mindfuck

Hey, seit ich mich wieder einige Zeit mit Hacking bzw. Programmieren beschäfige, stelle ich alles in Frage(auch im Alltag, was ziemlich nervig ist..),
mein Kopf scheint bei allem worüber ich nachdenke und explodieren und alles erscheint mir sinnlos, was bis zu depressiven Zuständen führen kann. Mal ein Beispiel: wenn ich mir nen Kaffee machen will mache ich mir keinen Kaffee sondern denke darüber nach wie ich das Problem am effektivsten lösen könnte was irgendwann darin übergeht dass ich mich frage warum ich überhaut das Bedürfnis habe mir einen Kaffee zu machen, ob man nicht theoretisch mein gehirn mit strom so manipulieren kann dass es mir so vorkommt als würde ich kaffee trinken(matrix ftw).. ich bin total antriebslos, kann mich zu nix motivieren. ich kann auch nichtmehr zwischen richtig und falsch unterscheiden..... all so scheiss halt. was will man eigentlich? wonach sollte man streben? alles ist irgendwie nur eine frage der zeit. ich habe mal überlegt was für parameter man bräuchte um zu berechnen wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, dass meine Lampe sich in ein Krokodil verwandelt. Meine Frage an der Stelle ist jetz ob es jemanden gibt dems genauso geht und ob das normal ist..

mfG WzzP
 
Du solltest dir einfach mal 'ne Auszeit nehmen. Ich verziehe mich in solchen Situationen gern für ein paar Tage in ein Kloster, wo Stille herrscht und man Zeit hat seine Gedanken mal zur Ruhe kommen zu lassen. Auch Ausschlafen kann oft schon Wunder wirken. Und mal eine Weile auf Koffein und sonstige Drogen verzichten.

Insgesamt klingt das nach einem klassichen Burnout. Wenn eine Auszeit nicht hilft, solltest du dich in Behandlung begeben. Sonst wird’s nur noch schlimmer mit den Depressionen und/oder Gefühlsschwankungen.
 
Ich arbeite (nebenbei) als Betreuer in einer psychiatrischen Klinik und das von dir beschriebene Verhalten ist eine mehr oder weniger geringe Ausprägung dessen was ich da ziemlich oft sehe.
Bitte nicht falsch verstehen - ich meine nicht dass du direkt nen "Knacks" hast, sondern einfach dass das psychische Defizite graduell auftreten und in der modernen Gesellschaft nunmal viele Leute auf verschiedenste Weisen die ein oder andere Symptomatik aufweisen.

(Ich verzichte bewusst darauf irgendwelche konkreten Diagnosen über Internet Foren zu stellen)

Es gibt mehrere Sachen die du tun kannst:

  1. Ruhe reinbringen:
    Versuche deinen Reizinput zu minimieren und "Ruhe zu finden". Das muss nicht gleich ein Klosteraufenthalt sein, aber weniger Internet/Fernsehen und dafür ein paar Spaziergänge oder ab und an ein längeres Bad können schon helfen. (Mehr Schlaf ist auch meistens gut)
  2. Ordnung reinbringen:
    Unterstützend dazu solltest du vermeiden deine Gedanken querbeet rennen zu lassen. Da du noch Schüler bist befindest du dich in der Lebensphase wo du dir ein ordentliches Weltverständniss aufbaust und noch von dem meisten keine wirkliche Ahnung oder nur Halb-ahnung hast. Das führt dazu dass man mit seinen Gedanken in die verschiedensten Richtungen vorstößt wo man ohne Grundlagenwissen nur gegen die Wand rennt.
    Beste Abhilfe schafft Lesen. Schnapp dir (möglichst seriöse) Literatur zu Themen die dich interessieren und lies diese. Das zwingt dich deine Gedanken sinnvoll zu lenken/ordnen und baut gleichzeitig das notwendige Wissen ein Stück weit auf. Besonders wenn du ansonsten nicht viel liest hilft das erfahrungsgemäß noch mehr.
    (Bitte versuche zu pseudo-wissenschaftliche Literatur zu vermeiden. Nur weil etwas als Buch gedruckt wurde heißt das leider nicht dass der Autor auch wirklich weiß wovon er spricht. Rezensionen helfen.)
  3. Ärztlicher Rat:
    Man kann natürlich immer Foren wie dieses um Rat fragen - aber wenn es um eigene physische sowie psychische Probleme geht, dann sollte man einen ordentlichen Arzt involvieren. Zumindest dann wenn du merkst dass es konstant schlimmer wird (wenn auch nur langsam) und/oder du Schwierigkeiten kriegst dein alltägliches Leben zu leben.
    Damit meine ich nicht sofort einen wöchentlichen Termin bei einem Psychotherapeuten. Schildere deinem Hausarzt einfach deine Situation und dass du gerne einen (vorerst einmaligen) Termin bei einem Psychologen möchtest damit der das ganze mal einstuft. Bestenfalls kann der dir sehr gute Ratschläge geben mit denen du dass dann selbst in den Griff kriegst. Schlimmstenfalls kann durch frühes Ansetzen von Therapie und Medikation vielleicht was ernsthaftes verhindert werden (wobei ich in deinem Fall nicht davon ausgehe dass du eine schwerwiegende Störung hast).
    Wichtig ist nur dass du das auch ernst nimmst - ich sehe viel zu viele Leute in der Klinik die das was die Therapeuten ihnen raten als "Stuss" betiteln und die Ratschläge nur in sofern befolgen, dass sie möglichst schnell wieder rauskommen.
 
Unter Umständen hast du im Moment gerade einen sehr niedrigen Serotoninspiegel. Ich weiß es nicht wie es in Deutschland ist, aber vermutlich nicht schlechter als in Österreich. In Österreich kannst du denn Serotoninpegel und auch viele andere Pegel im Blut auf Kasse testen lassen. Wenn da ein Defizit herrscht dann weißt du schon einmal mehr und kannst durch Stoffe (keine Antidepressiva!) die die Serotonin Produktion im Körper anregen da ein bisschen nachhelfen.

Ich kenne diesen Zustand selbst. Mir hat vor allem geholfen mich mit irgendetwas zu beschäftigen das in irgendeiner Form ein "Bauen" darstellt.
du irgendwas kreatives irgendwas bei dem du etwas aufbaust völlig egal was. Du kannst zum Beispiel damit anfangen dass du aus Hölzern und Klebstoff einen Turm baust. Du kannst aber auch ins Fitnessstudio gehen und deinen Körper bauen. Verstehst was ich meine? Es muss nur aus konzeptueller Sicht eine Art von Aufbau sein.
oder triff irgendjemanden Bau eine Freundschaft. Oder geh raus und gib einem Penner zwei Euro und bau eine Hilfe. Oder pflanze einen Baum. Oder lerne ein neues Papierflugzeug zu falten. oder iss einen Apfel und baue Gesundheit..

es geht darum etwas zu tun dass deine Zukunft ein bisschen schöner macht. Oder dir irgendeine Art von Sicherheit gibt. es geht darum das Gedankenmuster zu verfolgen: auch wenn's mir jetzt nicht gut geht kann ich etwas tun dass mein Leben noch schöner macht.


und noch was anderes ist auch wichtig: hab dich selbst gern. Und zwar einfach um deiner selbst willen. Verlange von dir keinerlei Leistung sondern sagt: wenn ich nichts mache, dann ist das 100 %. Alles was ich mehr mache, ist ein Bonus. Also ist auch in die Schule gehen Bonus. Und alles was du in der Schule lernst ist ein Bonus. Es geht darum dass du zufrieden wirst mit dem was du hast und deine Ansprüche herunter setzt. Ansprüche heraufsetzen ist der schnellste Weg zum Unglück und Ansprüche heruntersetzen der schnellste Weg zum Glück, finde ich.
 
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Ansprüche heraufsetzen ist der schnellste Weg zum Unglück und Ansprüche heruntersetzen der schnellste Weg zum Glück, finde ich.

Dem stimme ich nicht gerade zu. Es ist wichtig, dass man auch an sich selbst gewisse Anforderungen stellt. Denn dadurch erfährt man auch Selbstbestätigung, die zum glücklich sein dazu gehört. Man muss nur aufpassen, dass die Ansprüche an einen selbst in einem realistischen Rahmen bleiben. Zur Schule gehen ist z.B. ganz und gar kein Bonus sondern eine Notwendigkeit. Hacken lernen neben der Schule hingegen ist ein Bonus.
 
Dem stimme ich nicht gerade zu. Es ist wichtig, dass man auch an sich selbst gewisse Anforderungen stellt. Denn dadurch erfährt man auch Selbstbestätigung, die zum glücklich sein dazu gehört. Man muss nur aufpassen, dass die Ansprüche an einen selbst in einem realistischen Rahmen bleiben. Zur Schule gehen ist z.B. ganz und gar kein Bonus sondern eine Notwendigkeit. Hacken lernen neben der Schule hingegen ist ein Bonus.




Stimmt. In die andere Richtung übertreiben ist auch nicht gut.
 
Ich kann dir ein Buch empfehlen, dass mir selbst in einer ähnlichen Situation sehr gut geholfen hat und auch in guten Zeiten ein netter Begleitrr ist:

ISBN: 3-517-07999-5
 
Mh... Das ist schwierig... Ich überlege jetzt auch schon eine ganze Weile, wie man so eine Formel ausrechnen könnte... Was ist es denn genau für eine Stehlampe? Kommt ja drauf an, wie viel Materie sich verändern muss, aber ich würde aufgrund der Masse vom Krokodil gegenüber der der Lampe sagen, dass, wenn die Lampe größer ist, die Wahrscheinlichkeit auch größer wird, weil ja weniger Materie entstehen muss (was eigentlich total unlogisch ist - aber vielleicht sind die Menschen ja nur zu dumm? ). Nehmen wir an, deine Lampe ist aus purem Eisen, und die soll sich erstmal in ein Babykrokodil verwandeln; die Lampe hat die Masse m(Lampe) = 2kg, das Krokodil die Masse m(Kroko) = 2kg. So, dann müsste das noch in organisches Material umgewandelt werden, mit allem drum und dran. Meine Schätzung: 1:9999999999999999993426. Es könnten leichte Abweichungen von der Realität vorhanden sein.

Jetzt zur Formel: je weniger Masse entstehen muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit. Aber es gibt keine Formel zur Wahrscheinlichkeitsberechnung ( in der Schule habe ich keine kennengelernt ). Also mach ich mal eine: m(v1) ^= Anfangsmasse (Lampe); m(v2) ^= Endmasse (Kroko); W ^= benötigte Energie (leider unbekannt...):

Formel
(m(v2) / m(v1)) * W


Jetzt weiß ich nur nicht, was dabei rauskommen soll...

... Ich wollte nur behilflich sein, nicht dass ich irgendwie einen an der Klapse habe, aber irgendwie schon..... Hoffentlich schickt ihr mich nicht in die Psychiatrie, ich mag die Psychos da nicht ^^. Viel Spaß noch beim überlegen, vielleicht bist du nur unterfordert? Nein, aber du bist nicht alleine :D ich habe mich heute gefragt, wie man einen Hund so mutieren könnte, dass er "menschlich" lesen, schreiben, sprechen und verstehen könnte ( ich würd sagen Englisch, weil das jeder spricht ). Außerdem sollte er kochen und Rasenmähen können. Oder wie man die Schwerkraft austricksen kann. Überleg doch mal mit, vielleicht kommen 2 durchgeknallte besser auf eine verrückte Lösung ;)
 
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