SSD Festplatten meist langsamer?

Hallo zusammen,

In einen neuen PC soll evtl. eine (gebrauchte) SSD, also nur für Betriebssystem und Programme.
Jetzt schreibt ComputerBild in der aktuellen Ausgabe:
Solid State Drive: Ein Solid State Drive lässt sich wie eine Festplatte benutzen. Statt Magnetscheiben enthält es elektronische Bausteine (Chips). Vorteil: Es macht keinen Lärm. Nachteile: weniger Speicherplatz, meist geringeres Tempo, hoher Preis.

Ich hatte mal gelesen, SSDs seien im Allgemeinen schneller, weil sie keine Mechanik haben.
 
@habo4life:
Und gucke dir doch einfach mal deine Quelle an ;) Ich persönlich würde niemals eine Aussage von Computerbild ungeprüft glauben.

Allerdings möchte ich die Aussage hier im Thread dennoch ergänzen:

Es gibt verschiedene Arten von SSDs, was sich meist auch im Preis bemerkbar macht. Dabei kann man auch sehr große Unterschiede in Haltbarkeit und Geschwindigkeit feststellen. Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit, per Adapter einfache SSDs aus SD-Karten zu bauen. In diesem Fall und auch bei anderen "Billig-SSDs" kann die Aussage von Computerbild aber tatsächlich zutreffen.
 
SSDs haben ein Problem mit stark schwankenden Zugriffszeiten: Da jedes Mal ein ganzer Block gelesen wird, kann es sein, dass die Daten günstig liegen und du Zugriffszeiten von 10-20 ms bekommst. In c't Test hat sich jedoch herausgestellt, dass bei ungünstigen Konstellationen die Zugriffszeiten auf bis zu 200 ms steigen können. Wie gut die jeweilige Platte das macht hängt vom Controller ab.
 
SSD Festplatten bestehen aus Flashspeichern, bei denen jede Speicherzelle elektronisch angesteuert, d.h. gleichschnell angesteuert wird.

Wie soll die Zugriffszeit auf eine Speicherstelle bei einer normalen Festplatte (mechanische Bewegungen) schneller sein als bei elektronische Ansteuerung?
 
Hoi,
jetzt nochmal zur Entwirrung:
SSD's sind meist schneller als HDD's.
Was die Computerbild schreibt trifft auf den kleinsten Teil von SSD's zu.
Zwei Vorteile die mir noch einfallen sind: stromsparend & stoßfester als HDD's.

Die Zugriffszeiten liegen meist < 1ms.

Was ich beachten würde beim Kauf einer SSD ist, dass entweder ein Indylinx oder Sandforce Controller verbaut ist.
Die SSD's (100 oder 200GB) mit Sandforce Controller sind mit 128 bzw. 256GB bestückt und es wird warscheinlich ein Update dann für die Nutzer kommen, dass diese auch voll ausgeschöpft werden können.
Ich würde auf jedenfall von JMicron Controllern abraten.

Meine Erfahrung mit Indylinx waren bis jetzt meist sehr gut und Sandforce sieht auch ganz vielversprechend aus :-)

Greetz
 
Also ich habe eine 80er SSD der zweiten Generation von Intel. Natürlich muss man diese im BIOS via AHCI ansprechen (und bei der Treiberinstallation etwas fuchsen), damit die aktuellen Betriebssysteme auch den elementar wichtigen Befehl TRIM (damit nicht blockweise gelöscht werden muss...also OS und Platte die gleichen Infos über die freien Bereiche haben) automatisch nutzen können.

Mal vier Werte der Ladedauer nach zur Info, andere Apps kann man da gut von ableiten:
(System is nen i7@3.6GHz mit 6GB 2000er RAM)

Firefox - keine Startzeit zu merken, Anklicken und da
Word 2007 - <0,25s, praktisch wie Anklicken und da
Photoshop CS4 - ca. 1s
Booten (nach BIOS) - ca. 3s (gut gefülltes Win7 prof)

P.S.: Die Defragmentierung von SSDs wird aufgrund der Physik natürlich sinnlos und daher sollte man Defrag-Diensten (wie z.B. O&O Defrag) dies auch "sagen". Andernfalls schmälert man nur die Lebensdauer der SSD für nichts und wieder nichts. Btw - die Auslagerungsdatei habe ich auf einer 'normalen' Platte, da mir das dauerhafte Rumgeschreibe von Windows doch sehr kontraproduktiv vorkommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso muss man SSDs nicht defragmentieren? Wie sieht es dann mit Flash-Speicherkarten aus?

hab zugegeben zuvor noch nie so über das Thema nachgedacht... aber Defragmentieren auf SSD- oder beliebigem Flash-Speicher bringt sicherlich wirklich keinen Performance-Gewinn.

Bei Flash-Speichern wird lediglich dem Speicher gesagt, von welcher Adresse die Daten gelesen werden sollen - da ist es ihm egal, ob die Adressen hintereinander weg kommen oder durcheinander.

Bei Festplatten dagegen verlangsamt sich der Zugriff enorm, wenn er von verschiedenen Stellen der Platte lesen muss, da er dort ständig den Schreib-/Lese-Kopf hin und her positionieren muss...

Defragmentieren auf Flash-Speichern stellt demzufolge wirklich nichts weiter dar als unnötige Lese- und Schreib-Zugriffe, welche die Lebensdauer unnötig schmälern.
 
hab zugegeben zuvor noch nie so über das Thema nachgedacht... aber Defragmentieren auf SSD- oder beliebigem Flash-Speicher bringt sicherlich wirklich keinen Performance-Gewinn.

Bei Flash-Speichern wird lediglich dem Speicher gesagt, von welcher Adresse die Daten gelesen werden sollen - da ist es ihm egal, ob die Adressen hintereinander weg kommen oder durcheinander.

Bei Festplatten dagegen verlangsamt sich der Zugriff enorm, wenn er von verschiedenen Stellen der Platte lesen muss, da er dort ständig den Schreib-/Lese-Kopf hin und her positionieren muss...

Defragmentieren auf Flash-Speichern stellt demzufolge wirklich nichts weiter dar als unnötige Lese- und Schreib-Zugriffe, welche die Lebensdauer unnötig schmälern.
Das bringt es auf den Punkt! :)
 
ah stimmt, hab gelesen, dass bei SSDs alle bereiche gleich schnell angesprochen werden können.
Ist es aber nicht so, dass man durch Defragmentieren auch freien Speicher gewinnt? Dann wäre es zumindest einmal im Jahr sinnvoll
 
SD-Karten als Festplatte

Bei SD-Karten hab ich die Erfahrung gemacht, dass es sich nicht lohnt sie als Platte einzusetzen.

Hab für meine Knipskästen Sandisk Extremme III-Karten im versch.Größen, die bringen es im wirklich schnellen SanDisk-Cardreader nur auf ca. 1/3 der Geschwindigkeit meiner SATA II-Platten, sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen. Die Dateien sind 12-20 MB groß, bei kleineren Dateien wird die Geschichte noch langsamer.

Einige Karten aus dem mittleren Preisbereich waren schon mal nach nem halben Jahr platt, wie gesagt beim Fotografieren, beim täglichen Einsatz am Rechner wohl noch viel früher.

Gibt zwar noch schnellere Karten, aber auch was die Robustheit von SD-Karten angeht bin ich nicht bereit mich auf ein derartiges Risiko einzulassen.

SD-Karten sind nun mal nicht für diesen Zweck konstruiert, so fehlt z.B. ein Kühlkörper völlig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei SD-Karten hab ich die Erfahrung gemacht, dass es sich nicht lohnt sie als Platte einzusetzen.

Hab für meine Knipskästen Sandisk Extremme III-Karten im versch.Größen, die bringen es im wirklich schnellen SanDisk-Cardreader nur auf ca. 1/3 der Geschwindigkeit meiner SATA II-Platten, sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen. Die Dateien sind 12-20 MB groß, bei kleineren Dateien wird die Geschichte noch langsamer.

Einige Karten aus dem mittleren Preisbereich waren schon mal nach nem halben Jahr platt, wie gesagt beim Fotografieren, beim täglichen Einsatz am Rechner wohl noch viel früher.

Gibt zwar noch schnellere Karten, aber auch was die Robustheit von SD-Karten angeht bin ich nicht bereit mich auf ein derartiges Risiko einzulassen.

SD-Karten sind nun mal nicht für diesen Zweck konstruiert, so fehlt z.B. ein Kühlkörper völlig.

Hi eumel01,
also so weit ich es hier verstanden habe, geht es in diesem Thread um SSD Festplatten, die für den Gebrauch als Festplatte gebaut sind und diese Belastungen auch standhalten sollen (von den billigen Einsteigermodellen mal abgesehen...)
Also nicht um SD Karten für den Fotoapparat, die über USB angeschlossen werden, dabei ist es klar, dass nicht die Zeiten einer SATA Platte erreicht werden.
Diese SSDs werden ganz normal in den Rechner eingebaut und nicht über USB angesprochen, auch wenn das Schreib-Lesesystem im Prinzip das gleiche ist (also ohne sich bewegende Schreib-Leseköpfe)

Auch ist es doch nicht gerade sinnig, seine paar GB großen SD Karten als Festplatte zu gebrauchen, oder? ;)

Hoffe, ich konnte ein bisschen Klarheit schaffen :)
 
Bei SD-Karten hab ich die Erfahrung gemacht, dass es sich nicht lohnt sie als Platte einzusetzen.

...

SD-Karten sind nun mal nicht für diesen Zweck konstruiert, so fehlt z.B. ein Kühlkörper völlig.

ich wollte die auch keinesfalls als festplatte nutzen. Hab mal so einen Adapter gesehen, wo man sich aus SD-Karten eine Festplatte zusammenstecken konnte. Aus irgendeinem Grund hab ich die Idee aber wieder verworfen, war glaub ich zu langsam
http://www.golem.de/0706/53146.html
http://www.pcwelt.de/start/computer...ews/185673/flash_festplatte_zum_selber_bauen/
 
Hi eumel01,
also so weit ich es hier verstanden habe, geht es in diesem Thread um SSD Festplatten, die für den Gebrauch als Festplatte gebaut sind und diese Belastungen auch standhalten sollen (von den billigen Einsteigermodellen mal abgesehen...)
Also nicht um SD Karten für den Fotoapparat, die über USB angeschlossen werden, dabei ist es klar, dass nicht die Zeiten einer SATA Platte erreicht werden.
Diese SSDs werden ganz normal in den Rechner eingebaut und nicht über USB angesprochen, auch wenn das Schreib-Lesesystem im Prinzip das gleiche ist (also ohne sich bewegende Schreib-Leseköpfe)

Auch ist es doch nicht gerade sinnig, seine paar GB großen SD Karten als Festplatte zu gebrauchen, oder? ;)

Hoffe, ich konnte ein bisschen Klarheit schaffen :)

Hab nur den Hinweis von lightsaver im 3. Beitrag aufgreifen wollen, damit niemand der diesen Thread liest auch nur auf die Idee kommt SD-Karten als Platte nutzen zu wollen.

Bei der Gelegenheit eben auch versucht zu erklären, warum dies absolut unsinnig ist :wink:
Gibt noch immer "Spezialisten" die diese Möglichkeit als sinnvoll erachten....:rolleyes:

...den Daumen nach unten im Titel meines Beitrags übersehen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
@Eumel 01:
Jepp, den Daumen hab ich dann wohl missinterpretiert.
Aber freut mich, dass wir uns über die Unsinnigkeit der Nutzung von SD Karten als Festplatte einig sind :=)

MfG
 
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