Chromatin hat gesagt.:
Das ist nicht ganz richtig. Richtig ist, das es eine Gelehrtensprache war und auch besonders der Abgrenzung von Wissen diente. Es war eine künstliche Hürde um Wissen einer breiteren Gruppe von Menschen fern zu halten.
Nicht wirklich, es ist wie Scutus sagte: Dadurch das er das Buch in Latein schrieb, hat er es möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht. Hätte er das Buch in englischer Sprache verfasst, hätten es nur Gelehrte, die dieser Sprache auch mächtig waren, lesen können. Die Sprache, die zu jener Zeit, aber wirklich jeder Gelehrte verstand war eben Latein - er hat also dafür gesorgt das Gelehrte im ganzen Abendland die
Principia Mathematica lesen konnten.
Aber davon abgesehen stellte sich Newton diese Frage auch nicht, denn im 17. Jahrhundert war Latein eben
die Schriftsprache Europas. Für die in Mundarten (Dialekte) zersplitterten nationalen Sprachen gab es keinerlei festes Regelwerk und es wurde so geschrieben wie es gesprochen wurde - mit dem Ergebnis das ein Bürger aus York das Englisch aus London möglicherweise nur mühsam hätte entziffern können. Fast alle Bücher des 17. Jahrhunderts - angefangen bei Literatur, über philosphische, juristische, mathematische oder naturwissenschaftliche Werke, bis hin zu profanen Reiseberichten - waren in Latein verfasst. Selbst die Lehrpläne der Gymnasien waren in lateinischer Sprache geschrieben...

Erst im 18. Jahrhundert verlor das Lateinische mehr und mehr an Bedeutung gegenüber den Nationalsprachen. Ein Vorreiter dabei war übrigens Deutschland, denn schon seit Martin Luthers Bibelübersetzung gingen in Deutschland mehr und mehr Gelehrte dazu über das Deutsche als Schriftsprache zu nutzen, wobei ihnen die Sprache & Schreibweise Luthers als Richtschnur diente - so enstand nach und nach das Hochdeutsch.