Informatik Studium Ahoi

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Ecco

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Hallo Community !

Ich bin neu hier und bringe auch direkt mal ein paar Fragen mit. Natürlich hätte ich meine Fragen auch in einem Studentenforum stellen können, aber ich dachte mir ich begebe mich mal gleich zur Quelle. Mir gefällt der Umgangston hier einfach besser :) !

Dieses Jahr werde ich mein Informatik Studium an einer FH angehen. Leider bin ich noch etwas planlos wie man sich im Studium verhält und wie man sich am besten darauf vorbereitet. Mit Vorbereiten meine ich jetzt nicht im Vorfeld Expertenwissen aneignen zur Mathematik, Softwareentwicklung usw. sondern Softskills wie bspw. die Organisation im Studium.

Wie handhabt ihr eure Papiere? Beim Abi kannte ich es nur so, dass ich alles was der Lehrer ausgeteilt in einen großen Ordner geheftet habe und fein säuberlich im Unterricht mitgeschrieben habe. Das hat zum lernen dann gereicht. Ich denke mal, dass wird in Vorlesungen irgendwie anders laufen oder? Leider hat keiner aus meiner Familie studiert, also kann ich die leider auch nicht fragen. Ich habe nur mal gehört, dass man wohl den Stoff einer Vorlesung i.d.R (oft schon vorher) in digitaler Form bekommt? Lest ihr euch das dann durch, druckt ihr euch das aus und heftet das ab? Ich weiß, dass ich im Studium mir ( auch im eigenen Interesse ) viel abseits des Studiums selber aneignen muss - dennoch vielleicht die etwas seltsame Frage: Gibt es so etwas wie Hausaufgaben?

Und dann wäre da noch die Sachen mit den wissenschaftlichen Arbeiten - so etwas muss ich dann ja wohl auch mal machen. Ich habe schon einige Bücher in der Buchhandlung gesehen die den Aufbau usw. beschreiben - aber welche Software benutze ich denn da am besten für? Ich habe ehrlich gesagt in meinem ganzen Leben noch nie wirklich mit Office gearbeitet - klar, hier und da mal einen Brief geschrieben oder eine Rechnung ausgestellt aber das war es dann auch - ich wüsste nicht mal wie ich ein Inhaltsverzeichnis oder so anlege.
Sollte ich so etwas mit Office machen? Im Internet bin ich mal über LaTeX gestolpert, dass soll wohl sehr beliebt sein (vielleicht sogar besser für so etwas und auch noch Plattformunabhängig)?

Ich dachte, dass ich mir vor allem so etwas noch mal vor dem Studium aneigne ( habe jetzt noch rund 8 Monate Zeit dafür ). Vielleicht hat jemand ein paar generelle Tipps, Buchempfehlungen usw. und kann vielleicht etwas aus seinem Studentenalltag erzählen.

Vielen Dank und Liebe Grüße

Ecco
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie handhabt ihr eure Papiere?
Ich schreibe in den meisten Fächern bei Hand mit, wobei das eher Geschmiere ist als sonstwas. Ich lerne nur ganz gut, wenn ich es selber schreibe. Lesen ist dann oft (Gott sei Dank, bei der Sauklaue) nicht mehr nötig bzw. gibt es da bessere Quellen. Das Zeug lege ich dann in Ordner ab, jeweils getrennt in zwei Fächer, eines für Vorlesungen und eines für Übungen. In fast allen Fächern gibt es offizielle Skripten bzw. Foliensammlungen vom Dozenten. Umso lästiger sind für mich dann die Fächer, in denen ich selber Unterlagen erstellen muss. Letztes Semester zum Beispiel habe ich dann entweder in der Vorlesung in Latex mitgeschrieben oder meine handschriftlichen Aufzeichnungen daheim abgetippt. Da geht aber viel Zeit drauf.

Gibt es so etwas wie Hausaufgaben?
In manchen Fächern ja, in manchen nicht. Es gibt bei uns aber zum Beispiel für jedes Fach zumindest eine Zentralübung, in der jemand vom Lehrstuhl Beispiele durchrechnet. Und zudem gibt es für einige Fächer noch Tutorübungen, in denen man selber Aufgaben löst und sie in kleineren Gruppen (~20 Leute) korrigiert. Viele handhaben es so, dass sie sich sowohl in der Zentralübung, als auch in den Tutorien berieseln lassen mit den Lösungen und danach sagen "ja, ist eh alles leicht". Mein Ratschlag ist aber wenn möglich alle Übungen davor selber zumindest zu versuchen, im Idealfall komplett durchzurechnen. Dann fällt der Lerneffekt durch die Übungen am höchsten aus, ist aber sehr zeitintensiv.

Sollte ich so etwas mit Office machen?
Kommt ganz darauf an, wie sehr du dich selber quälen willst :D. Ich rate dir auf jeden Fall von einem Officeprogramm ab, falls du selber ein Skriptum tippst oder irgendeine Arbeit schreiben musst. So etwas ist in einem Office-Programm (ich habs mal mit OpenOffice.org gemacht) zu tun ist extrem umständlich und auf jeden Fall nicht zufrieden stellend. LaTeX ist zwar aufwändig zum Lernen, aber schlussendlich lohnt es sich.

Und mein persönlicher Tipp: Merke dir, wann in der Mensa viel los ist und time deinen Tag so, dass du nicht ewig anstehen musst. Ansonsten verbringst du einen großen Teil deines Studentenlebens mit Anstellen. :wink:

mfg benediktibk
 
Danke für die viel Tipps und Ratschläge. LaTeX lernen bevor das Studium losgeht ist auf jedenfalls schon mal auf meiner ToDo Liste :D
 
Der größte Tipp für's Studieren allgemein ist wohl soziale Kontakte zu pflegen - je mehr Kommilitonen du kennst desto einfacher wird dein Studium (mehr oder weniger)

du kriegst so sachen einfach oft "schneller" mit, friständerungen z.B., und Lerngruppen sind in vielen Fächern sehr nützlich

Je nachdem ob du in Campusnähe wohnst solltest du dich vllt. öfter mal inner mensa oder in der nähe aufhalten und einfach kontakte knüpfen - studieren ist schließlich auch ein lebensabschnitt den man genießen sollte

zum beginn des aktuellen Wintersemesters ist mir son Abiturient mit seiner Mutter vor der Mensa vor die Füße gelaufen und seine Mutter kümmert sich ca. komplett um den - sucht ihm ne Wohnung, stellt seinen Plan zusammen, ...

Die hat mich dann gefragt was ich so als Student nem Ersti empfehlen könnte und ich hab einfach gesagt: "lassen sie ihren sohn das mal einfach alles alleine machen." Sie hat mich verdutzt angeschaut aber ich hab ihr dann erklärt das selbstorganisation ungefär der wichtigste soft-skill ist den man als student drauf haben sollte und soziale kontakte etc. sehr wichtig sind - die gehen ihrem sohn schon teilweise dadurch verloren das mama alles macht

inhaltlich gesehen - jeder lernt anders - selbst mitschreiben ist aber wichtig, ich kann nur sehr selten viel aus den mitschriften von kommilitonen gewinnen, das muss ich schon selbst gemacht haben (kann aber auch bei dir anders sein)
 
Der größte Tipp für's Studieren allgemein ist wohl soziale Kontakte zu pflegen - je mehr Kommilitonen du kennst desto einfacher wird dein Studium (mehr oder weniger)

FACK!

Außerdem habe ich in den letzten beiden Semestern gelernt, dass man manchmal nicht alles verstehen muss, um weiter zu kommen. Also du musst nicht alles dann verstehen, wenn es eingeführt wird, viele Dinge werden dann klarer, wenn man anderes macht, was darauf aufbaut.

Trotzdem sollte man vorher natürlich schon ein Grundverständnis entwickeln.
 
Was ihr mit euren sozialen Kontakten habt? :D
Nein, im Ernst, da bilden sich immer wieder schöne Lerngruppen in denen es dann zwei Möglichkeiten gibt:
  1. Der Termin wird verschoben, weil keiner Bock drauf hat
  2. Alles trifft sich und quatscht über alles mögliche, nur nicht über den Stoff
  3. Man versucht wirklich zu lernen, nur sind alle anderen in der Lerngruppe ca. eine halbes Jahr mit dem Stoff hinten und fragen dir Löcher in den Bauch
Das ist halt so meine Erfahrung mit Lerngruppen, weswegen ich lieber einen auf Eigenbrötler mache. Hilft mir persönlich mehr, und die wichtigen Dinge bekomme ich so ganz nebenbei auch mit, da reicht es, wenn man einen Kollegen hat, der auf Facebook angemeldet ist. Das muss man sich noch nicht einmal selber antun. :P

mfg benediktibk

PS: Ja, ich habe eine leichte Abneigung gegen einige Mitstudenten, ist aber nicht böse gemeint. Mir kommt nur vor, das ca. 90% der Studenten gemütlich Däumchen drehen und möglichst wenig Aufwand investieren wollen. Da kann man, als motivierter und engagierter Mensch, doch glatt einen ganz netten Grant bekommen.
 
PS: Ja, ich habe eine leichte Abneigung gegen einige Mitstudenten, ist aber nicht böse gemeint. Mir kommt nur vor, das ca. 90% der Studenten gemütlich Däumchen drehen und möglichst wenig Aufwand investieren wollen. Da kann man, als motivierter und engagierter Mensch, doch glatt einen ganz netten Grant bekommen.

Dazu muss ich doch glatt auf einen Artikel aus der ZEIT verweisen:
Bildungsforschung: Viel hilft nicht viel | Studium | ZEIT ONLINE

Bzgl. des Studiums kann ich auch nur auf die Kontakte zu Kommilitonen verweisen, irgendwann zahlt es sich aus, viel mehr Tipps kann ich dir als Fernstudent leider nicht mit auf den Weg geben, außer, dass man vielleicht früher als 1 Tag vor der Klausur mit dem Lernen beginnen sollte :p
 
  1. Der Termin wird verschoben, weil keiner Bock drauf hat
  2. Alles trifft sich und quatscht über alles mögliche, nur nicht über den Stoff
  3. Man versucht wirklich zu lernen, nur sind alle anderen in der Lerngruppe ca. eine halbes Jahr mit dem Stoff hinten und fragen dir Löcher in den Bauch

Das kann ich so nicht wirklich bestätigen. Klar hat man nicht immer Bock drauf, aber hin gehe ich trotzdem. Andere aus unserer Gruppe sagen gelegentlich auch mal ab, das stimmt schon. Und wenn man da ist und lernt spricht auch nichts dagegen zwischendurch mal den Stift abzulegen (sofern vorhanden) und mal über was anderes zu reden, solange daraus kein Kaffeekränzchen mit Lerneinlagen wird.

Natürlich sollte man auch nicht nur und ausschließlich in Gruppen lernen, darauf sollte man sich schon etwas einstellen.
 
Fernstudent leider nicht mit auf den Weg geben, außer, dass man vielleicht früher als 1 Tag vor der Klausur mit dem Lernen beginnen sollte :p

ach geht schon ;)

man sollte sich vor allem wichtige termine in einen kalender eintragen mir geht es oft so das ich eifnahc zeug vergesse aber dank sozialer Kontakte werde ich daran erinnert.

Man sollte versuchen sehr früh schon Kontakte zu Firmen zu knüpfen wo man später hinwill erleichtert einen viel in Richtung Abschluss (Bachelorthemen)

Der Organsierteselbstbetrug bringt einen durch jede Prüfungsphase und Belegaufgabe....
 
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