Microsofts neue Sicherheitsstrategie

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Ex-Mitarbeiter des US-Justizministeriums wird neuer Microsoft-Sicherheitschef


Scott Charney findet Job nach Änderung der Unternehmensstrategie "einfach unwiderstehlich"

01.02.2002 - Microsoft hat einen ehemaligen Mitarbeiter des US-Justizministerium ins Top-Management aufgenommen. Der Rechtsanwalt Scott Charney wird ab dem 1. April für die Sicherheitsstrategie des Softwareherstellers verantwortlich sein. Die Position hatte bisher Howard Schmidt inne, der Microsoft verlässt und zukünftig als stellvertretender Vorsitzender des ?Critical Infrastructure Protection Board?, einer Regierungsbehörde für die Sicherheit der Telekommunikationsanlagen, tätig sein wird.

Charney war von 1991 bis 1999 Chef der Abteilung für ?Computersicherheit und geistiges Eigentum? beim Justizministerium. Im Anschluss arbeitete er beim Marktforschungsinstitut ?Pricewaterhouse Coopers? und erarbeitete Vorschläge zur Steigerung der Netzwerksicherheit für Unternehmen.

Der Microsoft-Vorstand hatte vor zwei Wochen einen Schwenk in der Unternehmensstrategie verkündet. Statt maximaler Bedienerfreundlichkeit soll nunmehr die Durchsetzung größtmöglicher Sicherheit bei Microsoft-Produkten im Mittelpunkt stehen. Die Entwicklung des Windows XP-Nachfolgers wurde kurzerhand auf Eis gelegt. Die Aufgabe der Entwickler besteht nunmehr darin, die Quellcodes der veröffentlichten Programme durchzuarbeiten und Sicherheitslücken zu schließen. Charney fand unter solchen Umständen das Job-Angebot Microsofts ?unwiderstehlich?.
 
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