Netz-Traffic spiegelt Erdbeben wider
Datenverkehr im Internet soll gleichen mathematischen Gesetzen wie Erdbeben folgen | Nach langem Anschwellen folgt plötzliche Entladung als Engpass im Netzwerk | Soll Vorhersage von überraschenden Ereignissen ermöglichen
Auf den ersten Blick mögen Erdbeben mit dem Internet absolut nichts gemeinsam haben, doch japanische Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass der Datenverkehr im Internet mit Charakteristika von Erdbeben vergleichbar ist.
Seismologen und Physiker studieren seit langem die Bewegungen der tektonischen Platten mit der Hoffnung, Erdbeben in Zukunft besser vorhersagen zu können. Währenddessen untersuchen auch Computerwissenschaftler die Struktur des Netzes und die Auf- und Ab-Bewegungen des Traffics, um den Datenverkehr künftig beschleunigen zu können.
Auftreten plötzlicher, kurzer Internetquakes
Die Forscher der Tsukuba- und Nihon-Universität in Japan haben festgestellt, dass das Verhalten der verschickten Pakete im Internet auf den gleichen mathematischen Grundlagen beruht wie das der Risse in der Erdkruste.
Um die Zusammenhänge zu ergründen, haben die Wissenschaftler eine Reihe von Signalen von einem Rechner an eine Website und wieder zurück geschickt. Die Pings wurden im Sekundentakt abgesetzt und wanderten über zehn verschiedene Router, bevor sie den Ziel-Computer erreichten. Indem sie die Zeit eines so genannten "Round Trips" maßen, konnten die Forscher die jeweilige Auslastung des Internets feststellen.
Das Ergebnis zeigte, dass das Internet, wie auch das Netzwerk der Risse der Erde, immer wieder plötzliche und drastische Engpässe, so genannte "Internetquakes" aufwies.
Es stellte sich heraus, dass das Internet ständig zwischen zwei verschiedenen Zeitspannen wechselt. Länger andauernde Events sind User-Sessions, die ungefähr eine Stunde anhielten. Die kurzen "Beben" dauerten in der Regel gerade einmal eine Zehntelsekunde.
Dieses zweistufige Timing ähnelt der seismischen Aktivität. Risse bauen über eine Zeitspanne von mehreren Jahren Energie auf und lassen sie schließlich in wenigen Sekunden als Erdbeben ab.
Quelle und mehr Infos zum Thema
Tsukuba-Universität
Datenverkehr im Internet soll gleichen mathematischen Gesetzen wie Erdbeben folgen | Nach langem Anschwellen folgt plötzliche Entladung als Engpass im Netzwerk | Soll Vorhersage von überraschenden Ereignissen ermöglichen
Auf den ersten Blick mögen Erdbeben mit dem Internet absolut nichts gemeinsam haben, doch japanische Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass der Datenverkehr im Internet mit Charakteristika von Erdbeben vergleichbar ist.
Seismologen und Physiker studieren seit langem die Bewegungen der tektonischen Platten mit der Hoffnung, Erdbeben in Zukunft besser vorhersagen zu können. Währenddessen untersuchen auch Computerwissenschaftler die Struktur des Netzes und die Auf- und Ab-Bewegungen des Traffics, um den Datenverkehr künftig beschleunigen zu können.
Auftreten plötzlicher, kurzer Internetquakes
Die Forscher der Tsukuba- und Nihon-Universität in Japan haben festgestellt, dass das Verhalten der verschickten Pakete im Internet auf den gleichen mathematischen Grundlagen beruht wie das der Risse in der Erdkruste.
Um die Zusammenhänge zu ergründen, haben die Wissenschaftler eine Reihe von Signalen von einem Rechner an eine Website und wieder zurück geschickt. Die Pings wurden im Sekundentakt abgesetzt und wanderten über zehn verschiedene Router, bevor sie den Ziel-Computer erreichten. Indem sie die Zeit eines so genannten "Round Trips" maßen, konnten die Forscher die jeweilige Auslastung des Internets feststellen.
Das Ergebnis zeigte, dass das Internet, wie auch das Netzwerk der Risse der Erde, immer wieder plötzliche und drastische Engpässe, so genannte "Internetquakes" aufwies.
Es stellte sich heraus, dass das Internet ständig zwischen zwei verschiedenen Zeitspannen wechselt. Länger andauernde Events sind User-Sessions, die ungefähr eine Stunde anhielten. Die kurzen "Beben" dauerten in der Regel gerade einmal eine Zehntelsekunde.
Dieses zweistufige Timing ähnelt der seismischen Aktivität. Risse bauen über eine Zeitspanne von mehreren Jahren Energie auf und lassen sie schließlich in wenigen Sekunden als Erdbeben ab.
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Tsukuba-Universität