Hi,
zur Lösung des Rätsels:
Ein fernseher ist ursprünglich dazu gedacht, Fernsehsender zu empfangen, sonnst nix. Deshalb werden die Bildinformationen auf einem einzigen Kanal als Composite-Signal übertragen. Das Helligkeitssignal wird direkt übertragen, zusammen mit den Synchronimpulsen. Bei Farbbild werden die RGB-Farben in Helligkeit, Farbwert und Sättigung umgerechnet. Farbwert und Sättigung werden als U und V bezeichnet, das Helligkeitssignal (Leuchtdichte) als Y. Die U und V anteile werden auf einen Farbhilfsträger aufmoduliert. Ein S/W-fernseher ignoriert das hochfrequente Farbsignal uns stellt normal dar. Bei einem Farbfernseher wird der Farbhilfsträger rausgefiltert und daraus wieder zusammen mit dem Y-Signal die RGB-Farben ermittelt und zur Anzeige gebracht.
Da der Farbhilfsträger die Bandbreite des Leuchtdichtesignals einschränkt wurde S-VHS bzw. S-Video erfunden, Helligkeit und Farbe werden da getrennt übertragen. Bemerkbar macht sich die Composite-methode in alten S/W-Filmen. Da flimmern die Nadelstreifenanzüge meist bläulich. Das Helligkeitssignal schwankt wegen dem hohen Kontrast so stark, dass es als Farbe interpretiert wird.
Unglücklicherweise hat man S-VIDEO bei Scart nicht eingeplant. Deshalb benutzt man die Blau-Leitung, für RGB-Übertragung gedacht, für die S-Video Farbübertragung (Croma). Merkt der Fernseher das nicht, so stellt der nur das Leuchtdichtesignal dar, also eben S/W. Farbiges Flimmern kann durch Übersprechen der beiden leitungen entstehen, also kommt doch ein schwachews Farbsignal durch.
Damit bei Farbsendern die Farbe durch verzerrungen bei der Übertragungsstrecke nicht verfälscht werden, hat man PAL eingeführt. In Amerika wird keine Kompensation durchgeführt, also verfälchen sich die Farben oft. Der US-Standard "NTSC" wird von Europäern gerne scherzhaft als "Never the same Color" bezeichnet.
Bei Pal werden die Farbsignale jede zweite zeile invertiert und im Fernseher mit der vorigen Zeile verglichen und die beiden zeilen gemittelt. Fehler wirken sich auf die ungeraden Zeilen beispielsweise als erhöhung des Signals, bei den geraden zeilen als abschwächung. im Mittel immer gleich. Legt man jetzt ein NTSC-Signal an, so werden vom vernseher auch jede zweite Zeile fälschlicherweise invertiert und somit die Farbe komplett eliminiert (so wie +1 und -1 'Null' ergibt).
Deshalb:
1. PAL einstellen, sonnt ist es sowiso Essig mit der Farbe
2. Wenn S-VIDEO nicht geht den COMPOSITE-Anschluß verwenden
COMPOSITE enthält immer noch genügend Informationen. mehr als der Fernseher darstellen kann. S-VIDEO ist also keine sichtbare verbesserung. Interessant ist S-VIDEO nur in Verbindung mit S-VHS-geräten, da die Farben und Helligkeit beim Zwischenspeichern auf band nicht vermatscht werden.
Falls die Karte kein COMPOSITE kann muss man einen Adapter verwenden. Von den einfachen Adaptern rate ich aber ab, da die Qualitativ minderwertige Signalaufbereitung betreiben. Ist zwar durchaus brauchbar, aber wer basteln kann, dem empfehle ich so was:
http://knollep.de/Hobbyelektronik/projekte/19/index.htm
Gruß
Elmar