net nur ein lustiger Gegenstand mit dem bequem von A nach B kommt sondern es hat auch ein gewisses Gefahrenspotential, wie man ja an den vielen Verkehrstoten und -verletzten sieht.
Und Leute einfach mal drauf los fahren lassen ohne theoretisches Wissen, also sprich learning-by-doing, find ich recht gefährlich.
1. Eine Fahrausbildung is recht teuer. Wenn du mehr Praxis machst wirds noch teurer.
2. Selbst wenn du viele Fahrstunden machst, dich gut anstellst und die theoretische Prüfung absolut fehlerfrei bestehst, kannst du nicht wirklich autofahren, auch wenn du den Führerschein bei der Prüfung bekommst.
Das dauert Jahre bis du wirklich ein guter Autofahrer wirst und du musst schon ne Menge an Kilometer abreißen. Oder meintest du mit "härterer" praktischer Prüfung, dass die Leute vorher min 100.000 Kilometer fahren müssen? Dann würd ich deinem Vorschlag evtl zustimmen.... aber auch nur weil ich mein Führerschein schon lange habe und somit net diese Ausbildung bezahlen müsste. ;)

Bei mir war es z.b. so: ich hatte vorher schon den Führerschein für ne kleine 125er und musste daher nur ein Teil der theoretischen Stunden ableisten, keine Erste-Hile-Kurs, usw da alles noch gültig war von dem Führerschein 1,5 Jahre zuvor. Außerdem war ich es gewohnt im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Ich konnte auch dank Kollegen schon etwas Autofahren, also zumindest so dass ich net dauernd den Motor abwürge usw... und zu guter Letzt war auch der Fahrlehrer ein Bekannter meiner Eltern. Fazit war: Führerschein in Rekordzeit, mit nur 12 Praxis-Fahrstunden und 0 Fehlerpunkte in der Theorieorüfung. Aber ich behaupt mal es dauerte noch etwa 1-2 Jahre und etwa 100.000km bis ich von mir wirklich behaupten konnte "So, nun denke ich, dass ich gut und sicher Autofahren kann..."

Meine Meinung is daher:
Selbst wenn man die praktische Prüfung härter macht, bringt das nur ein Minimum an Schutz mehr für das eigene Leben und Auto und für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Aber die kosten würden hingegen immens steigen.
 
Ziemlich schrecklich, was hier an MEINUNGEN zu einem Thema zusammenkommt, das aufgrund dessen, daß Fahrzeuge falsch benutzt Mordzeuge sind, ein ziemlich ernstes ist.

Meine Meinung hier ist weniger auf die korrekte Antwortauuswahl gerichtet (das wurde ja schon ausführlich und eindeutig diskutiert - durch quux und Woosh) als auf die Diskussionen im Anschluß.

Die allerwichtigste Regel, bevor DRAUSSEN in der Praxis IRGENDWAS anderes in die Betrachtung gezogen werden darf, ist die Regel der Rücksichtnahme! Die ist gleichzeitig die EINFACHSTE Regel. Nicht umsonst.

Hier sind ausreichend bedrohliche Vorgänge denkbar, wo sie gleich mehrfach zur Anwendung kommen muß:

1. Der LKW von vorn könnte Probleme haben, um die Kurve zu kommen.
ZWAR ist er identisch zu mir Linksabbieger und somit in keiner Weise bevorzugt oder benachteiligt (womit die Optionen 2 bis 4 automatisch der Absurdität überführt sind), aber es könnte durchaus sein, daß ich NICHT gleichzeitig und unabhängig von ihm abbiegen kann. Irgendwo ganz oben im Thread wurde das schon mal ausgesagt.

2. Die Fußgänger haben IMMER Vorfahrt, auch wenn die nicht auf die Straße springen SOLLEN und auch wenn denen eventuelle vor Gericht die Schuld an einem Unfall zugeschrieben werden sollte. Es darf NIE vorausgesetzt werden, daß Fußgänger die Regeln, wie sie für Fahrzeugführer Pflicht sind, beherrschen. Bei Kindern noch nicht mal, daß sie die überhaupt kennen.
Hier muß gleich auf mehrere Leute Rücksicht genommen werden, was zusätzlich nahelegt, dem LKW erstmal sein Verschwinden zu ermöglichen und derweil die Fußgänger drüben sich auskäsen zu lassen.

Ich würde hier also eh erstmal warten.

3. Die Situation ist heutzutage üblich für Stadtverkehr außerhalb von Schnellstraßen.
Der Verzicht auf Vorfahrtsschilder wird genau zu dem Zweck gemacht, um die Fahrzeugführer zu zwingen, an jeder gleichrangigen Abbiegung oder Kreuzung auf die Bremse zu treten. Als zusätzliche geistige Unterstützung für das Rücksichtnehmen insbesondere auf Fußgänger (und Radfahrer). Gleichrangige Straßen gibt es praktisch nur innerhalb von Ortschaften zum Zwecke des Ausbremsens. Und sie werden oft genug begleitet von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 Km/h. Die ihren Sinn haben - nicht nur zur Bewahrung von Menschen- und Haustierleben, sondern auch (zweitrangig) zur Bewahrung vor unliebsamen Punkten in Flensburg oder gar Führerscheinentzug.

Wir sehen: Noch ganz ohne irgendwelche stupiden Vorfahrtsregeln gibt es hier ausreichend Anlaß, vorsichtig zu sein, wobei DAS Verhalten, was nach Vorfahrtsregel letztlich gefordert ist, sogar ganz nebenbei mit abspringt. Ohne daß man sich deshalb extra Gedanken machen müßte.

Dieses Situationsbild finde ich daher sehr sinnvoll und ABSOLUT praxisbezogen gewählt. Wer DAMIT NICHT klarkommt, sollte unbedingt noch eine Runde auf den Führerschein verzichten, sich in aller Ruhe zum Meditieren in den Schneidersitz begeben und über den Sinn der Welt und sein eigenes Verhalten nachdenken!
Und vielleicht mit jemandem über das Zeug reden. Wie hier.
Dann wird es beim nächsten Mal sicherlich besser klappen.

Viel Erfolg!
 
Die Argumentation wird sein wenn du auf der weissen Linie fährst können die entgegenkommenden Fahrzeuge ausweichen, andernfalls riskierst du einen Frontalcrash. Allerdings würde ich versuchen bei der ersten Gelegenheit auf die Standspur zu fahren.
 
Original von Harry Boeck
1. Der LKW von vorn könnte Probleme haben, um die Kurve zu kommen.
ZWAR ist er identisch zu mir Linksabbieger und somit in keiner Weise bevorzugt oder benachteiligt (womit die Optionen 2 bis 4 automatisch der Absurdität überführt sind), aber es könnte durchaus sein, daß ich NICHT gleichzeitig und unabhängig von ihm abbiegen kann. Irgendwo ganz oben im Thread wurde das schon mal ausgesagt.

2. Die Fußgänger haben IMMER Vorfahrt, auch wenn die nicht auf die Straße springen SOLLEN und auch wenn denen eventuelle vor Gericht die Schuld an einem Unfall zugeschrieben werden sollte. Es darf NIE vorausgesetzt werden, daß Fußgänger die Regeln, wie sie für Fahrzeugführer Pflicht sind, beherrschen. Bei Kindern noch nicht mal, daß sie die überhaupt kennen.
Hier muß gleich auf mehrere Leute Rücksicht genommen werden, was zusätzlich nahelegt, dem LKW erstmal sein Verschwinden zu ermöglichen und derweil die Fußgänger drüben sich auskäsen zu lassen.

Ich würde hier also eh erstmal warten.

3. Die Situation ist heutzutage üblich für Stadtverkehr außerhalb von Schnellstraßen.
Der Verzicht auf Vorfahrtsschilder wird genau zu dem Zweck gemacht, um die Fahrzeugführer zu zwingen, an jeder gleichrangigen Abbiegung oder Kreuzung auf die Bremse zu treten. Als zusätzliche geistige Unterstützung für das Rücksichtnehmen insbesondere auf Fußgänger (und Radfahrer). Gleichrangige Straßen gibt es praktisch nur innerhalb von Ortschaften zum Zwecke des Ausbremsens. Und sie werden oft genug begleitet von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 Km/h. Die ihren Sinn haben - nicht nur zur Bewahrung von Menschen- und Haustierleben, sondern auch (zweitrangig) zur Bewahrung vor unliebsamen Punkten in Flensburg oder gar Führerscheinentzug.


Da dort nicht von "Ich muss auf die Fussgänger achten", "ich muss darauf achten das der LKW nicht ausschert" oder von irgendwelchen aus dem nichts auftauchenden Haustieren steht, spielt das bei der Frage auch keine Rolle. Natürlich muss man beim Fahren im Strassenverkehr auf sehr vieles achten. Das spielt bei der Frage aber keine Rolle, weil es nur darum geht was als Antwortmöglichkeit dort steht. Da man dem LKW rechtlich keine Vorfahrt geben muss, fällt das auch als Antwort weg.
 
Original von Harry Boeck

Dieses Situationsbild finde ich daher sehr sinnvoll und ABSOLUT praxisbezogen gewählt. Wer DAMIT NICHT klarkommt, sollte unbedingt noch eine Runde auf den Führerschein verzichten, sich in aller Ruhe zum Meditieren in den Schneidersitz begeben und über den Sinn der Welt und sein eigenes Verhalten nachdenken!

Ich glaub, dass das Problem bei solchen Fragen in der Prüfung eher das Verständnis ist. In der Praxis hat man ohnehin mehr als 4 Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Ich finde, man kann dieses Bildchen schlecht mit der Situation im Auto zu sitzen vergleichen.
 
Die Argumentation wird sein wenn du auf der weissen Linie fährst können die entgegenkommenden Fahrzeuge ausweichen, andernfalls riskierst du einen Frontalcrash. Allerdings würde ich versuchen bei der ersten Gelegenheit auf die Standspur zu fahren.

Auf die Standspur zu fahren is nich gerade gut wenn man sein Leben behalten will, im Radio wird ja immer gewarnt und gesagt man soll rechts fahren, dh dir kommen alle entgegen wenn du nach (von dir aus) links fährst :D Das is auch der Grund warum Antwort 3 auch richtig is, da sollten im Normalfall dann keine Autofahrer mehr kommen wenn sich alle dran halten xD

Manuel
 
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