Support your local LUG

xeno

Moderator
Mitarbeiter
hallo zusammen,

mich würde mal interessieren wieviele linux-user ihre lokale linux-user-group besuchen oder wenigstens schon einmal drüber nachgedacht haben.

wer sich für sowas interessiert findet hier eine liste aller LUG's. bestimmt ist auch etwas in deiner nähe dabei.

gruss, xeno
 
Ich supporte die BeLUG nicht.
Gründe (ich gehe da einfach mal von den LUGs aus, von denen ich Leute kennengelernt habe bzw. deren Veranstaltungen ich mir angetan habe):
  • Ich habe noch keine LUG kennengelernt, bei der nicht primär das Windows-Hasser-Klischee bedient wurde (es als Windoof bezeichnen und zu Hause an selbigem arbeiten).
  • Ich glaube nicht, dass ich dort sonderlich viel lernen kann, da es primär um den Einsatz von Linux im Desktop-Bereich geht und wenn man Linux mehr als 10 Jahre als Standard-Desktop-System nutzt, kann einem kaum noch jemand was neues erzählen.
  • Ich habe keine Lust, dass ständig irgendwer bei mir angerannt kommt, damit ich seine Linux-Probleme löse. Dafür gibt es Foren, wo ich frei entscheiden kann wann und ob ich antworte.
  • In LUGs wird man sofort als der Über-Hacker dargestellt, wenn man sich einigermassen gut mit Linux auskennt. Da hab ich noch weniger Lust drauf als auf dumme Fragen.
  • Ich verspüre keinen Drang nach sinnlosen Veranstaltungen wie Installations-Parties, Vorträge über die Einrichtung bestimmter Software u.ä. belanglosen Kram.
  • Wenn ich mit Linux-Freaks plaudern will, geh ich in's C-Base. Da brauch ich keine BeLUG für.
Und um mal die "Vorteile" der BeLUG aufzuführen....
  • Anregende Gespräche mit Gleichgesinnten kann ich auch ohne BeLUG führen.
  • Ich habe keine Lust Vorträge oder Seminare zu halten. Ich kann mit meiner Zeit einfach besseres anfangen.
  • Mailinglisten mit Diskussionen finde ich hunderte im Netz. Da muss ich mir nicht auch noch die der BeLUG geben.
  • Ich fördere auch ohne BeLUG die Nutzung von Linux im privaten und beruflichen Bereich indem ich Linux-Server administriere und in Foren Linux-Support gebe.
  • Es gibt keine Projekte der BeLUG, bei denen ich Interesse hätte diese aktiv mitzuentwickeln. Vom Zeitmangel mal ganz abgesehen.
  • Ich bin kein Messebauer oder Promoter und das nicht ohne Grund. Ich hab einfach keine Lust Messen zu betreuen oder vorzubereiten.
  • Welche Literatur könnte mir die BeLUG wohl geben, die ich nicht in der Bibliothek oder im WWW finde?
  • Ich habe meine eigenen Plattformen zur Projekt-Entwicklung.
  • Dank diversen Rootservern brauche ich keine Mirrors für irgendwelche Distros.
  • Ich brauch keine @belug.de-Emailadresse. @bitmuncher.de ist viel netter. ;)
  • Einen Breitband-Internetzugang hab ich selbst und ich brauche auch das WLAN der BeLUG dank HSDPA nicht.
  • Ich habe genug Hardware und Rechenkapazitäten um meinen total übertriebenen Ansprüchen gerecht zu werden.
  • Ich bezahle für's Brennen einer Distro keine 3 Euro.
  • Ich habe knapp 2 Dutzend private Shell-Accounts und diese grossteils mit root-Zugang. Was soll ich mit noch einem ohne root-Rechte? Den könnte man ja nichtmal für simple Portscans anständig nutzen.

Kurzum: Sämtliche von der BeLUG aufgeführten Vorteile sind für mich keine und somit gibt es für mich keinen Grund dieser Gruppe beizutreten und dafür auch noch Geld auszugeben. Es gibt eher Gründe es nicht zu tun. Für Einsteiger mag so eine LUG ja ganz sinnvoll sein, aber solange die Bereiche nicht abgedeckt werden, in denen ich noch was lernen kann und will, werde ich der BeLUG nicht beitreten.
 
@Bitmuncher:

Dem kann ich mich nur anschliessen, allerdings bei der Paderborner LUG. Besonders so sinnfreie Aktionen wie "Linux-Installierparties" halten mich effektiv davon ab, eine LUG zu unterstützen. Wenn ich Lust auf Geekiges Gelaber habe, dann gehe ich einfach zum lokalen Chaostreff, denn da sind einfach mehr Leute, die nicht das Klischee des "typischen Linux-Users" erfüllen (sprich als einziges Gesprächsthema "Windows und warum es Scheisse ist" haben).

LUG, nein danke, aber Chaostreff immer gerne :)
 
ich gehe zu keiner LUG, sondern zu einem lokalen Hackerspace, finde diese aber schon wichtig. Denn die OpenSourceBewegung erfährt dadurch schon Zulauf, denn nur in Gemeinschaft trauen sich manche an "exotischere" Themen heran. Du, Bitmuncher, bist definitiv einer der weiter fortgeschrittenen, es ist klar, dass dir das nichts bringt.
Aber ohne LUGs wäre die OpenSourceBewegung wohl um einiges ärmer dran.

btw: was kennt ihr für Hackerspaces (auch vom Hörensagen)?
ich kenne die C-Base in Berlin, den Datenladen in Bonn, das Labor in Bochum, den CCCC in Köln und in München soll ja die Kapsel entstehen.. ich finde es schade, dass es da auch nicht irgendwo eine Liste gibt und die Leute sich nicht mehr ausstauschen.

Der Vorteil solcher Hackerspaces ist es, dass sie auch verschiedenen lokalen Gruppierungen Platz, Versammlungspunkt und "Dach" bieten könn(t)en.
 
Ne LUG haben wir hier nicht in der Nähe, aber ein im Grunde recht ähnliches Projekt. Ich bin dort mäßig aktiv, Gründe hat bitmuncher ja schon ordentlich aufgezählt. Wenige Dinge sind mir dann aber doch wichtig, z.b. dass wir endlich an den Schulen (unter anderem) freie Software und vernünftige Diskussionen darum hinkriegen.

Manche Schulen wehren sich aber doch nach Kräften, eine hatte bis 2007 noch Win98 - und die erklären einem dann, dass man damit praxisbezogeneren Unterricht machen kann.
 
Ich habe schonmal mit dem Gedanken gespielt zu einer Installationsparty zu gehen. Nicht für mich, sondern um Interessierten zu helfen, die sich im Alleingang vielleicht nicht unbedingt daran trauen. Wie kommt es, dass sich hier so viele negativ darüber äußern?
 
Original von geronimo89
Wie kommt es, dass sich hier so viele negativ darüber äußern?

Installationsparties sind für mich wie gesunde 30-jährige mit dem Löffel füttern. Eine Linux-Installation ist heutzutage nun wirklich kein Problem mehr und wenn mal ein Problemchen auftaucht (meist sind es nichtmal welche, nur das System ist halt nicht windows-like genug), dann kann man wohl von gesunden Menschen erwarten, dass sie mal ihren Grips anstrengen und eine Fehlermeldung oder ein paar Stichworte bei Google eingeben. Ich werde jedenfalls nicht die Faulheit irgendwelcher Windows-Umsteiger unterstützen. Wer wirklich Linux nutzen will, der klemmt sich da auch ein wenig hinter. Die anderen wollen es doch am Liebsten auf dem Silbertablett als fertig vorinstallierte Festplatte haben und suchen einfach nur einen Windows-Ersatz, den Linux nicht bieten kann und auch nicht bieten will.
 
Ich sag nur: jeder fängt mal klein an.

Selbst technisch nicht so erfahrene Nutzer, die beruflich wenig bis garnicht damit zu tun haben stelle ich mir auf Installationsparties vor.

Man erwartet von Fahrschülern ja auch nicht, dass sie die Theorie können, bevor sie zum Unterricht gehen.
 
Zurück
Oben