Raubkopien bei 80 Prozent in Russland

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US-Copyright-Verband fordert stärkere Überwachung Russlands

Der US-Lobby-Verband International Intellectual Property Alliance (IIPA) bezeichnet in einem nagelneuen Bericht Russland als das Land mit einem der wohl gravierendsten Urheberrechtsprobleme weltweit. Im Jahre 2004 soll dort der Anteil der Raubkopien bei 80 Prozent gelegen haben, was zu einem Schaden von über 1,7 Milliarden US-Dollar geführt haben soll. Der Verband, der nach eigenen Angaben rund 1300 Firmen vertritt, die urheberrechtlich geschütztes Material produzieren und vertreiben, erwähnt als eklatantes Beispiel einer "ungeheuerlichen Situation" die Website www.allofmp3.com und verlinkt diese in einer => PDF Format Pressemitteilung sogar. Obwohl die russische Regierung aufgefordert sei, ihre Copyright-Gesetze wirkungsvoll durchzusetzen, habe man in der Vergangenheit nur wenige Fortschritte erzielt. Die Piraterie setze sich unvermindert im eigenen Land fort und Exporte überschwemmten Ost- und West-Europa.



Quelle


erde
 
Diese riesigen Schadenssummen von "1,7 Mrd. Dollar" etc. hören sich ja "nett" an, nur das Ganze einen kleinen, aber wichtigen Denkfehler. Sollten sich arme Leute, wie es nun mal der Grossteil der Russen nach europäischen Standards sind, die Software/Musik kaufen müssen, dann würden Sie es einfach nicht machen, weil Sie das Geld dafür nicht haben. Hingegen würde eher die Gefahr bestehen, das Sie sich alternativen Lösungen wie openSource oder alternativem Musikvertrieb (= ohne grosse Plattenlabels) zu wenden. Dies hat auch schon Microsoft erkannt, was einer der Gründe sein dürfte, warum Sie zum Einem in China und auch dem Grossteil der der restlichen Welt (mit Ausnahme des "Westens") Raubkopien eher "symbolisch" verfolgen und zum Anderen Staaten wie Indien Microsoft Produkte für jahrelange Nutzung in Schulen (inklusive Updates) kostenlos zur Verfügung stellen, nachdem die Inder erklärt haben, Sie würden sonst komplett auf openSource umsteigen. Weiterhin ist momentan China das einzige Land der Welt, das in einem staatseigenen "Sicherheitslabor" Quellcode von Microsoft Produkten auf mögliche Hintertüren des CIA & Co. untersuchen darf. Irgendwie haben die in Redmond so ein bisschen Angst von "Red Banner Linux" - einer chinesischen Distribution, die sich grosser Beliebtheit in China erfreut. :-)

Just my 2 cent.....

MfG Rushjo
 
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