Fedora 12 64-Bit

odigo

Member of Honour
Hey,

ich werd mir morgen einen neuen Laptop mit 64-Bit CPU kaufen. Darauf will ich Fedora 12 installieren. Jetzt frag ich mich ob ich die 32 oder die 64-Bit Variante nehmen soll.

1. Bringt die 64-Bit Variante echte spürbare Performancevorteile?
2. Kann ich dann nur noch x86_64-Pakete installieren?
3. Wenn ja, sind die genauso verbreitet wie i386-Pakete?

Ich hoffe jemand von euch hat damit Erfahrung. Ich hab nämlich keine.

odigo
 

xeno

Moderator
Mitarbeiter
1. Bringt die 64-Bit Variante echte spürbare Performancevorteile?
Du kannst 2^64 Bit adressieren ;). Mit Performance hat das nur dann was zutun, wenn Software X auch davon profitiert.

2. Kann ich dann nur noch x86_64-Pakete installieren?
Jein. Du kannst auch 32 Bittige Software installieren (mit verdrehungen), aber RPMs wird er wohl verweigern.

3. Wenn ja, sind die genauso verbreitet wie i386-Pakete?
Ich kenns nur von Debian. Dort werden Pakete an 11 Build Daemons verteilt und gebaut. Es fallen also Pakete für 11 Architekturen raus. Ob das Fedora Projekt das auch so macht weiß ich nicht, würde ich aber mal vermuten. Wenn ja, dann gibts jedes i386 Paket auch als amd64 Version.

Ich hoffe jemand von euch hat damit Erfahrung. Ich hab nämlich keine.
odigo

Ich von Fedora leider auch nicht ;)
 

odigo

Member of Honour
Du kannst 2^64 Bit adressieren ;). Mit Performance hat das nur dann was zutun, wenn Software X auch davon profitiert.
Ok. Andersrum gesagt kann es wohl wenigstens auch nicht schaden.

Jein. Du kannst auch 32 Bittige Software installieren (mit verdrehungen), aber RPMs wird er wohl verweigern.
Hm, das werd ich dann wohl tunlichst unterlassen.

Ich kenns nur von Debian. Dort werden Pakete an 11 Build Daemons verteilt und gebaut. Es fallen also Pakete für 11 Architekturen raus. Ob das Fedora Projekt das auch so macht weiß ich nicht, würde ich aber mal vermuten. Wenn ja, dann gibts jedes i386 Paket auch als amd64 Version.
Ich hab bei Fedora auch noch nie ein Paket gesehen wo es nicht auch die 64-Bit Variante gibt.

Ich von Fedora leider auch nicht ;)
Das hab ich mir schon gedacht, aber ich denke das es bei Fedora auch nicht viel anders sein sollte als bei anderen Distributionen. Ich benutze schon seit Ewigkeiten Fedora, deshalb hab ich mich jetzt auch wieder dafür entschieden.

Ich denke ich werds mal mit der 64-Bit Variante riskieren.
Danke

odigo
 

xbeduine

Member
Ich hab seit F10 nur noch die X86_64 im Einsatz. Aktuell F12 X86_64 auf einem Desktop, F11 X86_64 auf einem Lenovo T500 und einer Workstation.

Probleme die sich auf die Architektur zurückführen lassen, hab ich auf keiner der laufenden Installationen.

3. Wenn ja, sind die genauso verbreitet wie i386-Pakete?
Ja, du bekommst mit ganz wenigen Ausnahmen alle Pakete als i386 und x86_64. Einzige Ausnahme die mir einfällt ist wine.

Falls Probleme damit auftauchen sind das deutsche fedoraforum und fedoraforum.org gute Anlaufstellen ;)
 

bitmuncher

Senior-Nerd
Falls Probleme damit auftauchen sind das deutsche fedoraforum und fedoraforum.org gute Anlaufstellen ;)

Oder das Habo. ;)

odigo hat gesagt.:
Ok. Andersrum gesagt kann es wohl wenigstens auch nicht schaden.
Kommerzielle Programme werden oft nur in 32bit-Varianten ausgeliefert. Auf einige wirst du also verzichten müssen, da sie auch mit einem 32bit-Environment teilweise nicht zusammenarbeiten. Flashplayer u.ä. gibt's aber mittlerweile auch als 64bit-Version, die recht anständig läuft. Wie's bei NVidia- und ATI-Treibern aussieht, solltest du vorher nochmal nachschauen, sonst musst du evtl. auf eine anständige 3D-Unterstützung verzichten, da die meisten Laptops mit einigermassen guter Grafik Grafikkarten dieser Hersteller nutzen.

Ausserdem bietet meines Wissens nach auch Fedora ein 32bit-Environment, unter dem du 32bit-Software innerhalb eines 64bit-Systems laufen lassen kannst.
 

derLichtschalter

New member
Die beiden großen Grafikkartenhersteller bieten ihre Treiber auch in 64-bit an. Die sind auch direkt in den Fedora-RPMFusion-Repositories zu finden.
 
S

sw33tlull4by

Guest
Teil uns mal deine Erfahrungen mit, interessiert mich auch sehr.

Was noch anzumerken ist,
Auf jedem System,auf dem es machbar ist,oder halbwegs sinn macht, installiert Fedora ab Version 11,defaultmaessig den PAE-Kernel.
Damit hast du mehr Speicherplatz den du adressieren kannst und du musst nicht auf deine x86-Packete verzichten.

Mfg

sw33t
 

odigo

Member of Honour
Hallo Leute,

auf meinem Laptop läuft nunmehr seit ca. 2 Tagen Fedora 12. Hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht und paar Infos die mir sonst noch so einfallen.

Zuerst mal ein paar Eckdaten zu meinem Laptop:
HP Compaq 6730b
-CPU: Intel Core 2 Duo Prozessor P8700, 2,53 GHz , 3 MB L2-Cache, 1066 MHz FSB
-GPU: Mobile Intel Graphics Media Accelerator 4500MHD
-RAM: 4 GB DDR2
-Monitor: 1280 x 800 WXGA mit Kamera
-HDD: 250 GB
-BIOS: HPQFlash for HP Notebook System BIOS (68PDD) - Microsoft Windows-Based, F.11
Datenblatt:
http://h10010.www1.hp.com/wwpc/de/d...47-3687777-3912144.html?jumpid=reg_R1002_DEDE
Hab noch nen manuellen Systeminfo-Screenshot vom BIOS angehängt.

Nach der Installation von Windows und dem Festplatten partitionieren hab ich mich daran gemacht Fedora 12 zu installieren (mit KDE, 64 Bit), was ja recht easy ist. Nach dem ersten Durchstarten wurde ich erstmal mit "Non-System disk or disk error" begrüßt. Wie ich nach einigen googeln rausgefunden habe liegt das wohl an einem "Security Treiber" von HP der auch auf der Treiber-CD drauf ist und ich Held natürlich auch installiert habe. Welcher "Treiber" es genau war kann ich leider nicht genau sagen. Im Zweifel nur Treiber installieren die einem auch was sagen.

Windows neuinstalliert, Fedora neu installiert. Durchstarten. Fedora lädt.

Kurz nachdem ich das erste mal KDE 4 gesehen habe wurde ich auch gleich von 2 Meldungen begrüßt die mir irgendwas von Kernel Panic erzählen. 2 bekannte Bugs (https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=533952 und https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=524808). Keine Ahnung was die bedeuten, stören tun sie mich zumindest (bis jetzt) nicht sonderlich. Laut den Bugberichten sind daran aber die Programmierer vom BIOS schuld, nicht Fedora.

Ich war höchst überrascht was denn gleich alles von Anfang an ohne Probleme lief. Sound, Touchpad (sogar das Feature was die mittlere Maustaste simuliert wenn man beide Tasten gleichzeitig drückt; geht unter Windows nicht), sogar das Microphon (zumindest in audacity), WLAN (ganz cool) und LAN. Nur mal um die wichtigsten Sachen zu nennen, hab noch nicht alles ausprobiert. Nach einiger Zeit bekam ich erhebliche Probleme mit dem KLauncher. Er reagierte furchtbar langsam und startete teilweise Programme gar nicht oder brach sogar mit einer Fehlermeldung ab. Nach einem Update von rund 300 MB (! ist mit DSL-light nicht lustig) hab ich diese Probleme nicht mehr.
Teilweise hat man Probleme mit nicht freier Software, da es diese nicht als 64 Bit-Variante gibt, z.B Skype. Skype hat mir nachdem ich das RPM installiert habe erstmal die Fehlermeldung "bash: /usr/bin/skype: /lib/ld-linux.so.2: bad ELF interpreter: No such file or directory" um die Ohren gehauen. Mit dieser Anleitung gings dann aber http://www.wbitt.com/my-howtos/139-skype-on-fedora-11-64-bit-x8664.html. Beim Flash-Plugin ähnlich, hier ne Anleitung https://fedoraproject.org/wiki/Flash. Grundsätzlich muss ich sagen daß es viel brauchbare Doku zu Fedora im Netz gibt und daß ich deshalb bis dato vor noch keinem unlösbaren Problem stand.

Hier noch ein paar kleine Probleme/Unschönheiten die mir aufgefallen sind, die aber nicht sonderlich schlimm sind:
- teilweise ist statt dem Pidgin-Icon nur ein weißes Viereck im Tray (komischweise hatte Pidgin bei meinem alten FC7 ein ähnliches Problem)
- KPackageKit schmiert teilweise nach nem Update ab. Kann man aber eh alles auch per Shell machen
- KRedesktop hat mal meine Maus nicht mehr aus dem Remotedesktop gelassen. Es half nur ein Neustart
- teilweise sind Fenster nur halb ins deutsche Übersetzt
- Spalten sind teilweise zu klein. Die haben wohl nicht mit langen deutschen Wörtern gerechnet

Fazit: Fedora 12 hat zwar noch einige Bugs (liest man auch immer wieder im Internet), aber im großen und ganzen läufts eigentlich ganz rund und KDE 4 schaut schon echt stylisch aus. Ich denke die die jetzigen Probleme werden sich mit den nächsten Updates legen, hoffentlich kommt auch bald ein nicht ganz so panischer Kernel raus. Aber was wäre denn ein Linux ohne ein paar Macken. Ich glaube das gehört irgendwie dazu (Ubuntu soll ja mit dem letzten Release auch ein paar Probleme haben).

Wer noch fragen hat, nur her damit.

Achja, yum rulez!!! 8)

odigo
 

xbeduine

Member
Hallo,

das hatte ich bei F12 auch - bis auf nvidia ist ein langweiliges System. Da läuft alles :thumb_up:

flash 64 Bit -> Downloaden, entpacken und nach /usr/lib64/mozilla/plugins kopieren. Dann kannst du dir dass gewürge mit dem nspluginwrapper sparen.

- teilweise sind Fenster nur halb ins deutsche Übersetzt
Anmelden und mitmachen :D:D

Achja, yum rulez!!!
Genau - wirf doch kpackgekit und das Zeug runter. Wenn du yum intus hast, willst du eh nichts anderes mehr verwenden.
 
Oben