In dem Moment in dem sich der Zweck der Software eindeutig nur
zur Begehung einer Straftat nach §202a oder §202b eignet.
Dies trifft weder auf einen Portscanner noch auf die meisten Exploits zu, diese
impletieren in der Regel nicht den für die Straftat notwendigen Schadcode.
Schadcode ist doch eine sehr treffende Definition. Dies bezieht sich besonders auf Malware, insbesondere Trojanische Pferde, Würmer, Viren. Genau da will man einen Riegel vorschieben, dass nicht jedes Kid sich das saugt und damit Unfug anstellt. Man versucht zu verhindern, dass das coden und bereitstellen dieser "Tools" möglich ist. Natürlich ist das Gesetz schwammig, aber das ist doch bei nahezu allen Gesetzen der Fall.
Glaubt hier irgendwer, ein Gericht würden den IT-Sec-Beauftragtem XY von der IT-Sec-Firma Z zu einer Haftstrafe verdonnern, weil er das System von einem Kunden mittels Pentest gecheckt hat? Oder glaubt jemand, dass die Polizei bei euch klingelt und sagt: Hallo, dürfen wie mal gucken ob sie Schadcode zu Hause haben?
Es muss doch erstmal ein Verdacht vorliegen, damit ihr ins Visier geratet und geprüft wird, was ihr getan haben könntet.
Wenn ihr im Logfile von nem Server auftaucht, der euch nicht gehört, dann liegt wohl ein Verdacht vor und dann könntet ihr auch echte Probleme bekommen. Doch die hättet ihr auch ohne dieses Gesetz, denn das Ausspähen von Daten/Computersabotage war schon lange vorher gültig, egal ob mit böser Software oder ohne.
Natürlich ist dieses Gesetz auch in meinen Augen völliger Nonsens, da es keinerlei Wirkung haben wird (man kann diese Tools weiterhin bekommen und im Ausland interessiert sowieso kein Schwein, was in D verboten ist, also kann man uns weiterhin damit angreifen), dennoch finde ich diese künstliche Panikmache in Form von "Hilfe, Hilfe, wir werden jetzt alle zu Verbrechern weil wir Ethereal und nmap verwenden) völlig überzogen und absolut unsinnig.
Mehr mag ich zu dem Thema nicht schreiben.
root