WinXP läuft unter Xen

XenSource hat es geschafft, Windows XP mithilfe von Xen unter Linux zu booten.

Besucher des Intel Developer Forums (IDF) konnten sich eine Demonstration anschauen, die auf einer Vorabversion von Xen 3.0 basiert. Damit ist es möglich, sowohl Linux als auch Windows XP mit Servicepack 2 als Gastsystem zu booten. Möglich wird das Starten eines unmodifizierten Gastsystems allerdings nur durch Intels Vanderpool. Diese Virtualisierungstechnologie bietet einen privilegierten Modus, durch den Xen Ressourcen zwischen modifiziertem und unmodifiziertem Gastsystem aufteilen kann. Dies garantiert CPU, Speicher und I/O-Ressourcen für die Systeme.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Xen-Projekt und Intel konnte die VT-Unterstützung bereits in Xen einfließen, obwohl der VT-Prozessor noch gar nicht erhältlich ist. Nick Gault, CEO von XenSource, unterstrich die Bedeutung dieser Demonstration. XenSource arbeitet daran, Windows in Verbindung mit VT voll zu unterstützten. Damit hätten Firmen zukünftig die Wahl zwischen einem offenen und kostenlosen Hypervisor und proprietären Produkten. Durch die Kombination von Xen und Intels VT soll außerdem die Performance geboten werden, die Firmen bräuchten.

Bei der Demonstration wurde Windows XP mit einer neuen Client-Technologie in einer virtuellen Umgebung installiert. Dies beweist laut XenSource die Fähigkeit mit Xen mehrere Betriebssysteme mit der besten Leistung zu betreiben. Da Xen keinen Prozessor emuliert, sondern den Systemprozessor nutzt, soll die Leistung höher sein, als bei anderen Virtualisierungstechnologien.

Xen 3.0 befindet sich derzeit in der Testphase und soll Ende des dritten Quartals fertig sein. Es wird SMP-Gastsysteme ebenso unterstützten wie 64-Bit-Prozessoren und Physical Address Extensions (PAE) auf 32-Bit-Servern mit mehr als 4 Gigabyte RAM. Kommerzielle Xen 3.0-Versionen sollen Anfang 2006 verfügbar sein.

Ursprünglich wurde die Xen-Technologie an der Universität Cambridge in England entwickelt. Die Entwickler haben mit XenSource jedoch eine Firma gegründet, die auf Basis des freien Hypervisor Technologien für Firmen entwickelt.


Quelle: http://www.pro-linux.de/news/2005/8553.html
 
WinXP als Gastsystem laufen zu lassen wird jedoch erst ab Version 3.0 möglich sein, die sich lauf der Quelle noch in der Entwicklung befindet und im Spätherbst diesen Jahres released werden soll. Mit der Version 2.X ist dies noch nicht möglich (zumindest nicht ohne Manipulation an Win).

Wen das Thema intressiert der kann auch hier nochmal bei heise nachlesen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/63167
 
Klar, wie ein Emulator funktioniert weiß ich. Auch das der Xen keine CPU emuliert sondern die physikalische nutzt, alles spitze bla blupp.

Aber ich habe mich immer gefragt: Wie sieht es denn nun eigentlich mit Xen aus wenn ich ein OS als Gastsystem unter einem anderen laufen lasse? Läuft das GastSystem dann nur als Prozess mit eigener IP im Hintergrund um Dienste bereitzustellen oder hat man damit auch GUI und solche Dinge?

Xen ist mir bis heute nicht aus eigener Erfahrung bekannt. Ich lese und höre auch immer nur Artikel über den Aufbau, die Technik, was möglich sein wird und all so ein, mitlerweiler als Kram empfundenes, Zeugs, sehe jedoch nie irgendwelche sachlichen Beispiele über konkrete Anwendungsfälle :(

schlaflos bittet um Aufklärung, bin schon ganz traurelisch ?(
 
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