Schnelle Linux Distribution

Hallo, könnt ihr mir vielleicht eine Linux-Distribution empfehlen, welche besonders schnell bootet und arbeitet? Thx, webfreak
 
gentoo mit entsprechender config? *holzhammer wieder weg pack*
 
Gentoo mag da wegen der Optimierung auf deinen Rechner ein paar Vorteile haben (die imho den erhöhten Zeitaufwand beim Installieren des Systems und von größeren Programmen nicht rechtfertigen).
Andere Distris werden sich da wohl nicht viel nehmen, wenn du einen eigenen Kernel baust und alle nicht benötigten Treiber daraus verbannst sowie nicht benötigte Dienste aus den rc-Scripten schmeißt.
 
Original von Voodoo
Gentoo mag da wegen der Optimierung auf deinen Rechner ein paar Vorteile haben (die imho den erhöhten Zeitaufwand beim Installieren des Systems und von größeren Programmen nicht rechtfertigen).
Andere Distris werden sich da wohl nicht viel nehmen, wenn du einen eigenen Kernel baust und alle nicht benötigten Treiber daraus verbannst sowie nicht benötigte Dienste aus den rc-Scripten schmeißt.

Wobei man auch sagen muss, dass "große" Distributionen wie beispielsweise SuSe wohl eher nicht dazu geeignet sind, da hierbei noch n haufen andere Programme geladen werden. Wenn man hier SuSe abspecken will hat man wohl mehr arbeit als bei einer normalen Gentoo installation =)

Ansonsten wird das hier eigentlich wieder ein "Was ist die beste Linux Distribution"-Thread. Prinzipiell ist es egal, welche Distribution man nimmt, solange man sie richtig konfiguriert.

Wenn du einen i686-Prozessor besitzen solltest: Dafür gibt es n haufen dafür optimierte Distributionen, z.b. Arch Linux. Allesamt sind die für Anfänger besser geeignet als Gentoo und erreichen auch ähnliche Geschwindigkeiten von Anfang an, da die meisten von ihnen wirklich nur ein Grundsystem installieren und nicht wie Suse oder Ubuntu noch ganze Window Manager wie KDE oder Gnome.
 
Gentoo kann schneller sein als andere Distros, ist es aber bei 80% der Gentoo-User nicht, da die meisten nicht wirklich Ahnung von Compiler-Optionen und -Flags haben und damit sind sie garnicht in der Lage ihr Gentoo wirklich zu optimieren. Hab oft genug Gentoo-User erlebt, deren tolle "optimierte" Installation langsamer war als ein Default-Ubuntu.

Da der Kernel bei den meisten Distros mittlerweile mit 'modall' übersetzt wird, sind die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen einem selbst gebauten Kernel und einem Default-Kernel sehr minimal und liegen im Bereich von 1-2 Sekunden. Der Grossteil der Bootzeit geht beim Starten von Services, Hardwarescans u.ä. drauf. Daher sollte der erste Weg zum Optimieren des Bootvorgangs sein, dass man erstmal alle nicht benötigten Services deaktiviert und mal die rc-Bootskripte überarbeitet. Gerade die rc-Bootskripte machen mittlerweile bei vielen Distros soviel unnötigen Kram, dass man durch Überarbeitung derselben meist locker 5-8 Sekunden Bootzeit rausholt.

Geht man von Default-Installationen aus, liegen Debian, Fedora und Ubuntu bisher an der Spitze, was die Boot-Geschwindigkeit angeht. Auch DSL bewegt sich da im Spitzenfeld, wenn es auf einer Festplatte (und nicht auf einem USB-Stick, wofür es ja gemacht ist) installiert wird. Wirklich schnell ist aber nur LFS, da man da (anders als bei Gentoo) von Anfang an "gezwungen" ist sein System zu optimieren und sich damit intensiv auseinanderzusetzen. Allerdings sollte man da bei der Installation einiges an Erfahrung mit Linux und dem gcc mitbringen. Auch ist fraglich ob sich der Aufwand einer LFS-Installation lohnt nur um ein paar Sekunden Bootzeit rauszuholen.

Also:
1. unnötige Services mit einem Runlevel-Editor deaktivieren
2. rc-Bootskripte abspecken
3. Kernel so bauen, das ausschliesslich die von der Hardware benötigten Treiber drin sind, diese idealerweise fest einbauen und nicht als Modul
Und schon kann man bei jeder Distro einiges an Bootzeit herausholen.
 
Original von bitmuncher

1. unnötige Services mit einem Runlevel-Editor deaktivieren

mal so ne frage zwischen durch

woher weis ich denn welche dienste ich genau brauche bzw. welche was machen. ohne jeden einzelnen Dienst in google einzugeben. Gibt es da irgendwo eine übersicht
 
Eine Übersicht wirst du kaum finden, aber ein Blick in den Kopf der entsprechenden Skripte unter /etc/init.d/ hilft meist weiter. Da steht meist drin, was die einzelnen Skripte machen und mit einem Runlevel-Editor sorgst du ja lediglich dafür, dass bestimmte dieser Skripte beim Start ausgeführt werden oder auch nicht.
 
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