Wie kann ich's erklären?

Hallo zusammen,

ich sass eben mit meiner Frau beim gemeinsamen Abendbrot, als plötzlich durch unser Gespräch heraus das Wort "virtuell" fiel. Da ich in diesem Zusammenhang das virtuelle Laufwerk sowie die virtuelle Maschine erwähnte, war meine Frau wieder mal der Meinung, dass ich sie veräpp'le und ich immer: "nein, glaub mir, das gibt es!".
Nun bin ich schon dahingehend informiert, was das alles bedeutet, komme aber mit meinen Versuchen, ihr die Sache zu "verbildlichen" nicht so richtig zum Erfolg. Selbst eine schnelle Recherche Richtung Bildersuche brachte nicht das gewünschte Ergebnis, meiner Frau zu beschreiben, wie es mit diesen virtuellen Computer ist. Das es ein virtuelles Abbild des vorhandenen Rechners ist, ist ihr schon klar, aber wie funktioniert es- sie besteht auf eine für sie verständliche Antwort, ohne jetzt mit dem für uns erklärenden Fachbegriffen.
Es gibt wahrlich genug andere Themen, über denen man(n) mit Frauen spricht, aber ich hab nun mal damit angefangen...und sie als Frau mit ihrer Umgebung, will sich nun vorstellen können, was das ist.
Ich bin frohen Mutes, dass ich da heil 'rauskomme und ihr ein ganz simples Beispiel als Vergleich nennen kann, ich schaff's heute jedenfalls nicht mehr...

Gruß wackelelvis
 
der unterschied zwischen hardware und software sollte ihr doch klar sein - ebenso was ein betriebsystem im groben ist.

der begriff 'simulation' ist auch allgemein gebräuchlich.

erkläre ihr einfach dass ein virtuelles laufwerk nichts anderes ist als eine software die ein stück hardware simuliert - also dem betriebsystem vorgaukelt es gäbe ein "echtes" laufwerk im computer (im sinne von hardware) obwohl es dass nicht gibt.

eine virtuelle maschine ist dann (auf so grundlegender ebene) nichts anderes als das gleiche im großformat - hier wird einem betriebsystem die gesamte hardware vorgegaukelt und dieses arbeitet mit dieser so als wäre es "echte" hardware - allerdings gibt es diese nicht, da sie auf softwareebene simuliert wird.

ich weiß auch nicht wie man das simpler erklären soll ohne zu viel fehlinformation hineinzubringen
 
Ich merk schon, gar nicht mal so einfach!
Danke für dein Versuch orniflyer, selbst so eine einfache Erklärung versteht meine Frau auch nicht...kann ich ihr auch nicht verübeln, dafür kann sie unter anderem sehr gut kochen und backen :P aber Zusammenhänge von Hard- und Software, Betriebssystem und und und ...das sind böhmische Dörfer für sie.
Gestern spät abends blätterte ich noch ein paar Seiten durch die neue cete und entdeckte einen Artikel über VR Beamer. Das ist es doch meiner Meinung! Die virtuelle Maschine wird projiziert, abgebildet und ist somit nutzbar. Damit kann man doch sicherlich die weibliche Auffassungsgabe konfrontieren oder?

Gruß wackelelvis
 
selbst so eine einfache Erklärung versteht meine Frau auch nicht...kann ich ihr auch nicht verübeln, dafür kann sie unter anderem sehr gut kochen und backen :P

gut dass meine freundin medieninformatikerin ist
(das gute kochen und backen übernehme allerdings ich :rolleyes: )

Gestern spät abends blätterte ich noch ein paar Seiten durch die neue cete und entdeckte einen Artikel über VR Beamer. Das ist es doch meiner Meinung! Die virtuelle Maschine wird projiziert, abgebildet und ist somit nutzbar. Damit kann man doch sicherlich die weibliche Auffassungsgabe konfrontieren oder?

ich behaupte mal einfach dass frauen nicht großartig anders ticken als "wir männer" - allgemein zumindest

und davon ausgehend finde ich dass diese virtuelle beamer geschichte eher verwirrt als erklärt

allgemein glaube ich das hauptproblem bei euch wird wohl sein dass du mit einem erklärungsversuch nach dem nächstem kommst, von denen die meisten eher suboptimal sind und sie damit einfach überforderst und verunsicherst - vor allem, da sie nichtmal grundlegend zu verstehen scheint was software und hardware so ist.

ich würde daher das ganze erstmal ruhen lassen bis sich eine gelegenheit ergibt ihr eben zunächst diese grundlegenden sachen zu vermitteln.
 
Es soll hier jetzt nicht der Eindruck entstehen, wir hätten durch meine Erklärungsnot jetzt ein zwischenmenschliches Problem!

Für mich einfach nur deshalb so relevant, weil ich mich mit der Materie beschäftige und es einfach nicht schildern kann, was sie sich darunter vorstellen kann. Der VR-Beamer ist sicherlich etwas weit ausgeholt, ich glaube so ein DIA-Projektor macht's auch :wink:

Deine Behauptung, Frauen ticken nicht sehr viel anders wie wir...das lass ich hier mal so unbeantwortet. Eine Thema, was hier sicherlich nicht hingehört und einigen Usern deshalb dazu veranlasst, die "Ignore"-Taste mit mir in Verbindung zu bringen.

Gruß wackelelvis
 
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mal der versuch einer laienverständlichen erklärung


virtuell / virtualisierung

ist erstmal eine art von abstraktion

beginnen wir am beispiel des "virtuellen" und echten cd laufwerks

eine CD ist ein Datenträger ... wie auch ein blatt papier, kann sie beschrieben sein, also informationen enthalten ... gut... auf eine cd gehen mehr informationen als auf ein normales blatt papier, aber das prinzip ist schonmal ähnlich

habe ich nun eine CD, also einen datenträger und will, dass dieser von einem PC gelesen wird um an die informationen zu kommen brauche ich etwas, dass diese verbindung herstellt, also den zugriff ermöglicht ...

ein mensch der informationen von einem blatt papier lesen will, braucht augen (der einfachheit halber ignorieren wir mal sowas wie braile...)

der mensch muss auch die zeichen verstehen, grob die sprache mit der das blatt beschrieben ist ... bei einer CD währe das vergleichbar mit dem sogenannten recording standard ... also dem format oder auch "Mode" in dem eine CD beschrieben ist, zusammen mit dem dateisystem auf der CD.

nun ist es am rechner nicht unüblich, die gleichen daten die auf einer cd stehen könnten, auch in dateiform zu haben ... ein sogenanntes iso (isometrisches abbild)

dieses abbild enthält nun die angaben die sonst mittels laser von der CD gelesen werden, sind aber immernoch in dem format, also der sprache wie sie auf der CD stehen würden ... diese sprache ist allerdings eine andere als die, mit der z.B. informationen auf einer Festplatte stehen... ein fall für interpretation und übersetzung ... das macht im falle eines CD laufwerks teilweise die elektronik des laufwerks, teilweise ein computerprogramm, welches das laufwerk steuert, ein sogenannter treiber

habe ich also ein abbild einer cd ... ein iso, kann ich es auf eine CD schreiben lassen und von dort lesen... dann wird die information von eben dieser elektronik und dem treiber ausgewertet und wie man es gewohnt ist, am bildschirm präsentiert

oder aber ich lasse die hardware, also das laufwerk, weg...

da der rechner das was in dem iso steht aber nicht direkt versteht, bedarf es nun eines kleinen tricks

wir gaukeln dem rechner vor, es gäbe ein laufwerk, das er über einen treiber steuern kann. dieses laufwerk gibt es nicht...

dafür aber gibt es ein computerprogramm das entweder in den treiber eingebettet ist, oder mit ihm zusammenarbeitet, welches die lücke der interpretation der daten, und der auswertung des darin enthaltenen dateisystems schließt ...

im prinzip ist das nur ein programm das iso dateien lesen und verstehen kann...

der springende punkt ist, dass es sich für den pc als ein gerät ausgibt, und ihm die gleichen möglichkeiten der steuerung bietet...

aus sicht des rechners (eigentlich betriebssystems) gibt es keinen relevanten unterschied mehr zwischen einem solchen programm, und einem echten cd laufwerk ... die sichtweise des rechners ist abstrakt ... auf dieser abstrakten ebene sind sowohl echtes cd laufwerk, als auch sein simuliertes gegenstück nahezu gleichwertig und gleichartig


ähnlich sieht es aus, wenn gleich die ganze physische Hardware eines rechners durch ein virtuelles pendant ersetzt wird ... aus sicht des betriebssystems hat es weiterhin seine üblichen ressourcen zur verfügung mit denen es seinen betrieb aufrecht erhält ... einen oder mehrere prozessoren zum rechnen ... festplatten als datenspeicher ... cd-laufwerke ... netzwerkkarten für die verbindung zum internet... alle diese dinge stehen zur verfügung, ohne dass es dem system großartig auffallen würde, wenn diese nicht mehr physische geräte sind, sondern von einem anderen system, beispielsweise einem großen server bereit gestellt werden, in form von simulierten geräten, ähnlich wie auch der oben erwähnte treiber dem betriebsystem ein CD laufwerk vorgegaukelt hat, dass es gar nicht gibt ... der wichtige punkt ist: die hardware gibt es nicht... ihre funktion aber sehr wohl... diese wird von dem übernommen was die simulation bereit stellt

auf diese weise ist es möglich systeme zu betreiben, die nahezu nie abgeschaltet werden müssen. selbst wenn die physikalische maschine auf der alles simuliert wird, komplett ausgewechselt werden soll, ist es möglich die neue plattform... wie auch immer die genau aussehen mag... vorab daneben zu stellen, und im laufenden betrieb die virtualisierten systeme auf die neue plattform zu verschieben, ohne dass das einem benutzer auffallen würde... stand der technik heutzutage in vielen rechenzentren

wartung wird einfacher, weil maschinen nicht mehr abgeschaltet werden müssen ... die dienste bleiben aktiv, während eines der vielen systeme die die resourcen bereitstellen, mal abgeschaltet wird. die betroffenen virtuellen maschinen werden kurz zuvor einfach im betrieb ausgelagert auf bereitstehende physische ersatz maschinen

ob nun im kleinen maßstab eines simulierten oder virtualisierten CD laufwerks, oder im großen maßstab eines rechenzentrums, oder den vielen möglichkeiten die dazwischen liegen:

virtualisierung bietet unabhänigkeit von konkreter hardware, duchr die abstraktion auf bereitzustellende ressourcen

wenn ich 10000 rechner brauche, aber davon nur maximal 100 gleichzeitig in betrieb sind, brauche zwar den speicherplatz für alle daten, aber nur die rechenleistung für 100 maschinen + eine gewisse reserve vorzuhalten... die mögliche ersparnis sind in diesem fall fast die kompletten anschaffungs- und betriebskosten für 9900 rechner
 
Tse...typisch nerds. keine Ahnung von Frauen!

Kauf einen billigen Plastikring und leg ihn neben ihren Ehering auf den Tisch und erkläre ihr:

Beides sind Ringe. Beide sehen wie echte Ringe aus und beide erfüllen den gleichen Zweck. Doch obwohl sie beide bei einem Antrag den gleichen Zweck erfüllen, würde sie einen von beiden weniger gern bekommen als den anderen.
Der, den sie nicht würde haben wollen, ist der Virtuelle.

Damit sollte die Sache klar sein.

Wenn Sie dann sagt dass ihr auch ein Ring aus dem Kaugummiautomaten gereicht haette...lass sie was leckeres kochen, mach dir nen Bier auf und begrabe das Thema...
 
"Kniet mit mir dies selt'ne Glück zu preisen!",

wir haben's geschafft! Der virtuelle Alltag zieht bei uns bald ein! Nein, im Ernst, dank eurer Hilfe und einigen Vorführungen an der Mikrowelle in der heimischen Küche konnte sich meine Frau "in etwa" vorstellen, wie dann nun das CD-Laufwerk, was ja nicht da ist, dennoch dazu in der Lage ist, Musik (ich will gar nicht erst mit Daten anfangen) abzuspielen. Der DIA- Projektor bescherte mir auch nur so einen komischen Blick, als ob man da sonst was erzählt :rolleyes:

Ich gehe mal ganz stark davon aus. dass sie ab kommenden Montag auf Arbeit nicht gerade von der VR schwärmen wird, aber ich habe zumindest meine eheliche Pflicht nach Paragraph 1353 Abs. 1 des BG erfüllt und trage somit weiterhin zu einer glücklichen Ehe bei.

GrafZahl, danke für deine sehr verständliche Ausführung, dank dieser bin auch ich jetzt in der Lage, die Sache nicht immer ganz so kompliziert zu beschreiben... O'Reilly sollte sich ein Beispiel nehmen :D

Sollte ich nach knapp 30 Jahren immer noch keine Ahnung von Frauen haben Chromatin?? Ich hoffe ganz stark, dass sie ihr jetziges Wissen über VR hinsichtlich deines Beispiels nicht schamlos ausnutzt.

Grüsse
wackelelvis
 
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