typsiches "Hackerprofil"???

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Rushjo

Guest
Wie die Welt in Ihrer gestrigen Ausgabe berichtet,
hat das BKA mal ein "typisches" Hackerprofil erstellt. Dem nach ist der "typische"
Hacker männlich, zwischen 16 und 21 Jahre ( das sage mal einer den Leuten vom
CCC! :D :D ). Desweiteren wohne er noch zu Hause bei "Mami". (ROFL) Weiterhin
verfügt er über eine "mittlere bis gehobene Schulausbildung"! (tja, wer hätte das denn
gedacht bei den ganzen "Programmiersprachen, Backgroundwissen etc." :D :D )
Interessant ist weiterhin, das laut Polizei der "typische Hacker" Account-Mißbrauch
betreibt und dies von Seinem Telefonanschluss zu Hause! :D :D
Die Informationen für solche, kriminellen Taten erhält er von speziellen "Hacker" Seiten
(wie z.B. www.hackerboard.de ?? :D :D :D ).

Eigentlich kann man sich über den Artikel nur "totlachen", aber am Besten lest mal selber.


[1] Quelle (deutsch)

MfG Rushjo
 
@YoDa

Richtig, mir ging es nur um die "allseits bekannte" Art der Berichter-
stattung der Medien. Daher auch mein "leichter" Sarkasmus. :D

Aber wenn man mal den Text des BKA liest, dann ist das in Ansätzen aber
auch schön "hochtrabend" formuliert:

....Ferner entstand durch die Straftaten ein nicht quantifizierbarer Schaden, da die
Integrität von Daten und die Vertrauenswürdigkeit des für die Volkswirtschaft
bedeutsamen Internets in ganz erheblichem Umfang beeinträchtigt wurden....

Interessant ist meiner Meinung nach diese Festelllung:

....Bei der Zurückverfolgungsfrage (V40) waren diese Tatverdächtigen
überraschend naiv. Nur einer war sich darüber im Klaren, dass die Aktivitäten
zurückverfolgt werden können. Setzt man voraus, dass der Einsatz von
?Trojanern? ein nicht unerhebliches EDV-Wissen erfordert, sollte man eigentlich
annehmen können, dass gerade diese Klientel genauer über die gängigen
Protokollierungsmöglichkeiten Bescheid wissen müsste. Diese Annahme stimmt aber
offenbar nicht....

Dies sehe ich genauso, wobei man aber sagen muss, das für den Einsatz von Tro-
janer (sofern die NICHT selbstgecodet sind oder per eigene Fake-Seite verteilt
wurden!) nicht so viele "EDV-Kenntnisse" erforderlich sind.

Interessant sind auch die "Lösungsansätze" des BKA's:

....Da die meisten Tatverdächtigen die Informationen über die Möglichkeiten,
fremde Accounts zu missbrauchen über Chat-Rooms bekommen hatten, sollte
eine Möglichkeit gesucht werden, dieses Medium auch als Aufklärungsmedium
zu verwenden.

Des weiteren ist zu überlegen, ebenfalls FakeZ-Web-Sides für Aufklärungs-
kampagnen zu verwenden. Dieses Medium wurde ebenfalls sehr häufig
verwendet, um an die notwendigen Informationen heran zu kommen....

Bin mal gespannt wie das "Verwirklicht" werden soll? Durch mehr "Überwachung"???

Danke für den Link, YoDa.
War sehr interessant und lehrreich mal die "Meinung/Analyse" der "Ordnungsmacht
lesen zu können.

MfG Rushjo
 
Original von Rushjo
....Ferner entstand durch die Straftaten ein nicht quantifizierbarer Schaden, da die Integrität von Daten und die Vertrauenswürdigkeit des für die Volkswirtschaft bedeutsamen Internets in ganz erheblichem Umfang beeinträchtigt wurden....

So ganz unrecht haben sie nicht. Ich bin zwar kein Fan von Dunkelziffern, weil mit ihnen sehr viel Schabernack getrieben wird, aber ich kann mir gut vorstellen das viele Angriffe a) nicht bemerkt oder b) aus Angst vor Imageverlust nie oeffentlich gemacht und verfolgt werden. Die Tatsache das viele Unternehmen, vorallem im Mittelstand verunsichert sind und deswegen den Schritt ins Netz oft nicht wagen ist eigentlich auch kein grosses Geheimnis. Diese und viele andere Fakten zu einem Gesammtbild zusammengefuegt bestaetigen dieser Aussage durchaus ihre Richtigkeit.

Interessant ist meiner Meinung nach diese Festelllung:

....Bei der Zurückverfolgungsfrage (V40) waren diese Tatverdächtigen
überraschend naiv. Nur einer war sich darüber im Klaren, dass die Aktivitäten
zurückverfolgt werden können. Setzt man voraus, dass der Einsatz von
?Trojanern? ein nicht unerhebliches EDV-Wissen erfordert, sollte man eigentlich
annehmen können, dass gerade diese Klientel genauer über die gängigen
Protokollierungsmöglichkeiten Bescheid wissen müsste. Diese Annahme stimmt aber
offenbar nicht....

Dies sehe ich genauso, wobei man aber sagen muss, das für den Einsatz von Tro-
janer (sofern die NICHT selbstgecodet sind oder per eigene Fake-Seite verteilt
wurden!) nicht so viele "EDV-Kenntnisse" erforderlich sind.

Viel interessanter finde ich das ausgepraegte, mangelnde Schuldbewustsein. Allein wenn man sich ansieht wie viele dubiose Menschen hier aufschlagen die 'nur mal' ihren 'Freund' 'aergern' moechten und sich absulut nicht im klaren darueber sind in welches Fahrwasser sie sich begeben.

Das aber auch die Klintel von der man anderes erwarten sollte oft enttaeuschende Naivitaet an den Tag legt sieht man immer sehr anschaulich auf dem CCC-Kongress, genauer auf dem suessen Monitor mit dem aktuellen Passwort das gerade durchs Netz geflogen ist.

Interessant sind auch die "Lösungsansätze" des BKA's:

....Da die meisten Tatverdächtigen die Informationen über die Möglichkeiten,
fremde Accounts zu missbrauchen über Chat-Rooms bekommen hatten, sollte
eine Möglichkeit gesucht werden, dieses Medium auch als Aufklärungsmedium
zu verwenden.

Des weiteren ist zu überlegen, ebenfalls FakeZ-Web-Sides für Aufklärungs-
kampagnen zu verwenden. Dieses Medium wurde ebenfalls sehr häufig
verwendet, um an die notwendigen Informationen heran zu kommen....

Bin mal gespannt wie das "Verwirklicht" werden soll? Durch mehr "Überwachung"???

Ich glaub da haben sie angefangen sich weniger weitreichende Gedanken zu machen. Lockvoegel wie man sie von der US-Polizei kennt sind verfassungsrechtlich nicht zulaessig. Ob die Fake-Server ihren Zweck erfuellen halte ich ebenso fuer fraglich, da es verdammt schwer wird sie auch entsprechend attraktiv fuer Angreifer zu machen. Damit bekommen sie dann hoechtestens wieder eine Hand voll voellig Ahnungsloser.
 
Der Weltartikel stellt die Sache natürlich wieder so hin, als hätte jeder Hacker eine psychologische Macke, die dazu führt, dass er bei Mami und Pappi wohnt. So kommt es zumindest bei mir an. Dabei erklärt sich dieser Umstand schon allein durch die Altersstruktur. Naja, wieder mal typisch.

mfg, softrunner
 
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