Google darf keine Bücher mehr scannen

Wer darauf gehofft hat, in Kürze am heimischen Computer in aller Ruhe Millionen Bücher aus berühmten Bibliotheken lesen zu können, muss sich noch länger als gedacht gedulden. Nach Informationen von US-Medien setzte das Unternehmen Google, die weltgrößte Internet-Suchmaschine, das Scannen urheberrechtlich geschützter Bücher zum Aufbau digitaler Bibliotheken bis auf weiteres aus.

Verschiedene Verlage hätten protestiert, hieß es. Den Angaben zufolge befürchten sie, dass die Digitalisierung zu Raubkopien und illegaler Verbreitung der Bücher führt - ähnlich, wie dies die Musikindustrie mit CDs erlebt hat. Zudem habe Google bislang keine Zahlung von Tantiemen angeboten.

Digitalisierung bis November ausgesetztUrsprünglich hatte Google geplant, 15 Millionen Bücher aus fünf Bibliotheken in den USA und Großbritannien zu scannen. Dazu zählen auch urheberrechtlich geschützte Werke aus den Universitätsbibliotheken Harvard, Stanford und Michigan. Den Angaben zufolge will Google das Scannen der Bücher bis November aussetzen. Bis dahin sollen die Verlage mitteilen, welche Bücher nicht digitalisiert werden dürften.

Das Internet-Kaufhaus Amazon hatte vor einer Woche ein ähnliches Angebot in Deutschland gestartet. Mit der Funktion "Search Inside" können die Kunden derzeit in mehr als 100.000 Büchern nach Stichworten suchen. Nach Angaben des Unternehmens sind in Kooperation mit 120 Verlagen derzeit rund 34 Millionen Textseiten im Internet verfügbar. Vor zwei Jahren hatte Amazon die Aktion wegen Streitigkeiten mit den Verlagen zunächst auch auf Eis legen müssen.

Quelle
 
wenn sich geldgier und kleinkariertheit dem wissen in den weg stellen ...
 
zum Glück weiss OTTO-NORMAL-VERBRAUCHER sich schon seit Jahren selbst zu helfen... :D
 
Tut mir leid, aber ich kann mich euerer Meinung leider nicht anschließen.

Bücher sind ein wertvoller und meiner Meinung nach zu fördernder Industriezweig.

Warum nicht ein wenig die Wirtschaft fördern und gute Bücher im Laden legal kaufen?
 
Weil die Informationen für jedermann frei zugänglich sein sollten (egal wie viel Geld sie besitzen). Das gilt auch für wissenschaftliche Bücher. Oder worin liegt Deiner Meinung nach die Existenzberechtigung einer freien Bibliothek?

Viele Bücher habe ich mir übrigens gekauft, nachdem ich sie über andere Wege gelesen ? oder zumindest reingelesen - hatte. Bei einigen wenigen waren es rein ideologische Gründe, sie danach zu kaufen (die Bücher waren es einfach wert). Meistens jedoch kamen ganz praktische Gründe hinzu: Ein Buch ist eben etwas anders, als ein Text auf dem PC. In diesen (nicht wenigen) Fällen war die elektronische Form dem Verkauf eindeutig förderlich, da ich so auf unzählige Bücher gestoßen bin, die ich sonst nicht kennen gelernt hätte.

Die elektronische Form will ich oftmals auch nicht missen, wenn ich das Buch bereits habe, da sich dadurch gesuchte Passagen im Bedarfsfall wesentlich schneller wiederfinden lassen.

Und bei allen Büchern jenseits der Fachwelt ist die elektronische Form ohnehin kein Konkurrent, denn einen Roman am PC zu lesen, ist nicht wirklich prickelnd^^ Allerdings hilft die elektronische Form durchaus, schon vor dem Kauf die Spreu vom Weizen zu trennen. Und dieser Trend ist gut.

Bye, nz
 
NeonZero, du schreibst mir aus der Seele!
Ich habe in jeder Hinsicht genau die gleiche Meinung und Erfahrung wie du.

Ich sehe in elektronischen Bücher auch keinerlei Konkurrenz zur "Hardware", die Grunde wurden ja schon genannt.

Deshalb kann ich nur sagen: "Schade, wirklich schade, hätte diesen Service sicher oft genutzt"

Mfg MrGoatee
 
Das is doch wieder mal geistige Grütze, die nur von der industrie kommen kann..

Ich kann in jeder größeren stadt. in eine Bibliothek gehen. Bücher lesen, und mir ganze Seiten rauskopieren. UNd davopn hat weder die durch öffentliche mittel fianzierte Bibliothek was, noch die industrie, die das buch ja nur EINMAL an die Bibliothek verkauft.. (höchstens der ,d er den kopierer zur verfügung stellt *g*).

Und beie iner onlinebibliothek ist das doch nix anderes. warum also die rechte in der "elektronischen welt" künstlich einschränken, was im RL ja auch kein problem ist.
 
Mal davon abgesehen ist das Argument mit den vielen Raubkopien nicht ganz begründet. Wenn man die Bücher nur online lesen könnte (Beispielsweise in einem Java-Applet), könnte man das ganze noch net mal kopieren.. geschweigedenn verbreiten.
 
Finde ich sehr schade, aber da ich nichts darüber wusste bin ich auch nicht wirklich enttäuscht. Ich kann mir aber denken, dass die Welt für sowas nicht bereit ist. Alle denken an das Geld. Ich persönlich kaufe nicht jedes Buch, dass ich lese und ich habe bereits Bücher runtergeladen, angelesen, mir sie gekauft und durchgelesen.
Wie schon erwähnt wurde trennt das eigentlich die Spreu vom Weizen, und wenn mir ein Buch wirklich gefällt, dann will ich das auch in meinem Schrank haben, um es nochmal zu lesen oder Passagen nachzulesen, um es einfach zu haben. Da die Bücher von Jahr zu Jahr teurer werden (ich weiß noch, wie ich '99 Bestsellerromane für 10DM in der Buchhandlung gekauft habe, heute kosten sie 16,99? (32DM) und mehr oO), ist das eigentlich eine gute Sache, aber die Welt ist viel zu verklemmt um Wissen offenzulegen.
 
Original von hbier
(...) aber die Welt ist viel zu verklemmt um Wissen offenzulegen.

Da magst du Recht haben. Wobei man da in richtung Wikipedia schauen muss, und da macht sich ein anderer Trend bemerkbar.. Leider sind es immernoch zu wenig.
 
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