Passt auf was ihr in Onlinegames anstellet

RE: oO

Original von fetzer
vallenterry
Entschuldige bitte, ich werde immer etwas emotional, wenn ich Beiträge wie deinen vorhin lese.
War nich meiner :)
Mea culpa. Die Identitäten verwirren mich ;)

Erinnerst du dich an den Vorfall, bei dem AOL die Anfragen ihrer Suchmaschine außversehen veröffentlicht hat?
Du sagst es schon selbst: Aus Versehen wurden diese Daten veröffentlicht. Letztendlich hat das dadurch jedoch nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun, da AOL genügend Kundendatenbanken haben sollte, diese jedoch nur zur Speicherung und Abrechnung nutzt und nicht - wie hier - um sie für eigene Werbezwecke zu nutzen.
Hätte AOL gar nichts gespeichert, wäre auch gar nichts passiert. Und: Fehler muss man IMMER mit einplanen. Einfach zu sagen "das ist die Ausnahme" hilft keinem.

Nur nebenbei, ich finde, dass Werbung zu 100% überflüssig ist.
Ein Beispiel: Du machst ein Geschäft in einem kleinen Hinterhof auf. Wie willst du die Kunden dazu bringen, bei dir einzukaufen, wenn doch keiner weiss, dass da überhaupt ein Geschäft existiert? Die Werbung macht inzwischen einen Großteil des Umsatzes einer Firma aus und das kommt nunmal nicht von irgendwo.
Aus diesem Grund sehe ich auch kein Problem darin, dass Google die besten Werbeplätze an die Meistzahlenden vergibt. Es doch im normalen Leben auf der Straße nicht anders. Wer eben das Geld hat, der versucht es natürlich auch zu vermehren und das mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen.
Gelbe Seiten. Da kann man nachgucken, wenn man etwas braucht. Wenn man etwas kauft, weil man es braucht, und dann danach sucht, hat "Werbung" (eigentlich würde ich es nicht so nennen) seinen Sinn. Da guckt man den in den gelben Seiten oder wo auch immer oder fragt Freunde. Aber die heutige Werbung hat andere Ziele.
Naja, die eine Firma macht Gewinn durch Werbung, die andere Firma, die diese Möglichkeiten nicht macht, verliert dann soviel Geld, wie die andere gewinnt. Toll.
Das hat nichts mehr mit dem Datenschutz zu tun. Wie ich oben geschrieben habe: Eine Firma nutzt die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel aus, um ihren Umsatz und somit ihren Gewinn zu steigern. Ob das nun auf Kosten der kleineren Unternehmen geht spielt dabei keine Rolle. Wer sich heute am Markt behaupten will, der braucht eine perfekte Werbestrategie, alles andere wäre Geldverschwendung. Ein Beispiel war die Seite im Netz, die Pixel für Geld vermietet/verkauft hat. Ein einzelner Mann hat somit eine Million Euro an Geld gemacht, das ganze wurde hauptsächlich durch Mundpropaganda verbreitet.
Ja es stimmt, das hat nichts mit Datenschutz zu tun. Aber du hast das Thema aufgegriffen und indirekt hat es schon etwas damit zu tun. Weiterhin ist eine solche Werbestrategie unfair kleinen Unternehmen gegenüber. Und jetzt sag nicht, "Die Welt ist halt unfair". Das sag ich dann auch wenn du mal überfallen wirst.
Achja, findest du, dass RTL News "Mundpropagande" sind?

Google ist aber "etwas" größer und arbeitet auch mit ein "paar mehr" Firmen zusammen.
Es kommt nicht auf die Größe an. Amazon macht es genauso wie Google oder wie andere - wenn auch kleinere Shops - genauso. Wer klein ist, schliesst sich mit anderen zusammen. So entstehen heutzutage Datenbanken.
Doch darauf kommt es sehr wohl an. Je mehr Daten zur Verfügung stehen, je größer das Netzwerk, desto größer die Chance, dass auch Daten wie der richtige Name, Adresse und andere private Daten darunter sind.

Außerdem gibt es etwas, das nennt man Adblock.
DAS hat jetzt wirklich 0% was mit dem Thema zu tun, wie sich die Technik zu dieser Werbewelle entwickelt. Fakt ist nur, es gibt diese Werbung. Wer sie sich anschaut und wer nicht, das interessiert letztendlich keinen, aus aus dem Grund, dass immer neue Techniken entwickelt werden, beispielsweise vor einem halben Jahr die Layer.
Mag sein, ich wollte es nur loswerden. :)
 
Original von fetzer
Wenn man keine Ahnung davon hat, dann sollte man sich dafür informieren. Quellen gibt es dazu genug. Datenschutzbeauftragte sollten ihre Arbeit eigentlich auch insofern machen, dass die Leute über so etwas informiert werden und sich so ihre Meinung dazu bilden können.
Ich stimme LX in seinem Beitrag vollkommen zu.
Orignal von LX
In der Tat ist das ein Problem... aber muss es das unsere sein? Wer keine Ahnung hat, der sollte dafür sorgen, dass er welche bekommt. Wenn jemand keinen Führerschein hatte, ist das ja auch keine Entschuldigung dafür, dass er einen Unfall gebaut hat. Diese 80-90% haben übrigens auch noch andere Probleme als nur personalisierte Werbung... zum Beispiel virenverseuchte Rechner, dutzende Toolbars im Browser, installierte Malware etc. Diese Sachen sind durchaus schwerwiegender, sie finden auf dem eigenen Rechner statt. Aber selbst das scheint viele ja nicht zu stören... wieso müssen also wir uns an ihrer Stelle echauffieren?

Man kann nicht erwarten, dass ein Mensch bei allem was er macht, immer vollstenst bescheidweiß. Abgesehen davon ist es eine Zumutung, sich mit etwas ausführlich zu beschäftigen, dass man nur zum Spielen benutzt.
Ich meine, man kauft sich ein Spiel, liest die Daten werde nicht an 3. weitergeben und denkt sich: "Toll, die gehen sicher mit meinen Daten um.", dann gibt es 5 Tochterfirmen, die das durch Gesetzeslücken weiterverkaufen können, oder zu ihrem nutzen beanspruchen und man ist der gelackmeierte.
Der Vergleich mit dem Führerschein ist leider nicht aussagekräftig, da man vorher eine Prüfung ablegt und über mehrere Monate auf das Autofahren vorbereitet wird. Zusätzlich kostet es ne Menge Geld.
Nach deinem Beispiel, sollte bei jedem Spiel/Internetfähigen PC eine ausführliche Gebrauchsanweisung für das Internet zugrunde liegen und man sollte Unterstützung von Fachkräften bekommen in Internetrecht/Datenschutz/was man sonst noch braucht.
Der Gedanke, dass ich als Spieler ausspioniert werde und ich noch dafür bezahlen darf ist absolut inakzeptabel. Ein PC ist ein Werkzeug und keine Wanze ! Wenn dem nicht so ist, sollte man das schleunigst ändern.
Der Einwand, dass viele Leute einfach zu blöd sind ist gerechtfertigt, aber wer Spiele für Massen machen will, rechnet auch mit der Blödheit der Massen :D.
Naja, einfach eine unverschämtheit dumme/unwissende User auszuspionieren, dafür Geld zu verlangen und es nichtmal deutlich zu sagen, dass es so ist. Dann aber noch zu verlangen man MUSS sich mit allem auskennen und alles Wissen und wenn man es nicht weiß, sich darum zu kümmern ist zuviel verlangt. Computer sollen helfen das Leben angenehmer zu gestalten und nicht dem User mehr Kopfzerbrechen zu bereiten, als er ohne den Computer hätte.

Mit freundlichen Grüßen

0wnZ
 
Mal ein (vorerst) imaginärer Fall: WoW bietet Werbetreibenden die Möglichkeit der Ingame-Werbung. Dafür werden von Spielern Profile erstellt um ihnen für sie passende Werbung zu schalten. Da dafür personenbezogene Daten erhoben werden, bekommt der Spieler beim nächsten Login eine Information über eine neue Datenschutzvereinbarung, in der in sagen wir 2 Absätzen, die nicht länger sind als dieser Beitrag hier (also weit entfernt von den üblichen AGB oder einer EULA), erklärt wird, dass die Daten des Benutzers gespeichert und ausgewertet werden und bei Bedarf auch an Werbetreibende weitergegeben werden und er diesem Umstand seine Einwilligung geben muss, um weiter spielen zu können.

Frage 1: Was meint ihr, wieviele Leute überhaupt diese 2 Absätze lesen würden?
Frage 2: Was meint ihr, wieviele Leute sich dadurch von WoW abhalten lassen würden, wenn sie erstmal vom Spiel gefesselt sind?

Ich behaupte, selbst wenn man es offensichtlich macht, dass die persönlichen Daten weiterverscheuert werden, wird das mittelfristig nur eine Masse an Leuten interessieren, die ungefähr kongruent zu der Masse ist, die sich aktuell über Google und Konsorten aufregt =)
 
RE: oO

Hallo,
Original von Crack
Nö stimmt nicht, denn viele der Minderjährigen Leuten besitzen nichtma nen Konto.
Die verwenden dann oft das Konto der Eltern. Aber es gibt durchaus auch einige MMOPRGS die von Älteren (>18 Jahre) gespielt werden.

Was lässt sich da jetzt fürn Profil ableiten ?
Genau dies ist eine Gefahr.
Das Profil wird dem Kontoinhaber zugeordnet, und wenn du "Scheiße" baust, wird es ihm angelastet.
Wenn du z.B. in Fetisch-Läden mit der Kreditkarte von deinem Papa bezahlst, und er sich evt. auf nen Job bewerben müssen, könnte die von der Personalabteilung denken, dein Papa hat außergewöhnliche "Fantasien" und passt so nicht zum Image, dass die Firma representiert.

Und auch die Spielweise:
Es geht denk ich primär um den Chat mit anderen läuten.


@fetzer:
Und du glaubst, dass Blizzard diese Daten einer Firma wie Google einfach so ( möglichweise auch gegen Bares ) überlassen würde? Der Meinung bin ich nicht, da Hersteller wie Blizzard auf einen gewissen Ruf zu schützen haben. Wenn sie diese Daten weitergeben würden, würden sie sich weitaus mehr schaden.
Also laut Bericht eignet sich die Methode für "Rollenspiele wie World of Warcraft oder Second Life ".
Das Blizzard Kontodaten an Google verkauft glaub ich weniger, aber wie ist es anders herum?
Blizzard kauft sich bei Google dieses "Produkt" um Userprofile zu erstellen und verknüpft dann das Userprofil für den Nickname HalberHahn mit den Kontodaten von Max Mustermann.
Des Weiteren sieht man das mit dem Datenschutz in den USA etwas anders. Wer die Daten in der USA erhebt, dem gehören die Daten auch, und er darf damit walten wie er möchte. Datenschutz ist dort ein Fremdwort.

Achja, und wegen "Ruf": Amazon behauptet, vor dir zu wissen, welches Produkt du bestellen wirst, und gibt dementsprächende Produkthinweise auf der Homepage. Dies wird über zig Terrabyte an Userprofilen.
Und nicht das diese nur intern Verwendung finden. Eine Frau durfte in die USA z.B. nicht einreisen, weil sie bei Amazon Bücher über den Dschihad u.ä. gekauft hat, wobei diese Bücher wissenschaftlicher Art waren, und z.B. die Geschichte des Islams erläutern haben. Aber egal, sie wurde als "mögliche Terroristin" geführt.

Des Weiteren stand WoW auch in der Kritik, weil es deinen Rechner durchsucht und Prozesse überwacht, um "Cheater" zu entlarfen. Dennoch ist WoW zum erfolgreichsten MMORPG geworden mit über 8,5 Millionen Accounts.

Kann mich LX nur anschließen: Die wenigen, die die Passage lesen, denken sich: Was solls?
Dann wird es auch noch so schön formuliert, dass man dabei eigentlich sich nichts weiter denkt.
"Um das Spielvergnügen zu steigert, analysiert Blizzard & Co. das Spielverhalten der Charakter, um so personenbezogene Effekte in das Spiel zu integrieren"
 
Nochmal zurück zum Durchlesen der EULA's und ABG's: Von meinem Freund die Tante liest die immer durch und fragt ihren Ehemann (ein Jurist) wenn sie etwas nicht versteht. Deshalb ist es auch für meinen Freund eine Qual für sie ein Programm zu installieren, weil das dann ca. 1 Stunde dauert (und diese Tante ist sicher nicht bei Habo registiert).

Und weil weiter oben ein Vorgehen gegen Ingame Werbung vorgeschlagen wurde: Mal ganz ehrlich ein Spiel ist gut und du willst es unbedingt haben, jedoch hat dir ein Freund geraten es nicht zu kaufen um ein Zeichen zu setzen. Kaufst du es dir wirklich nicht?

Desweiteren wollte ich noch erwähnen, dass ihr alle auch neugierig seid. Bei der Suche nach Imrahil bei Google erhaltet ihr dass Profil von Imrahil auf Platz 3 (Stand 13.5.2007 19:30). Aber die eigenen Daten müssen natürlich geschützt werden und sollten nicht auffindbar sein? =)
Fazit: Zuerst die eigene Neugier bekämpfen, und dann sich über Google's Neugierde beschwerden
 
Vielleicht noch etwas Benzin ins Feuer...

Es ist sicher nicht sooo das Problem wenn irgendwo irgendeiner irgendwelche Daten von mir speichert.
Gefaehrlich wirds doch nur wenn Firmen/Behoerden ploetzlich anfangen (duerfen) diese Datenbanken miteinander zu "verbinden" (wer kennt schober ;) )

Ich bestelle dinge, buecher zb ueber kernforschung und islam.., sexspielzeuge fuer meine Frau, funksscanner ... ich habe abos von diversen subversivem Zeug, ich habe handy .. ich gehe auf ne demo..ich habe fuehrerschein..ich bin (kranken)versichert und gehe wegen meinem Tripper zum urologen...ich hab nen buechereiausweis...ich studiere..habe ne bahncard...ich kaufe produkte..ich schleppe RFIDs mit mir rum...

Jeder scheisz, egal ob ich das online mache oder nicht, wird irgendwo digital gespeichert.
Unsere Gesetzgeber sind mit Begeisterung dabei unsere demokratische Freiheit aufzuweichen. Gesetzes- und Verfassungsaenderungen legitimieren Leute und Behoerden zum schutze von $foo Datenbanken anzuzapfen. Jeder der mit Datenbanken arbeitet weisz was sich herrliches ergibt wenn man erstmal mehrere verschiedene Datenquellen zusammenfuehren kann.

Wie lange dauerts noch bis Firma X gegen Geld- oder wegen Begruendung Y Einsicht in mein Leben bekommt..oder eine Versicherung Einblick in meine lebenslange Krankengeschichte? ..oder die meiner Eltern, Erbkrankheiten?


Genau dort liegt die Gefahr- und deswegen MUSS man gegen solchen Staats/INC/AG Terrorismus vorgehen- egal wie. Und wenns euch nicht betrifft- dann vielleicht mal Eure Kinder, Freunde oder Familie?
(ach, in ihrem umfeld hat mal einer nen Bruch gemacht? was fuer Leuten kennen SIE denn?)


Wer das nicht kapiert ist ein Idiot. Und wenn er das nicht ist dann immerhin ein egomanenarsch dem auch das Leben anderer Leute scheiszegal ist, die dadurch vielleicht wirkliche Probleme bekommen koennen.
 
Wenn ich mich noch richtig an einen c't Artikel entsinne, so gibt es durchaus schon jetzt Firmen, die Daten sammeln und gegen eine Gebühr "fertige Profile" z.B einem zukünftigen Arbeitgeber zur Verfügung stellen. Den Artikel finde ich leider nicht mehr auf Anhieb.

I.R hinerlassen die meisten Leute im Inet eine so breite Spur, dass Name und Adresse problemlos auffindbar sind. Ich kenne genug Beispiele (auch hier aus dem Board - i.R Leute, die gesperrt wurden und versucht haben, sich nochmal zu registrieren :) ) - ist immer noch erstaunlich, was so herauskommt, wenn eine mailadresse angegeben wurde und man dadurch an ICQ/MSN Nummer kommt und darüber wiederum in Foren, wo mehrere Angaben über die Person stehen.
Man kann auch nicht immer "selber schuld" sagen, da der Anfang schon oft im jugendlichen Leichtsinn gemacht wird und auch später nicht jedem bewusst ist, WIE einfach man seine Identität "aufdecken" kann.
Siehe z.B StudiVZ und ähnliche Seiten. Wenn ich mal vorsichtig mich im Bekanntenkreis über SVZ auslasse, werde ich direkt als paranoid abgestempelt :rolleyes: bzw. das Standardkommentar "wayne interessieren denn meine Daten?".
 
bei mir stimmt da auch nichts

ich würde sagen es trifft auf viele zu, aber ich beispielsweise nutze win 2k und nicht xp
 
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