Ubuntu und ein Core2Duo E4300

Hallo allerseits.
Nachdem ich auf meinem neuen PC mit einer Intel Core 2 Duo E4300 endlich Ubuntu installiert hatte und ein wenig rumspielte, fiel mir folgendes auf: Die Prozessorauslastung ist genau gegenteilig. Damit meine ich, dass z.B. CPU1 eine Auslastung von 100% und CPU2 eine Auslastung von 0% hat. Oder aber z.B., dass CPU1 eine Auslastung von 20% und CPU2 dann eine Auslastung von 80% hat. Zusammen ergeben sie immer (ca.) 100% aber niemals beide gleichzeitig. Ist das so gewollt oder läuft da irgendwas schief? Zum besseren Verständnis hab ich eine kleine Grafik der Auslastung des Gnome System Monitors angehängt.
 
Ja, eigentlich ist das der korrekte Kernel. Tritt das Problem bei deaktiviertem ACPI und APIC auch auf (Kernel-Parameter: acpi=off noapic)?
 
Bootparameter?
Ich hab ihn neu gestartet und bei GRUB den Befehl zu booten folgendermaßen verändern:

/...(irgendwas)........generic -acpi=off -noacpi

Ist das richtig so? Falls nein, erklär mir bitte was genau ich tun muss.
Das Problem tritt allerdings weiterhin auf, es zeigen sich keine Unterschiede.
 
Also ab und zu hab ich mit meinem CoreDuo das gleiche Phänomän (ach wie schreibt man das wort...) aber das liegt dann einfach nur daran, dass ich nicht viel macht, bzw nur einen Prozess habe, der viel Leistung bruacht und der scheinbar nicht mit 2 Kernen zurecht kommt. Aber das System scheint die Arbeit trotzdem auf mehrere Kerne aufzuteilen. Sobald ich dann mehrere Prozesse habe oder einen der auch mit 2 Kernen arbeiten kann, dann werden auch beide CPUs vollkommen ausgelastet. Vllt ist das bei dir ja der selbe Grund.
 
Auch mit den jetzt richtigen Parametern hat sich nichts geändert.
Allerdings stimmt das was lookshe sagt haargenau.
Bisher hab ich einfach ein Video mit Avidemux konvertiert, wobei wie im Bild nur eine CPU ausgelastet wird.
Wenn ich aber 2 Instanzen von Avidemux starte und beide gleichzeitig konvertieren lasse, sind auch beide CPUs vollständig ausgelastet.
Tjo... jetzt ist nur die Frage ob man es nicht irgendwie schaffen könnte, einem Prozess beide CPUs zuzuweisen, weil das Encoden dann natürlich doppelt so schnell geht und das Potential der untätigen CPU nicht verschwendet wird. Das gleiche gilt übrigens auch für Windows.
Danke für eure Hilfe.
 
Das duerfte nur mit echtem SMP gehen. Also einfach mal einen SMP-Kernel probieren. Ansonsten eine Cluster-Management-Software installieren und die beiden Kerne als gesonderte Rechner behandeln lassen.
 
Original von [starfoxx]
Ubuntu 7.04 Desktop, selber Prozessor, selbes Problem. :/
Dito. (bis auf einen anderen AMD DualCore Prozessor)


Ich dachte bisweilen, eine Anwendung muss auf zwei Kerne optimiert sein, damit beide ausgelastet werden können - wenn das aber auch anders geht - wäre super.

k.A. was "SMP-Kernel " ist, aber ich werde mich mal belesen :)
 
SMP = Symmetric MultiProcessing

Damit ist die die synchrone Abarbeitung mehrerer Prozesse/Threads moeglich. Im Normalfall kann man "Uni-Thread-Prozesse" nur auf einem Kern abarbeiten. Umgehen kann man das durch einen Cluster-Scheduler. Wenn avidemux allerdings mit mehreren Threads laeuft, reicht auch ein normales SMP aus.
 
Normales SMP scheint ja im aktuellen Ubuntu Kernel integriert zu sein - werde mich mal über "Cluster-Scheduler" schlau machen. Das sollte ja eine enorme Performance steigerung bedeuten, oder? kann ich dann bei single threads mit fast doppelter Leistung rechnen?
 
Ja, kannst du. Die Einrichtung ist aber extrem komplex und duerfte sich fuer einen Office-Desktop kaum lohnen, da im Scheduler fuer jedes Programm entsprechende Scheduling-Regeln festgelegt werden muessen. Es lohnt sich halt nur fuer einzelne Anwendungen oder in Umgebungen, in denen wirklich verteilt gerechnet werden muss. Cluster sind nunmal eine Wissenschaft fuer sich und auf einem einzelnen Rechner sowas zu "simulieren" ist auch bei einem MultiCore-Prozessor relativ schwierig.
 
Ist die Summe zusammen wirklich immer maximal 100%?
Dann würde ich schlicht auf einen Bug tippen. Der normale (SMP-) Scheduler verteilt alle Prozesse auf alle Prozessoren, da eigentlich niemals nur ein Prozess läuft, sollte bei einem rechenintensiven Prozess eigtl. > 100% rauskommen.
 
hmm, ich hatte diese Problem auch, aber ich denke, dass es eher ein Bug in der Prozessorstatistikanwendung ist.
Probier mal einfach ein paar andere aus, vielleicht lags ja wirklich daran.
 
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