Selbstständigkeit...

Siehst du, das ist nun eine einseitige Darstellung von Deiner Seite; ich hab gerade gestern mit einem Syop gesprochen, der seine Festanstellung bei der Stadt aufgibt und diesem Job nur noch selbstständig macht (fuhr nun eine zeitlang zweigleisig).

Ich selbst programmiere unter anderem auch; in dem Bereich habe ich ausser Vorgesprächen und evtl. Schulungen weniger die Notwendigkeit, ständig vor Ort präsent zu sein; vielmehr habe ich oft nicht für die Kunden selbst, sondern für Deine Kollegen in den Firmen dieser Kunden zu tun, da die Programmierung den Firmeninhaber meist "zu abstrakt" ist :)

Es kommt halt wirklich auf 1000 Kleinigkeiten an und eine absoute Anleitung gibt es nicht :)
 
@1000sassa:

Das was du alles beschrieben hast ist mir vollkommen klar. Ich hab ein stiefvater mit dem ich das alles schon durchgekaut habe. Und ich habe halt eine andere Lebenseinstellung. Ich will dies auch machen da ich mir sage, wer wagt der nicht gewinnt. Ich habe ja auch nicht, wie du, eine familie mit bestimmten verpflichtungen.

Du brauchst dich nicht entschuldigen, ich habe es ja deshalb hier reingesetzt weil ich eure Meinung und Erfahrungen hören wollte. ;)

Ich würde dies jetzt auch nicht machen wenn ich nicht jemanden, wie mein stiefvater, an der Seite hätte der sich in und auswendig damit auskennt. Bei uns in der Gegend ist halt auch das Problem der hohen Arbeitslosigkeit. Du hast geschrieben das du 2500,-? netto verdient hast bei einem Arbeitstag von ungefähr 6 Stunden. bei mir läuft es halt anders im moment.

Ich arbeite meisten 10-12 Stunden oder auch mal länger. Gut ich habe auch oft dadurch verlängerte Wochenenden aber ich verdiene höchsten 1300,- ? netto. Dies ist bei uns hier schon ein hoher verdienst in der gegend. Die meisten sind froh das sie, wenns gut geht, 900,- ? netto verdienen.

Aber ich find eure diskussion interessant. Das ist wirklich lesenswert. :P
 
datt waren 2500 DM :)

Und ich wollte dir auch sicher nicht abraten. Leute mit Ideen brauchen wir - so sehr wie die Angestellten sind auch ohne die Selbstständigen keine Warenkörbe zu füllen - irgendwer muss die Angestellten ja anstellen :)
Und weshalb sollst du nicht der erste sein, der die Region mit frischem Wind versorgt :D
 
Also zum Thema selbststaendigkeit kann ich euch nur eins erzaehlen:
Mei Vater hatte sich vor 4 Jahren selbstaendig gemacht...ein super Plan, eine super idee, alles ok. Die Bank hat meinem Vater den gwünschten Kredit gegeben und alles lief gut(bist dann).
Dann hat mein Vater eine GmbH gegründen ein Büro 3 Angestellte ien Haufen Computer 2 Praktikanten... sah eingentlich ganz gut aus.
Aber dann nach 1 Jahr fingen die Probleme an man hatte nicht mehr genug auftraege, oder es Tauchten Probleme auf die man vorher nich eingerechnet hatte.
Jetzt ist die Firma pleite und mein Vater hat die Schulden davon bekommen.

Also ich denk selbststaendig sein ist nicht schlecht aber man muss immer damit rechnen das irgendwas nicht eingeplantes passiert.

Junior48000
 
@junior48000:
das du sowas einplanst ist klar. Außerdem kannst du in diesem Staat mit deiner Selbstständigkeit nicht reich werden außer du hast echt so eine geniale idee oder verdammt viel glück. Das ist ja auch das was der stress darin ist, das man immer wieder kunden werben muss. Vielleicht hat man nach jahren wirklich einen festen kundenstamm, der zumindest dafür langt alle ausgaben zu decken, aber trotzdem darf man sich nicht darauf ausuhen.

@1000sassa:
Und ich wollte dir auch sicher nicht abraten. Leute mit Ideen brauchen wir - so sehr wie die Angestellten sind auch ohne die Selbstständigen keine Warenkörbe zu füllen - irgendwer muss die Angestellten ja anstellen smileUnd ich wollte dir auch sicher nicht abraten. Leute mit Ideen brauchen wir - so sehr wie die Angestellten sind auch ohne die Selbstständigen keine Warenkörbe zu füllen - irgendwer muss die Angestellten ja anstellen smile

Weiß ich doch, das du das nicht wolltest. ;)
Es wird immer ein risiko geben dabei, auch wenn man schon jahrelang im geschäft ist.
 
Wenn er eine GmbH gegründet hat, können die Schulden ja nicht so hoch sein :)

Und natürlich ist es immer scheisse, wenn man auf Fremdkapital angewiesen ist - ich habe das vermieden und deshalb (unter anderem) auch 9 Jahre gebraucht.

Meine Planung hingegen liegt immer ungefähr ein halbes Jahr in der Zukunft, oft sogar bis zu einem Jahr - alles andere macht wenig Sinn, da man nicht hoffen darf, das in den nächsten paar Wochen zufällig mal ein Kunde kommt - oder aber die Aquise muss stimmen.

Ich trage mich schon seit einem Jahr mit dem Gedanken, jmd. einzustellen, aber das ist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor; da ich recht spezialisiert arbeite zudem schwer zu erreichen. Ausserdem hängt da eine nicht zu unterschätzende Verantwortung dran - immerhin haben auch viele Angestellte Miete zu zahlen.

Vielleicht tröstet es dich, dass nahezu alle erfolgreichen Menschen erstmal auf die Fresse gefallen sind mit ihren Firmen - scheinbar eine Grundvoraussetzung um den Willen zu bekommen, den man braucht. Brilliante Köpfe wie Bill Gates ausgenommen. Menschlich mag man von ihm halten, was man will, aber als Stratege ist der Mann das Genie des 19. Jahrhunderts - und der iss noch nicht am Ende :) ... empfehle jedem, der die Möglichkeit dazu hat, William einmal live zu sehen - ein Erlebnis, ehrlich
 
Da stimm ich dir zu. :D

Mein stiefvater ist mit seiner ersten firma (lang lang ist es her, so 20 Jahre oder mehr) auch auf die fresse gefallen.

Auch angewiesen sein auf Fremdkapital, wie du schon sagst, ist ein hohes risiko. Reiß mir net umsonst den arsch bei meinem jetzigen job auf. Will nämlich auch kein kredit, darlehen usw. aufnehmen. Hab auch schon ne menge angespart. Aber ich will noch ein bissl mehr ansparen da ich jetzt schon anfangen könnte, aber ich will auch noch was in der rückhand haben weil die ersten jahre ja net unbeding so profitabel sind.

Vorsorge ist besser als Nachsorge. :D
 
Original von 1000sassa
Brilliante Köpfe wie Bill Gates ausgenommen. Menschlich mag man von ihm halten, was man will, aber als Stratege ist der Mann das Genie des 19. Jahrhunderts - und der iss noch nicht am Ende :) ...
...und wenn Du ihn ins 20.Jh. steckst gebe ich DIr zur 100% Recht. ;)

Ein wichtiger Punkt derr Selbstständigkeit ist außerdem, dass man in seinem Marktsegment sozusagen schon mal einen Fuß in der Tür hat. Es bringt nichts, erst mal eine Unternehmung zu gründen und dann nach dem Motto "Ich bin da - jetzt kommt mal" zu agieren.
 
Darum mach ich mich ja in ner branche selbstständig in der ich sogar privat schon seit jahren zutun hab. Da habe ich auch schon diverse Kontakte und das sind net grad wenig. :D
 
Original von 1000sassa
Siehst du, das ist nun eine einseitige Darstellung von Deiner Seite; ich hab gerade gestern mit einem Syop gesprochen, der seine Festanstellung bei der Stadt aufgibt und diesem Job nur noch selbstständig macht (fuhr nun eine zeitlang zweigleisig).
Wenn ich bei der Stadt arbeiten würde, würde ich auch wieder in die Selbstständigkeit gehen. Bei Behörden verdient man leider nicht sonderlich viel, Überstunden werden nicht bezahlt usw.
Original von 1000sassa
Es kommt halt wirklich auf 1000 Kleinigkeiten an und eine absoute Anleitung gibt es nicht :)
Full ACK.
 
Original von sTEk
Original von 1000sassa
Brilliante Köpfe wie Bill Gates ausgenommen. Menschlich mag man von ihm halten, was man will, aber als Stratege ist der Mann das Genie des 19. Jahrhunderts - und der iss noch nicht am Ende :) ...
...und wenn Du ihn ins 20.Jh. steckst gebe ich DIr zur 100% Recht. ;)
[/quote]

lol - jo, klar *schandeübermich* - hab mich wohl von meinem Nickpic inspirieren lassen, da iss alles über 13. Jahrhundert weiiiiiiiiiit weg ;)
 
@Junior48000:
Dann hat mein Vater eine GmbH gegründen ein Büro 3 Angestellte ien Haufen Computer 2 Praktikanten... sah eingentlich ganz gut aus.

da geb ich 1000sassa recht. können nicht iments viel schulden sein da:

GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Nachzuschlagen bei Google oder in jedem Lehrbuch für Kaufmännische Berufe.
 
Eine sehr interessante Diskussion :) Neue Firmen sind immer ein Zeichen der wachsenden Konjunktur, wie soll sonst ein Staat wachsen ohne das wirtschaftliche Rückgrat? Deshalb empfehle ich dir: versuch es! Gründe ein Unternehmen und führe es mit 100%igen Optimismus. Wenn deine Idee sozusagen die Marknische deiner Region deckt, warum nicht? Ich finde diese Risikobereitschaft sollte da sein, zumal du dich in zwei oder drei Jahren auf deinem Chefsessel zurücklehnen kannst 8) Es wäre schön wenn du uns hier im Board von deinen Erfahrungen berichten könntest - oder du schreibst ein Blog^^ Viel Glück!
 
Kann ich machen. :D

Ab Montag gehts los mit wege erledigen. Zuerst mal ne Infoveranstaltung zur Existensgründung, dann Gewerbeanmeldung und Betirebsnummer holen.

Werd euch da auf dem laufenden halten. Was noch so folgt.
 
Ach so, noch ein Tipp von mir: wenn du mal Geld überflüssig haben solltest - investiere in Werbung! Sie stellt für jedes Unternehmen die wahre Existenz dar, wenn dich niemand kennt kauft auch keiner. Scheue dich auch nicht mal größere Kampangnen anzusetzen, z.b. die erwähnten Plakate am Bahnhof.
 
Brauchst mir net zusagen. Arbeite seit beginn meiner 2 Ausbildung in na Werbefirma die alles mögliche macht. Selbst ein Werbekonzept hab ich schon und auch die richtigen Leute, wo ich für meine Werbung net mal Geld bezahlen muss und diese trotzdem auf Konzis gut zur geltung kommt. :D
 
Hallo,

Original von superdau
Wenn irgend möglich Gründe aber eine GmbH. Dann ist die Haftung auf die Einlagesumme, mindestens 25000,00 Euronen, beschränkt.
Original von Dreamer
da geb ich 1000sassa recht. können nicht iments viel schulden sein da:
GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Nachzuschlagen bei Google oder in jedem Lehrbuch für Kaufmännische Berufe.
Mal 2 Dinge zum Thema GmbH und Haftung/Schulden:

1) Das für die nötigen (Erst-)Investitionen, den normalen Geschäftsbetrieb und ggf. für die Überbrückung von Unternehmenskrisen erforderliche Kapital übersteigt (abhängig von Branche und Geschäftsmodell) schnell die Mindesteinlage und wird meist zu einem großen Teil kreditfinanziert. Diese Kredite sind nicht selten private Kredite der Gesellschafter oder aber zumindest haften die Gesellschafter persönlich für Kredite der Gesellschaft - allzu risikobereit sind unsere Banken nicht.

2) Die Haftung der Gesellschaft mag auf ihr Gesellschaftsvermögen und die Haftung der Gesellschafter auf die Stammeinlage und ggf. auf die Nachschusspflichten begrenzt sein. Vielen ist jedoch nicht bekannt, dass ein GmbH-Geschäftsführer (welcher bei jungen Unternehmen meist auch Gesellschafter ist) für bestimmte Verbindlichkeiten durchaus unbegrenzt persönlich haftet. So z.B. für Arbeitnehmeranteile an der Sozialversicherung und für einige Forderungen des Finanzamtes.

Die Rechtsform einer GmbH schützt also nicht zwingend vor einer hohen persönlichen Verschuldung.

Gruß
c2s=
 
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