The Great Global Warming Swindle

thyrael.lu

New member
Wirklich interessant. Die Idee, dass die globale Erwärmung von den Medien und der Politik schlimmer gemacht wird, als sie ist, halte ich für korrekt. Allerdings gibt es wissenschaftliche Belege für den Treibhauseffekt, und der erhöhte CO2-Ausstoss im Zuge der Industrialisierung passt da sehr gut ins Bild. Natürlich kann eine globale Erwärmung auch auf natürliche Weise entstehen, aber wir tragen sicherlich unseren Teil dazu bei. Das ganze als Lüge zu bezeichnen halte ich zwar für gewagt, aber uns täte wohl gut daran, die Sache etwas weniger panisch zu betrachten.
 

Cyberm@ster

New member
Ich denke auch, dass das ganze von den Medien übertrieben dargestellt wird. Das Video ist meiner Meinung nach auch kritisch zu sehen, wobei es gut ist das ganze aus einer anderen Perspektive zu sehen, als zweite Meinung so zu sagen. Im Endeffekt können wir nicht wissen wie welche Statistik verfälscht wurde und wer die jeweiligen Forschungen finanziert und somit auch beeinflusst. Die Wahrheit wird wohl zwischen den beiden Extremen liegen. Ob das von uns Menschen produzierte CO2 nun der Grund für den Klimawandel ist oder nicht, ist eigentlich egal, wir können eh nur wenig tun und es kann so oder so nichts schaden umweltbewusst zu denken und unter anderem unsere Emissionen zu senken.
 

bitmuncher

Moderator
Hab den Film jetzt zwar nicht gesehen (fehlt mir gerade die Zeit zu), aber wenn wir den Klimawandel stoppen wollen, sollten wir zuerstmal etwas gegen die Überbevölkerung tun. Schließlich atmen wir Unmenge CO2 aus und tausend Menschen furzen nunmal mehr Methan in die Luft als 10 und es ist nunmal eine Tatsache, daß die Weltbevölkerung drastisch kleiner war als heute, bevor die ersten Auswirkungen des Klimawandels meßbar wurden. Wir produzieren als Menschheit also schon wesentlich mehr CO2 und Methan als es jemals in der Geschichte der Erde der Fall war und derzeit sieht es nicht so aus, daß das Bevölkerungswachstum auf dieser Erde in naher Zukunft wieder abnehmen würde. Und hinzu kommt, daß nicht nur die Industrie und die Verkehrsmittel CO2 zusätzlich ausstoßen, sondern auch die heutigen großen Tierzuchtanlagen und verschiedenste landwirtschaftliche Betriebe, die nie als Treibhausgas-Verursacher erwähnt werden. Diese produzieren heute ein Hundertfaches an CO2 und Methan im Vergleich zu einem traditionellen Bauernhof. Wollen wir jetzt also das große Schlachten beginnen und jeden 2. Menschen an die Wand stellen um den Klimawandel zu stoppen? Wollen wir jeglichen Fortschritt der Zivilisation wieder "zurückbauen" nur damit der CO2-Ausstoß auf das gleiche Maß kommt wie vor 100 Jahren? Ich glaube nicht. Fazit: Der Klimawandel ist nicht aufhaltbar. Wir sollten uns eher Gedanken darum machen, wie wir uns anpassen können und wie wir das derzeitige Maß an Treibhausgasen halten können. Das schaffen wir aber gewiß nicht allein durch lächerliche Filter auf Industrieanlagen oder in Autos.
 

LX

Member of Honour
Original von bitmuncher
wenn wir den Klimawandel stoppen wollen, sollten wir zuerstmal etwas gegen die Überbevölkerung tun. Schließlich atmen wir Unmenge CO2 aus und tausend Menschen furzen nunmal mehr Methan in die Luft als 10
Soweit korrekt, allerdings müssten ein paar tausend Leute rund um die Uhr Blähungen haben um ungefähr den Treibhausgasausstoß eines einzelnen Flugzeugs auf einem innerdeutschen Flug zu produzieren. Genauso sparen ein paar hundert Haushalte, die auf Stromsparlampen statt normaler Wolframdrahtglühbirnen umsteigen, im Jahr nicht so viel Strom wie eine industrielle Fertigungsanlage ihn am Tag verbraucht.

Sicherlich soll das nicht heißen, dass das, was ein einzelner Privatmensch zum Klimawandel beiträgt, gänzlich unwesentlich ist. Es verdeutlicht aber, dass man lieber bei den Dingen zu sparen anfangen sollte, bei denen am meisten Potenzial besteht.


Oder wenn man das Stromsparbeispiel nimmt: Warum sollen die Privatleute überhaupt sparen? Es geht nicht darum, weniger Strom zu verbrauchen, denn das wird auf lange Sicht bei der zunehmenden Technologisierung sowieso nix. Es geht darum, dass Strom umweltfreundlicher gewonnen werden kann, damit wäre geholfen. Daher bin ich auch sehr dafür, in regenerative Energieformen zu investieren, was diejenigen, die gegen den Klimawandel argumentieren, ja meistens als "nicht so eilig" abtun.

Das ist auch der Grund, warum ich mir die Gegenargumentation eigentlich gar nicht anhören muss. Möglicherweise trägt der Mensch nicht so viel zur globalen Erwärmung bei, wie angenommen... aber ändert das was daran, dass man lieber auf regenerative Energiegewinnung umsteigen sollte, da die fossilen Brennstoffe über kurz oder lang sowieso ausgehen? Nein. Schadet es irgendwem (außer den Kohle-, Öl- und Gaslieferanten) wenn man mehr in Wind- und Wasserkraft oder Solarenergie investiert? Auch nicht. Also wozu das Risiko eingehen, dass die "alles gar nicht so schlimm"-Argumentation doch falsch ist, nur damit ein paar Leute sich noch ein paar Jährchen länger die Taschen füllen können?
 

bitmuncher

Moderator
Ganz so einseitig sollte man das mit der regenerativen Energie nicht sehen. Wie bereits gesagt, sollte jede Möglichkeit genutzt werden den Ausstoß an Treibhausgasen nicht weiter zu erhöhen und beim immer höheren Energiebedarf der Menschheit ist das im Energie-Bereich eigentlich nur mit regenerativer Energie möglich. Allerdings stellt sich da ein Problem, daß viele andere Probleme nach sich zieht. Wir haben nicht genug Platz auf der Erde um alle Kraftwerke dieser Welt effektiv und ohne riesige Transportstrecken für den Strom (was bekanntermaßen durch den Widerstand der Leitungen ein Problem ist) durch Windkraftwerke, Solarzellen usw. zu ersetzen. Hinzu kommt, daß der Großteil der für Energiegewinnung nutzbaren Flächen auf dem Meer und in den Wüsten ist. Sowohl der Bau als auch die Wartung der Anlagen wird also extrem teuer und welche Verbraucher ist bereit horrende Summen zu zahlen, nur weil der Strom durch Windkraft irgendwo in der Nordsee gewonnen wird?
Hinzu kommen die bisher nicht ausreichend ausgereifte Technik für Hochsee-Windkraftanlagen und in den Wüsten werden die Solarzellen ständig geklaut, wenn man sie nicht mit Militär rund um die Uhr bewacht, was wiederum enorme Summen kostet, die der Verbraucher zu tragen hat. Ganz so einfach ist es also nicht.
 

LX

Member of Honour
Original von bitmuncher
Wir haben nicht genug Platz auf der Erde um alle Kraftwerke dieser Welt effektiv und ohne riesige Transportstrecken für den Strom (was bekanntermaßen durch den Widerstand der Leitungen ein Problem ist) durch Windkraftwerke, Solarzellen usw. zu ersetzen.
Original aus dem Wikipediaartikel "Solarenergie"
Es gibt verschiedene Szenarien, wie eine regenerative Energieversorgung der EU realisiert werden kann, unter anderem auch mittels Energiewandlung in Nordafrika und Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung. So ergaben zum Beispiel satellitengestütze Studien des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), dass mit weniger als 0,3 Prozent der verfügbaren Wüstengebiete in Nord-Afrika und im Nahen Osten durch Thermische Solarkraftwerke genügend Energie und Wasser für den steigenden Bedarf dieser Länder sowie für Europa erzeugt werden kann.
Ich würde für diese Zahlen zwar nicht meine Hand ins Feuer legen, aber das klingt eigentlich nicht so dramatisch. Und Solarenergie ist auch nicht die einzig mögliche Form der Energiegewinnung und mit Sicherheit sind die gegenwärtigen Energiegewinnungsarten in ihrer Effizienz auch noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt.

welche Verbraucher ist bereit horrende Summen zu zahlen, nur weil der Strom durch Windkraft irgendwo in der Nordsee gewonnen wird?
Wenige, solange es billige Kohlekraft gibt. Nur die wird knapp, und das sogar recht bald. Es ist daher ziemlich kurzsichtig, regenerative Arten der Energiegewinnung so lange zu vernachlässigen, bis die tatsächliche Notwendigkeit besteht, sich damit auseinander zu setzen.

Zudem ist es klar, dass eine Windkraftanlage mit ihren popligen 3 MW Leistung sich erst wesentlich später amortisiert als ein dickes Kraftwerk, in dem nur billig abgebaute Kohle in Massen verheizt wird. Dafür ist die Windkraftanlage wartungsarm und braucht eben nicht immer wieder neue Rohstoffe, um noch Strom erzeugen zu können. Somit ist das auf längere Sicht die günstigere Art der Energiegewinnung... nur denkt in der Wirtschaft kaum jemand in so langen Zeiträumen ;)
 

bitmuncher

Moderator
Tja, von der Wirtschaft kann man halt keine Weitsicht erwarten, wenn schon die Börsenkurse innerhalb weniger Stunden das Aus einer Firma bedeuten können. Im großen und ganzen bin ich aber durchaus deiner Meinung. Wir sollten jetzt anfangen den Ausstoß an Treibhausgasen zumindest nicht noch weiter zu steigern, nur halt nicht nur in der Industrie- und Fahrzeugtechnik, sondern in allen Bereichen, wo sie die letzten Jahrzehnte enorm zugenommen haben. Nur stehen dem einige technische und gesellschaftliche Probleme im Weg.

Nehmen wir nur eines von zig Beispielen: Theoretisch ist es natürlich möglich Strom aus Solarkraftwerken in der Sahara nach Europa zu exportieren, aber praktisch ist es halt nicht so leicht umsetzbar. Solange dort z.B. ständig Kriege drohen, läuft Europa Gefahr sich von einem Gebiet abhängig zu machen, das politisch und gesellschaftlich sehr instabil ist. Selbiges gilt (zur Zeit sogar noch eher) für den Nahen Osten. Die Stromlieferung wäre also nicht gewährleistet. Sowas kann sich eine Gesellschaftsform wie die unsrige aber nicht leisten. Gerade die Industriestaaten sind viel zu sehr auf zuverlässige Energie-Versorgung angewiesen um zu "funktionieren". Außerdem hätten dann die betroffenen Länder Druckmittel gegen Europa, die leicht mißbraucht werden könnten ("Entweder ihr liefert uns die gewünschten Güter oder wir drehen euch den Strom ab...").

Solange also die menschliche Gesellschaft sich nicht ändert, sind allein die gesellschaftlichen Probleme so groß, daß wir garnicht damit rechnen können die Flächen von Entwicklungsländern für die Energiegewinnung einzusetzen. Da wären Hochsee-Windkraftanlagen eher vorstellbar, da dort "nur" technische Probleme zu lösen sind.
 

nifelan

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Passend dazu gibts auch noch Global Dimming

Mir geht der gesamte "Klimakatastrophe, wir werden alle sterben wenn wir uns nicht radikal ändern!!!!!!11einself" Medienhype langsam mächtig auf den Wecker. Imho wird da etwas zwar durchaus nicht allzu positives wieder mal ordentlich übertrieben und Mediengerecht aufbereitet.

Die "Global Warming Swindle" Doku trifft da ziemlich genau das, was ich mir denke.
 

Cyberm@ster

New member
Mittlerweile ist es ja so, dass etwas unternommen wird und in alternative Technologien investiert wird, da es sicht langsam aber sicher zu einer lukrativen Branche entwickelt. Von Windrädern halte ich nicht viel, da sie in der Produktion mehr Energie verbrauchen als sie in ihrer kurzen Lebensdauer produzieren können. Ich finde die neuen Ideen zur Gewinnung von Gas und Ethanol durch Vergärung von Abfall und anderer Biomasse sehr interssant. Mal sehen was die Zukunft bringt...
 

Cyberm@ster

New member
Da hast du Recht, da waren meine Informationen höchstwahrscheinlich falsch. Das kommt daher, dass man nicht immer weiss von welcher Lobby die Studien finanziert werden.
 

Tara

New member
Neue Windräder haben sich energetisch nach weniger als 12 Monaten amortisiert. Das "rechnet sich energetisch nie" stammt aus den Anfängen des Windanlagenbaus.

Das klingt zu gut um wahr zu sein?

Warum werden die Dinger dann steuerlich so irrwitzig gefördert?

Tja. Nur ein Bösewicht kann denken, die Ökos würden sich so Wählerstimmen von Leuten mit hohem Steuersatz und entsprechendem Interesse an Abschreibungsmöglichkeiten kaufen.

Das eigentliche Problem besteht wohl darin, daß auch bei kompletter Verspargelung Deutschlands kein einziges AKW oder Kohlekraftwerk abgeschaltet werden kann, weil der Wind bekanntlich nicht immer bläst, wenn man Strom braucht, und es wird auch nicht viel weniger Kohle bzw. Uran verheizt.
 
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