Informatiker ohne Studium?

Brabax:
Ich habe schon oft gehört, dass wenn jemand Informatik studiert, er/sie zwar ein umfangreiches Wissen in den allgemeinen Themengebieten sammelt, er oder sie aber (wenn nicht privat abgehandelt) dort nicht viel über die Praxis am Computer lernt (=Adminskills).
Das ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen, denn ein Studium vermittelt nun einmal hauptsächlich theoretisches Wissen. Allerdings ist das natürlich auch eine vereinfachte Sichtweise, denn zum einen gibt's nicht das "typische" Informatik-Studium, sondern viele unterschiedliche Studiengänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten und es gibt auch keinen "typischen" Studenten...

Brabax:
@Taratonga: Tragen (=körperliche Arbeit die nicht konsequent etwas mit Informatik zu tun hat) ist afaik ein undefiniertes Feld für Fachinformatiker
Wenn es Dir hilft kannst Du Dir ja vorstellen, dass die Tasche IT-Fachbücher oder ein Notebook enthält...:D
 
Zuletzt bearbeitet:
@Brabax: Adminskills bekommt man durch Erfahrung, nicht durch reines Lernen.
 
War die Frage, der Link zur Vorlesungsverzeichnis, war bloß ein Tipp wo du nach gucken kannst, was Informatiker so lernen. Um deine Frage direkt zu beantworten: Nein, es sei denn du bist sehr begabt oder willst nur ein bisschen Programmieren lernen. Es gibt einfach sehr viele Dinge im Studium, die nicht sehr leicht zu begreifen sind und man auf die Hilfe von Kommilitonen, Tutoren, Assistenten oder der Professoren angewiesen ist. Außerdem fehlt dir die Instanz, die dein Wissen prüft. Diese dient nicht nur für den Erhalt irgendwelcher Scheine, sondern zeigt gelegentlich auch, dass ein vermeintlich gut gelerntes Thema doch nicht so gut gelernt war. Dazu kommen noch andere Dinge wie Hausarbeiten, Teamarbeiten, Vorträge usw in denen noch andere Schlüsselkompetenzen erworben werden.

Aso, wenn das so gemeint war dann hab ich was falsch verstanden!

Danke für die Info. :-)
 
@Tara: Argh, damit wäre dann auch meine Ausrede Futsch, die Tasche nicht tragen zu müssen :D

@Bit: Adminskills war hier vllt. etwas vorschnell gewählt.

Sind Praxisnahe Komponenten wie Serverwartung, Domänen, Support, OS-Problemchen für User usw. generell ein Thema im Informatik-Studium (Für diese wird ja auch ein umfangreiches Wissen benötigt) oder "beschränkt" sich das Studium tatsächlich auf Programmieren, Zahlen drehen und Theorien über Netzwerke und Computer?

lG
 
Also wenn man möchte kann man sich das Wissen, was man im Studium vermittelt bekommt sicherlich auch selber beibringen. Der Aufwand ist allerdings vermutlich sehr viel höher, da man an der Uni sehr viele Hilfestellung bekommt, vorallem die Tutorien und der Kontakt zu Kommolitonen, die alle das gleiche lernen bringt enorm was.

Das Material wie es einem in der Vorlesung präsentiert wird findet man leider nicht immer auch so gut aufbereitet im Internet. Folien ohne Kommentar des Proffessors bringen mir jedenfalls meistens nicht viel ...

Wenn man das autodidaktisch lernen will dann sollte man auf jeden Fall in gute Bücher investieren oder eine gute Bibliothek zur Verfügung haben. Da gibt es einige Standartwerke die sich wirklich lohnen.

@Brabax: die Adminskills, die du ansprichst werden im Studium eher weniger Vermittelt. Das Ganze läuft eher in Richtung Theoretische Informatik, Praktische Informatik (Softwareentwicklung) und Technische Informatik. Adminskills werden ab und zu schon mal benötigt, muss man sicher aber selber bei bringen.

Ich habe auch Praxismodule im Studium. Muss momentan im Team über das ganze Semster einen Routenplaner entwickeln. Das ganze zählt im Endeffekt wie eine Klausur.
 
Sind Praxisnahe Komponenten wie Serverwartung, Domänen, Support, OS-Problemchen für User usw. generell ein Thema im Informatik-Studium (Für diese wird ja auch ein umfangreiches Wissen benötigt) oder "beschränkt" sich das Studium tatsächlich auf Programmieren, Zahlen drehen und Theorien über Netzwerke und Computer?

lG
Die von dir aufgeführten Felder werden nicht behandelt. Bei mir ging es in den ersten Semestern hauptsächlich um Mathematik, Algorithmen, Strukturen, sauber Programmieren, Grammatiken, Logik, formale Modellierung und Verifizierung, Entwurf von digitalen Systemen (wie entwerfe ich eine einfache CPU, was für Probleme treten auf). Hin und wieder setzt man auch mal ein größeres Projekt in die Praxis um, aber das ist von Uni zu Uni unterschiedlich. Hauptsächlich lernt man Konzepte für gewissen Problemstellungen kennen. In den höheren Semestern konzentriert man sich dann Kompetenzen wie wissenschaftliches Arbeiten oder wie xblax es macht die Organisation eines Projektes, das Wissen in dem Bereich in dem sich das Projekt abspielt bekommt man dann "so nebenbei mit" aka musst es dir selbst beibringen. Generell fördert so ein Studium immens die Bereitschaft sich Nächte mit Skripten/Papern um die Ohren zu schlagen.
 
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