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Weltmarkt-Preise ziehen an
Kaffee wird Ende des Monats teurer
Die deutsche Kaffeebranche ist seit Jahren im Tal der Tränen. Immer billiger wurden die Rohstoffe, der Konsum ließ derweil stetig nach. Da halfen in der Bilanz auch die Einführung süßer Dosenkaffees und der Siegeszug des Cafe Latte wenig. IWF und Weltbank verschärften die Krise noch: Sie ermutigten Länder, die bislang wenig mit Kaffeeanbau zu tun hatten, ihre Farmer zu Kaffeebauern zu machen. Die Folge: steigendes Angebot bei weiter sinkenden Preisen.
Doch inzwischen hat sich der Trend umgekehrt: Der Rohkaffeepreis auf dem Weltmarkt zieht wieder an. Die US-Kaffeehauskette Starbucks kauft große Mengen Rohkaffee auf. Zu steigender Nachfrage auf Konsumentenseite führen im Inland neue Kaffeemaschinen, die das Gebräu aus so genannten Pads pressen. Seit einem Jahr belastet außerdem der hohe Ölpreis die Erträge der Röster.
Auch die deutschen Kaffeetrinker bekommen die Folgen dieser Entwicklung nun bald zu spüren: Die großen deutschen Röster Kraft (Jacobs), Melitta, Dallmayr und Tchibo hatten bereits angekündigt, dass sich der Preis für das Pfund Kaffee um etwa 70 Cent erhöhen werde. Nur der genaue Zeitpunkt war unklar. Jetzt wurde "Ende Januar" genannt.
Während ein Pfund Kaffee 1998 im Einzelhandel noch durchschnittlich 4,02 Euro kostete, war er im September 2004 für durchschnittlich 2,75 Euro im Supermarkt zu bekommen. Diese Tiefstpreise beim Kaffee seien längst "nicht mehr nachvollziehbar" gewesen, meint Winfried Tigges, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbands.
Er hofft nicht nur auf die deutschen Konsumenten sondern auch auf einen Nachfrageschub in den Herstellerländern in Südostasien, wo Kaffee bisher zwar angebaut, aber nicht getrunken wird. "Wenn jeder Vietnamese nur eine Tasse Kaffee am Tag trinken würde, dann wäre uns schon geholfen."
Stand: 07.01.2005 12:05 Uhr
Quelle: tagesschau.de
Kaffee wird Ende des Monats teurer
Die deutsche Kaffeebranche ist seit Jahren im Tal der Tränen. Immer billiger wurden die Rohstoffe, der Konsum ließ derweil stetig nach. Da halfen in der Bilanz auch die Einführung süßer Dosenkaffees und der Siegeszug des Cafe Latte wenig. IWF und Weltbank verschärften die Krise noch: Sie ermutigten Länder, die bislang wenig mit Kaffeeanbau zu tun hatten, ihre Farmer zu Kaffeebauern zu machen. Die Folge: steigendes Angebot bei weiter sinkenden Preisen.
Doch inzwischen hat sich der Trend umgekehrt: Der Rohkaffeepreis auf dem Weltmarkt zieht wieder an. Die US-Kaffeehauskette Starbucks kauft große Mengen Rohkaffee auf. Zu steigender Nachfrage auf Konsumentenseite führen im Inland neue Kaffeemaschinen, die das Gebräu aus so genannten Pads pressen. Seit einem Jahr belastet außerdem der hohe Ölpreis die Erträge der Röster.
Auch die deutschen Kaffeetrinker bekommen die Folgen dieser Entwicklung nun bald zu spüren: Die großen deutschen Röster Kraft (Jacobs), Melitta, Dallmayr und Tchibo hatten bereits angekündigt, dass sich der Preis für das Pfund Kaffee um etwa 70 Cent erhöhen werde. Nur der genaue Zeitpunkt war unklar. Jetzt wurde "Ende Januar" genannt.
Während ein Pfund Kaffee 1998 im Einzelhandel noch durchschnittlich 4,02 Euro kostete, war er im September 2004 für durchschnittlich 2,75 Euro im Supermarkt zu bekommen. Diese Tiefstpreise beim Kaffee seien längst "nicht mehr nachvollziehbar" gewesen, meint Winfried Tigges, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbands.
Er hofft nicht nur auf die deutschen Konsumenten sondern auch auf einen Nachfrageschub in den Herstellerländern in Südostasien, wo Kaffee bisher zwar angebaut, aber nicht getrunken wird. "Wenn jeder Vietnamese nur eine Tasse Kaffee am Tag trinken würde, dann wäre uns schon geholfen."
Stand: 07.01.2005 12:05 Uhr
Quelle: tagesschau.de